• Montenegro ist ein seit dem 3. Juni 2006 wieder ein unabhängiger Staat in Südosteuropa, der an Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Serbien und den Kosovo sowie Albanien grenzt. Im Südwesten des Landes bildet das Adriatische Meer eine natürliche Grenze. Die Hauptstadt ist Podgorica.

    Lovćen Nationalpark
  • Das Prokletije (kyrillisch: Проклетије, zu Deutsch: Verwunschene Berge) respektive Albanische Alpen (albanisch: Alpet Shqiptare) ist ein Gebirgsmassiv der Südostdinariden im östlichem Montenegro, westlichen Kosovo und Nordalbanien. Es bildet den südlichen querliegenden Abschluss der Dinarischen Ketten und ist zugleich dessen höchster Teil.

    Prokletije, zentraler Gebirgsteil mit oberem Shala-Tal und Jezerca-Gruppe
  • Der Orjen ist ein stark verkarstetes Hochgebirge in Montenegro. Es ist ein Teil des Dinarischen Gebirges und bildet mit dem Lovćen und der Rumija den südlichsten Teil litoralen Dinariden. Mit 1894 Meter ist der Gipfel des Zubački kabao der höchste Punkt

    Als Besonderheit des subtropischen Gebirges gilt seine Vergletscherung während der letzten Eiszeit in der Würmeiszeit, sowie die im mediterranen Raum äußerst hohen Niederschlagssummen, die an der klimatologischen Messstation Crkvice mit fast 5.000 mm Niederschlag pro Jahr europäischen Rekord bedeuten. 

    Dreizähniges Knabenkraut (Orchis tridentata) im Orjen
  • Der Lovćen (serbisch: Ловћен) ist ein Hauptgebirge Montenegros. Die höchsten Punkte sind Štirovnik (1.749 m) und Jezerski Vrh (1.657 m). Der Lovćen liegt zwischen der adriatischen Küste und der Bucht von Kotor. Am Fuß des Gebirgsmassivs befinden sich die Städte Kotor, Budva und Cetinje.

    Štirovnik, Lovćen National Park, Montenegro
  • Der Durmitor ist ein Bergmassiv im Norden Montenegros, das zum Gebirgszug der Dinariden gehört. Der das Massiv umschließende Durmitor-Nationalpark, der 1952 zum Nationalpark erklärt wurde, gehört seit 1980 zum UNESCO-Weltnaturerbe. Der höchste Gipfel des Durmitormassivs mit 2.522 Metern ist der Bobotov Kuk, der zugleich auch die höchste Erhebung Montenegros ist. 48 Gipfel des Durmitor-Massivs sind höher als 2.000 m.

    Bobotov kuk (2527 m), Durmitor Gebirge
  • Der Skutarisee (auch Shkodrasee; albanisch Liqen(i) i Shkodrës; montenegrinisch Skadarsko Jezero/Скадарско језеро) ist der größte See der Balkanhalbinsel. Die hier verwendete Bezeichnung hat der See nach dem früher verwendeten italienischen Namen der an der Südostspitze des Sees gelegenen albanischen Stadt Shkodra (serb. Skadar). Der See liegt im Grenzgebiet zwischen Montenegro, zu dem etwa zwei Drittel der Fläche gehören, und Albanien, das über etwa ein Drittel der Fläche verfügt.

    Burgruine Grmožur im Skutarisee
  • Die Bucht von Kotor an der südöstlichen Adriaküst  ist einer der besten und schönsten Naturhäfen Europas. Die Bucht ist fjordartig und fast 30 km lang und von hohen und steilen Bergflanken gesäumt. Die inneren Buchten von Risan und Kotor gehören zum UNESCO Welterbe. Die Bucht von Kotor ist ein beliebtes Urlaubsgebiet in Montenegro, für den Ferntourismus jedoch bis auf den Flughafen Tivat noch kaum erschlossen. In der Region findet man eine große Auswahl an Stränden.

    Montenegro, Bucht von Kotor, St. George Insel (Ostrvo Sveti Đorđe)
  • Ulcinj (kyrillisch Улцињ, albanisch Ulqin/Ulqini, italien. Dulcigno) ist die südlichste Stadt Montenegros und liegt an der Adria nahe der Grenze zu Albanien.

    Ulcinj ist eine touristisch gut erschlossene Stadt mit einer Vielzahl von Hotels und Pensionen. Vor dem Jugoslawienkrieg war Ulcinj ein beliebtes Reiseziel für Deutsche, Italiener, Franzosen und Engländer. Vor allem seit den 1990er Jahren machen Albaner aus dem Kosovo einen großen Teil der Touristen in Ulcinj aus. Auch die Diaspora-Albaner wissen Ulcinj bis heute als Urlaubsziel zu schätzen.

    Blick auf die Altstadt von Ulcinj
  • Biogradska Gora ist ein für seinen Urwald bekannter Nationalpark in Montenegro. Biogradska Gora liegt in der gebirgigen Bjelasica-Region in Zentral-Montenegro, rund 100 Kilometer nördlich der Hauptstadt Podgorica. Der größte Teil wird zum im Westen verlaufenden Fluss Tara entwässert. Im Osten liegt das Tal des Lim. Der Nationalpark liegt auf dem Gebiet der Gemeinde Kolašin und grenzt an die Gemeinden Berane und Mojkovac.

    Der See Biogradsko Jezero, Nationalpark Biogradska Gora
  • Die Rumija (serbokroatisch Rumija/Румија) ist ein Gebirgszug der Dinariden im Südosten Montenegros und bezeichnet gleichzeitig den mit 1.594 m höchsten Gipfel dieses Gebirgszugs.

    Der Bergrücken der Rumija erstreckt sich über 10 Kilometer von Nordwesten nach Südosten und bildet zusammen mit den Paštrovići-Bergen eine natürliche Barriere zwischen Adria und dem Skutarisee. Zur adriatischen Küstenlinie hin fällt die Rumija steil ab, etwas weniger steil zum Skutarisee. Die Höhendifferenz beträgt mehr als 1.500 m, eine der höchsten Höhendifferenzen in Montenegro.

    Gebirgszug Rumija über dem Skutarisee
  • Die Tara ist einer der Quellflüsse der Drina und mit 140 km Länge der längste Fluss Montenegros.

    1977 wurde der untere, als Schlucht ausgebildete Bereich des Flusses als Teil des Durmitor-Nationalparks von der UNESCO in die Welterbeliste aufgenommen.

    Đurđevića-Tara-Brücke über den Fluss Tara nahe der Stadt Žabljak
  • Podgorica ist die Hauptstadt Montenegros. Mit Ausnahme des Staatspräsidenten, der in Cetinje residiert, haben hier alle wichtigen Institutionen der Republik ihren Sitz.

  • Budva (kyrillisch Будва, italienisch: Budua) ist eine Stadt in Montenegro mit ca. 11.000 Einwohnern. Der Ort lag ursprünglich auf einer Insel, die mittlerweile durch eine Sandbank mit dem Festland verbunden ist. Budva ist aufgrund seines milden Klimas, ca. 25 °C durchschnittlicher Wassertemperatur im Sommer und zahlreicher Sandstrände im Ort und in der Umgebung einer der beliebtesten Badeorte an der montenegrinischen Adriaküste. Seit 1923 wird die Stadt touristisch vermarktet.

    Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit, Budva
  • Herceg Novi (kyrillisch Херцег Нови; ital. Castelnuovo) ist eine Stadt im Westen Montenegros mit etwa 12.700 Einwohnern. Sie liegt an der Adria und am Eingang der Bucht von Kotor. Der Ort ist vor allem für den Tourismus bedeutend.

    Wellness und Kur

    Bekannt ist das Kurzentrum “Dr. Simo Milošević”, das den leicht radioaktiven Meeresschlamm als Grundlage für vielfältige Therapien verwendet. Der Kurbetrieb hält das ganze Jahr an, etwa Mitte Juni strömen die Sommergäste nach Herceg Novi.

    Blick von der Festung von Herceg Novi
  • Kotor ist eine alte Handels- und Hafenstadt und überregionales Kulturzentrum am südöstlichen Ende der Bucht von Kotor in Montenegro. Sie hat 5.341 Einwohner (2003).

    Blick über die Altstadt von Kotor
  • Der Zubački kabao ist mit 1.894 Metern über dem Meeresspiegel der höchste Berg Dalmatiens.

    Seinen Namen erhielt der Zubacki kabao (Gezähnte Kappe) durch die zugespitzte Form des eiszeitlich geformten Karlings. Am Zugacki kabao treffen drei Orjenkämme aufeinander (Grenze zwischen Montenegro und Bosnien), der kurze Boronikkamm, der Prasa kamm und der Buganja gredakamm zusammen. Im Massiv befinden sich zwei bedeutende Schneetälchen, die erst Ende Juni ausapern und dem letzten Rückzugsstadium der letzten Orjengletscher entsprechen.

    Nordwest Kar, Pavlovica do, Zubački kabao, Orjen
  • Sveti Stefan ist eine kleine Adria-Insel in der Nähe von Budva in Montenegro. Ein kurzer Damm verbindet die kleine Insel, deren Fläche lediglich 1,46 Hektar umfasst, mit dem Festland. Am Festland gegenüber der Insel wächst seit den 50er-Jahren das gleichnamige Dorf mit Appartmenthäusern, einigen Hotels und Restaurants den Hang hinauf.

    Sveti Stefan bei Budva
  • Risan ist eine Kleinstadt an der Bucht von Kotor an der Montenegrinischen Küste. Der 3.500 Einwohner zählende Ort ist Teil der Großgemeinde Kotor. Risan liegt im innersten Winkel der Bucht, unterhalb von beinahe 1.000 m hohen Kalksteinwänden des Orjen-Gebirges.

    Ansicht von Risan
  • Sveti Đorđe (deutsch: Heiliger Georg) ist eine natürliche Insel in der Bucht von Kotor. Sie ist eine der zwei Inseln an der Küste vor Perast, die andere ist die künstlich aufgeschüttete Insel Gospa od Škrpjela. Auf dieser Insel steht unter anderem ein aus dem 12. Jahrhundert stammendes Benediktinerkloster und ein Friedhof für den Adel aus Perast und den übrigen an der Bucht liegenden Gemeinden.

    Sveti Đorđe (Insel des Hl. Georg) in der Bucht von Kotor Bay
  • Gospa od Škrpjela ist eine der zwei kleinen Inseln vor der Küste von Perast in der Bucht von Kotor, die andere ist Sveti Đorđe. Dabei handelt es sich um eine künstliche Insel, die durch ein Bollwerk von Felsen und durch alte gesunkene Schiffe, die mit Steinen beladen waren, nach und nach entstanden ist.

    Die Tradition des Felsenwerfens ist auch in heutiger Zeit noch lebendig. Jedes Jahr am 22. Juli findet das fašinada genannte Fest statt, wenn die Einheimischen Steine in das Meer werfen um somit eine Vergrößerung der Inselfläche zu bewirken.

    Die Insel Gospa od Skrpjela
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