Lovćen Nationalpark Fotograf: Lizenz: GNU-Lizenz für freie Dokumentation
Lovćen Nationalpark

Urlaub in Montenegro

Montenegro ist ein seit dem 3. Juni 2006 wieder ein unabhängiger Staat in Südosteuropa, der an Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Serbien und den Kosovo sowie Albanien grenzt. Im Südwesten des Landes bildet das Adriatische Meer eine natürliche Grenze. Die Hauptstadt ist Podgorica.

Der Balkanstaat ist mit etwa 622.000 Einwohnern (2003) und einer Fläche von 13.812 km² einer der kleineren Staaten Europas.

Geografie und Landschaft

Montenegro ist ein relativ dünn besiedeltes Gebirgsland im südöstlichen Teil des Dinarischen Gebirges. Es besitzt eine steil abfallende und durch Buchten (z.B. Bucht von Kotor) gegliederte Küste am Mittelmeer. Insbesondere die karge Karstregion in Westmontenegro (Orjen, Lovćen) ist sehr dünn besiedelt. Im nördlichen Landesteil liegen die Hochgebirgsmassive Montenegros, der Prokletije mit dem höchsten Berg des Landes, dem Zla Kolata (2.534 m) und das Durmitor-Massiv.

Reiseziele und Sehenswürdigkeiten

  • Bucht und Region Kotor: seit 1979 UNESCO Weltkulturerbe, Ferienorte: Herceg Novi, Tivat, Kotor.
  • Nationalpark Durmitor und die Tara-Schlucht (längste und tiefste Schlucht Europas), seit 1980 UNESCO Weltnaturerbe.
  • Badeurlaub an der Küste: Budva mit Hotel-Insel Sveti Stefan und Ulcinj mit Insel Ada mit FKK-Strand.
  • Nationalpark Orjanje: Gebirge, Wandern.
  • Nationalpark Skutarisee und Gebirge Rumija.
  • Nationalpark Lovćen
  • Nationalpark Biogradska Gora

Strände

Die Blaue Flagge ist ein Öko-Label, das jedes Jahr an Strände und Marinas vergeben wird, an denen in der vorangegangenen Saison ein konstant hoher Standard der Badewasserqualität eingehalten wurde.

  • Bar: CENTAR SUTOMOREPARADISO.
  • Budva: HOTEL BELLEVUEQUEEN OF MONTENEGROSVETI TOMA.
  • Herceg Novi: CLUB HOTEL RIVIERA, CUBA LIBRE ZANJICDOBRECPORTO ZANJIC.
  • Tivat: ALMARABEACHKALARDOVO, PLAVI HORIZONTI.
  • Ulcinj: COPACABANAEVROPA BEACHMCMBEACHMIAMISAFARITONI GRILLTROPICANA.

Klima und Wetter

Trotz seiner geringen Ausdehnung hat Montenegro Anteil an drei verschiedenen klimatischen Zonen. Der vollmediterrane Küstenstreifen hat zwar die geringste Ausdehnung, ist aber durch seine überragende kulturhistorische Rolle von besonderer Bedeutung. Mit dem Gebirgsanstieg beginnt die submediterrane Zone, die sich 50 km landeinwärts erstreckt. Cetinje, Nikšić und Podgorica haben kältere Winter, aber auch wärmere Sommer als die Küstenstädte. Das größte Gebiet nimmt die Gemäßigte Klimazone in Montenegro ein. Hier herrschen ganz ähnliche Bedingungen wie in Mitteleuropa, nur sind die Temperaturen höher. Zu dieser Zone gehören der Durmitor mit Žabljak und die Städte Pljevlja, Prijepolje und Kolašin. In Montenegro wird die höchste Niederschlagsmenge in Europa gemessen. Mit 5.000 mm (5000 Liter/m²) ist Crkvice im Orjen der regenreichste Ort in Europa.

Anreise und Verkehr

Bahn: Durch Montenegro verläuft von Norden über Podgorica bis zum wichtigsten montenegrinischen Hafen Bar die für den Balkan wichtige Bahnstrecke Belgrad–Bar. Es handelt sich um eine überwiegend eingleisige Strecke, welche durchgehend elektrifiziert ist. Sie wurde erst im Jahre 1976 durchgehend in Betrieb genommen und gilt als eine der spektakulärsten Gebirgsbahnen mit zahlreichen Tunneln und Brücken, darunter mit dem Mala-Rijeka-Viadukt die mit 198 Metern Höhe über Grund höchste Eisenbahnbrücke der Welt. Außerdem führen zwei weitere Strecken von Podgorica aus nach Nikšić beziehungsweise über Shkodra nach Tirana (Albanien). Betreiber der montenegrinischen Eisenbahnen ist die Željeznica Crne Gore (ŽCG).

Flug: In Montenegro existieren zwei internationale Flughäfen, der Flughafen Podgorica und der Flughafen Tivat. Die einzige in Montenegro beheimatete Linienfluggesellschaft ist Montenegro Airlines.

Straße: 2005 wurde mit dem 5,4 km langen Straßentunnel „Sozina“ (mautpflichtig) eine wichtige Verbindung zwischen Podgorica und Sutomore (südliche Küstenregion zwischen Budva und Bar) geschaffen, womit die Fahrzeit um etwa eine halbe Stunde reduziert wurde (wobei die Anfahrt über die Küstenstraße durch Stauungen sehr zeitintensiv sein kann). Seit Juli 2008 wird an den Grenzen Montenegros für Straßenfahrzeuge die mautähnliche Umwelt-Jahresgebühr Eko Naknada erhoben.

Quelle: Wikipedia Wikipedia Lizenz: CC-by-sa-3.0

  • Der Skutarisee (auch Shkodrasee; albanisch Liqen(i) i Shkodrës; montenegrinisch Skadarsko Jezero/Скадарско језеро) ist der größte See der Balkanhalbinsel. Die hier verwendete Bezeichnung hat der See nach dem früher verwendeten italienischen Namen der an der Südostspitze des Sees gelegenen albanischen Stadt Shkodra (serb. Skadar). Der See liegt im Grenzgebiet zwischen Montenegro, zu dem etwa zwei Drittel der Fläche gehören, und Albanien, das über etwa ein Drittel der Fläche verfügt.

  • Der Lovćen (serbisch: Ловћен) ist ein Hauptgebirge Montenegros. Die höchsten Punkte sind Štirovnik (1.749 m) und Jezerski Vrh (1.657 m). Der Lovćen liegt zwischen der adriatischen Küste und der Bucht von Kotor. Am Fuß des Gebirgsmassivs befinden sich die Städte Kotor, Budva und Cetinje.

  • Der Orjen ist ein stark verkarstetes Hochgebirge in Montenegro. Es ist ein Teil des Dinarischen Gebirges und bildet mit dem Lovćen und der Rumija den südlichsten Teil litoralen Dinariden. Mit 1894 Meter ist der Gipfel des Zubački kabao der höchste Punkt

    Als Besonderheit des subtropischen Gebirges gilt seine Vergletscherung während der letzten Eiszeit in der Würmeiszeit, sowie die im mediterranen Raum äußerst hohen Niederschlagssummen, die an der klimatologischen Messstation Crkvice mit fast 5.000 mm Niederschlag pro Jahr europäischen Rekord bedeuten. 

  • Das Prokletije (kyrillisch: Проклетије, zu Deutsch: Verwunschene Berge) respektive Albanische Alpen (albanisch: Alpet Shqiptare) ist ein Gebirgsmassiv der Südostdinariden im östlichem Montenegro, westlichen Kosovo und Nordalbanien. Es bildet den südlichen querliegenden Abschluss der Dinarischen Ketten und ist zugleich dessen höchster Teil.

  • Der Durmitor ist ein Bergmassiv im Norden Montenegros, das zum Gebirgszug der Dinariden gehört. Der das Massiv umschließende Durmitor-Nationalpark, der 1952 zum Nationalpark erklärt wurde, gehört seit 1980 zum UNESCO-Weltnaturerbe. Der höchste Gipfel des Durmitormassivs mit 2.522 Metern ist der Bobotov Kuk, der zugleich auch die höchste Erhebung Montenegros ist. 48 Gipfel des Durmitor-Massivs sind höher als 2.000 m.

  • Die Bucht von Kotor an der südöstlichen Adriaküst  ist einer der besten und schönsten Naturhäfen Europas. Die Bucht ist fjordartig und fast 30 km lang und von hohen und steilen Bergflanken gesäumt. Die inneren Buchten von Risan und Kotor gehören zum UNESCO Welterbe. Die Bucht von Kotor ist ein beliebtes Urlaubsgebiet in Montenegro, für den Ferntourismus jedoch bis auf den Flughafen Tivat noch kaum erschlossen. In der Region findet man eine große Auswahl an Stränden.

    Montenegro, Bucht von Kotor, St. George Insel (Ostrvo Sveti Đorđe)
  • Ulcinj (kyrillisch Улцињ, albanisch Ulqin/Ulqini, italien. Dulcigno) ist die südlichste Stadt Montenegros und liegt an der Adria nahe der Grenze zu Albanien.

    Ulcinj ist eine touristisch gut erschlossene Stadt mit einer Vielzahl von Hotels und Pensionen. Vor dem Jugoslawienkrieg war Ulcinj ein beliebtes Reiseziel für Deutsche, Italiener, Franzosen und Engländer. Vor allem seit den 1990er Jahren machen Albaner aus dem Kosovo einen großen Teil der Touristen in Ulcinj aus. Auch die Diaspora-Albaner wissen Ulcinj bis heute als Urlaubsziel zu schätzen.

  • Die Rumija (serbokroatisch Rumija/Румија) ist ein Gebirgszug der Dinariden im Südosten Montenegros und bezeichnet gleichzeitig den mit 1.594 m höchsten Gipfel dieses Gebirgszugs.

    Der Bergrücken der Rumija erstreckt sich über 10 Kilometer von Nordwesten nach Südosten und bildet zusammen mit den Paštrovići-Bergen eine natürliche Barriere zwischen Adria und dem Skutarisee. Zur adriatischen Küstenlinie hin fällt die Rumija steil ab, etwas weniger steil zum Skutarisee. Die Höhendifferenz beträgt mehr als 1.500 m, eine der höchsten Höhendifferenzen in Montenegro.

  • Die Tara ist einer der Quellflüsse der Drina und mit 140 km Länge der längste Fluss Montenegros.

    1977 wurde der untere, als Schlucht ausgebildete Bereich des Flusses als Teil des Durmitor-Nationalparks von der UNESCO in die Welterbeliste aufgenommen.

  • Budva (kyrillisch Будва, italienisch: Budua) ist eine Stadt in Montenegro mit ca. 11.000 Einwohnern. Der Ort lag ursprünglich auf einer Insel, die mittlerweile durch eine Sandbank mit dem Festland verbunden ist. Budva ist aufgrund seines milden Klimas, ca. 25 °C durchschnittlicher Wassertemperatur im Sommer und zahlreicher Sandstrände im Ort und in der Umgebung einer der beliebtesten Badeorte an der montenegrinischen Adriaküste. Seit 1923 wird die Stadt touristisch vermarktet.

  • Herceg Novi (kyrillisch Херцег Нови; ital. Castelnuovo) ist eine Stadt im Westen Montenegros mit etwa 12.700 Einwohnern. Sie liegt an der Adria und am Eingang der Bucht von Kotor. Der Ort ist vor allem für den Tourismus bedeutend.

    Wellness und Kur

    Bekannt ist das Kurzentrum “Dr. Simo Milošević”, das den leicht radioaktiven Meeresschlamm als Grundlage für vielfältige Therapien verwendet. Der Kurbetrieb hält das ganze Jahr an, etwa Mitte Juni strömen die Sommergäste nach Herceg Novi.

  • Kotor ist eine alte Handels- und Hafenstadt und überregionales Kulturzentrum am südöstlichen Ende der Bucht von Kotor in Montenegro. Sie hat 5.341 Einwohner (2003).

  • Der Zubački kabao ist mit 1.894 Metern über dem Meeresspiegel der höchste Berg Dalmatiens.

    Seinen Namen erhielt der Zubacki kabao (Gezähnte Kappe) durch die zugespitzte Form des eiszeitlich geformten Karlings. Am Zugacki kabao treffen drei Orjenkämme aufeinander (Grenze zwischen Montenegro und Bosnien), der kurze Boronikkamm, der Prasa kamm und der Buganja gredakamm zusammen. Im Massiv befinden sich zwei bedeutende Schneetälchen die erst Ende Juni ausapern und ehemals den letzten Rückzugsstadium der letzten Orjengletscher entsprechen.

  • Sveti Stefan ist eine kleine Adria-Insel in der Nähe von Budva in Montenegro. Ein kurzer Damm verbindet die kleine Insel, deren Fläche lediglich 1,46 Hektar umfasst, mit dem Festland. Am Festland gegenüber der Insel wächst seit den 50er-Jahren das gleichnamige Dorf mit Appartmenthäusern, einigen Hotels und Restaurants den Hang hinauf.

  • Perast (kyrill. Пераст, ital. Perasto) ist eine zur Gemeinde Kotor gehöriger Ort in Montenegro. Sie liegt unterhalb des St. Elias-Bergs (873 m) am Ufer der Boka Kotorska und ist der Ort mit dem mildesten Klima und den meisten Sonnenstunden im Jahr. Über die Uferstraße an der Boka ist Perast mit Risan im Norden und Kotor im Südosten verbunden. Heute leben in Perast noch 360 Einwohner.

  • Gospa od Škrpjela ist eine der zwei kleinen Inseln vor der Küste von Perast in der Bucht von Kotor, die andere ist Sveti Đorđe. Dabei handelt es sich um eine künstliche Insel, die durch ein Bollwerk von Felsen und durch alte gesunkene Schiffe, die mit Steinen beladen waren, nach und nach entstanden ist.

    Die Tradition des Felsenwerfens ist auch in heutiger Zeit noch lebendig. Jedes Jahr am 22. Juli findet das fašinada genannte Fest statt, wenn die Einheimischen Steine in das Meer werfen um somit eine Vergrößerung der Inselfläche zu bewirken.

  • Sveti Đorđe (deutsch: Heiliger Georg) ist eine natürliche Insel in der Bucht von Kotor. Sie ist eine der zwei Inseln an der Küste vor Perast, die andere ist die künstlich aufgeschüttete Insel Gospa od Škrpjela. Auf dieser Insel steht unter anderem ein aus dem 12. Jahrhundert stammendes Benediktinerkloster und ein Friedhof für den Adel aus Perast und den übrigen an der Bucht liegenden Gemeinden.

  • Risan ist eine Kleinstadt an der Bucht von Kotor an der Montenegrinischen Küste. Der 3.500 Einwohner zählende Ort ist Teil der Großgemeinde Kotor. Risan liegt im innersten Winkel der Bucht, unterhalb von beinahe 1.000 m hohen Kalksteinwänden des Orjen-Gebirges.

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