Erster Schultag in Upernavik, Grönland Fotograf: Lizenz: CC-by-sa-3.0
Erster Schultag in Upernavik, Grönland

Reise nach Grönland

Grönland ist die größte Insel der Erde und mehr als sechsmal so groß wie Deutschland. Geographisch wird sie zu Nordamerika gezählt, politisch ist sie autonomer Teil des Königreichs Dänemark.

Seit 1985 ist Grönland nicht mehr Mitglied der Europäischen Gemeinschaft und gehört auch nicht zum Zollgebiet der Gemeinschaft. Grönland ist innenpolitisch unabhängig, wird in allen außenpolitischen Angelegenheiten jedoch von Dänemark vertreten. Hauptstadt ist Nuuk (dänisch Godthåb).

Eine der Haupteinnahmequellen ist der Tourismus, der zurzeit stark ausgebaut wird. Wie schon seit langer Zeit bildet die Fischerei und der Robben-, Walross- und Walfang eine weitere Grundlage der Wirtschaft. Die Fischerei alleine macht bis zu 85 % des Warenexports aus. Schafzucht und Landwirtschaft werden nur in Südgrönland betrieben. Seit 2009 wird Grönland mit 56.462 Einwohnern (2008) in vier Großkommunen eingeteilt:

  1. Qeqqata Kommunia: 9.627 Einwohner.
  2. Kommuneqarfik Sermersooq: 20.998 Einwohner.
  3. Qaasuitsup Kommunia: 17.867 Einwohner.
  4. Kommune Kujalleq: 7.755 Einwohner.

Der riesige Nordost-Grönland-Nationalpark und der Luftwaffenstützpunkt Thule (grönländisch „Pituffik“) gehören als gemeindefreie Gebiete keiner Kommune an.

Geografie und Landschaft

Grönland ist 2.650 km lang und bis 1.000 km breit. Im Norden der Insel liegt der vereiste Arktische Ozean. Im Osten grenzt die Insel an die Grönlandsee und an die Irmingersee sowie im Westen an die Davisstraße und die Baffin Bay, alles Randmeere des Atlantiks. Im Nordwesten geht Grönland in die weitläufige Inselwelt der Königin-Elizabeth-Inseln (Kanada) über.

Der bis zu 3.000 m mächtige, durchschnittlich 2.000 m starke Grönländische Eisschild bewegt sich zum Meer und lässt Eisberge von mehreren Kilometern Länge entstehen. Lediglich 15,7 % der Fläche Grönlands sind eisfrei. Würde das gesamte Inlandeis Grönlands schmelzen, würde der Wasserstand weltweit um 6 bis 7 m steigen. Die Eisdecke Grönlands schmilzt seit 2004 um jährlich 240 km³. Dies ist ein Vielfaches gegenüber den Jahren zuvor.

Grönland ist ein im Süden leicht gewelltes Hochland mit einer durch zahlreiche Fjorde, Buchten und Meeresstraßen gegliederten Küste. Hohe Berge umsäumen Grönland, die im Watkins Gebirge am Ostrand der Insel bis zu 3.694 m hoch aufragen.

Klima und Wetter

In Grönland herrscht polares und subpolares Klima, das an der Westküste durch den Grönlandstrom gemildert wird. Die Temperatur auf dem Inlandeis hat ein absolutes Temperaturminimum von -70 °C; im Sommer kommt sie bis an 0 °C heran. Die Küstenstreifen, die an der Westküste bis 150 km breit sind und alle vorgelagerten Inseln sind aufgrund des Golfstroms eisfrei und haben Tundrenvegetation. Die Städte und Siedlungen liegen im eisfreien Küstenstreifen überwiegend an der Westküste. An der Westküste der Insel blüht der Fischhandel.

Reiseziele und Sehenswürdigkeiten

Aktivitäten

  • Wandern: Arctic Circle Trail.

Anreise und Verkehr

Flug: Eine wichtige Rolle spielt neben der Schifffahrt der Flugverkehr. Der größte Flughafen ist Kangerlussuaq (Søndre Strømfjord). Internationale Flüge führen hauptsächlich nach Kopenhagen.

  • Narsarsuaq bei Narsaq: Anbindungen an Island und Dänemark
  • Nuuk: Anbindung an Island
  • Kulusuk bei Tasiilaq#): Anbindung an Island
  • Constable Point bei Ittoqqortoormiit, Scoresbysund: Anbindungen an Island

Quelle: Wikipedia Lizenz: CC-by-sa-3.0

  • Qeqqata Kommunia (deutsch: Mittelkommune) ist eine grönländische Großkommune mit einer Bevölkerungszahl von 9.627 (2008). Der Sitz der Kommunalverwaltung liegt in Sisimiut.

    Orte

    • Sisimiut
    • Maniitsoq
    • Kangerlussuaq
    • Sarfannguit
    • Itilleq
    • Kangaamiut
    • Napasoq
    • Atammik

     

  • Die Diskobucht (grönländisch: Qeqertarsuup Tunua, dän.: Diskobugt, engl: Disko Bay) in der Baffin Bay ist eine Bucht an der mittleren Westküste Grönlands bei der Diskoinsel.

  • Ilulissat (dän. Jakobshavn) ist die drittgrößte Stadt Grönlands. Die Kommune liegt in Westgrönland am Ostufer der Disko-Bucht und hat 4.512 Einwohner (2007).

    Ilulissat liegt rund 2 km nördlich von der Mündung des Ilulissat-Eisfjords (Jakobshavn Isfjord). Der Tourismus hat sich in den letzten 30 Jahren zu einem weiteren Standbein der lokalen Wirtschaft entwickelt. Ilulissat verfügt über zwei Fischfabriken, in denen insbesondere Krabben und Heilbutt verarbeitet werden. Da Ilulissat nördlich des Hundeäquators liegt, bevölkern mehr als 5.000 Schlittenhunde die Stadt.

  • Oqaatsut (Oqaitsut) ist eine grönländische Siedlung mit ca. 50 Einwohnern, die 18 km nördlich von Ilulissat liegt.

    Ihr englischer Name Rodebay („Rote Bucht“) geht auf die holländischen Walfänger zurück, die sich zu dieser Bezeichnung von der Färbung des Wassers nach erfolgreichem Walfang inspirieren ließen. Der grönländische Name „Oqaatsut“ bedeutet “die Kormorane” und deutet auf die steile Felswand an der Hafeneinfahrt hin, wo sich diese Vögel einst zu Hunderten aufhielten.

  • Aufgrund seiner gewaltigen Ausmaße und seiner großen Bedeutung für die Gletscherforschung wurde der Ilulissat-Eisfjord 2004 zum UNESCO-Weltnaturerbe erklärt.

    Der nach der benachbarten Stadt Ilulissat (dän. Jakobshavn) benannte Eisfjord (grönl.: Kangia) liegt 250 Kilometer nördlich des Polarkreises an der grönländischen Westküste. Er erstreckt sich über fast 100 km Länge und ist 7 km breit und bis zu 1.200 m tief.

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