Gebäude Nassau Hafen Fotograf: Lizenz: CC-BY-2.0
Gebäude Nassau Hafen

Nassau

Nassau ist die Hauptstadt der Bahamas. Mit 210.832 Einwohnern ist Nassau die größte Stadt des Inselstaates. Sie liegt auf der Insel New Providence und bildet das Banken- und Handelszentrum des Landes.

Sehenswürdigkeiten

  • Zu den Sehenswürdigkeiten Nassaus mit seinem kolonialen Charme zählt das Parlaments-, Gerichts- und Regierungsgebäude (1801) ebenso wie das Piratenmuseum der Stadt, in dem man einiges über Berühmtheiten der Freibeuterzeit wie z. B. Blackbeard (Edward Teach), Charles Vane und Calico Jack (Jack Rackham) erfährt.
  • The Bahamas Historical Society Museum: Das Museum zeigt die Geschichte der Bahamas von Zeit vor der Entdeckung durch Christoph Kolumbus bis zur Gegenwart. So lassen sich hier auch zahlreiche Lucayan-Taíno-Arawak Artefakte bewundern.
  • Fort Fincastle: Die Festung wurde von Lord Dunmore um 1793 auf dem Hügel Bennet errichtet, von wo aus sie Nassau überragt. Benannt wurde sie nach dem zweiten Titel des Lords, Viscount Fincastle. Sie war mit zwei 24-Pfündern, zwei Carronades 32-Pfündern, zwei 12-Pfündern und einer Haubitze bewaffnet.
  • Fort Charlotte: Das Fort ist die größte und interessanteste der drei Festungen in Nassau. Sie wurde zwischen 1787 und 1789 durch Lord Dunmore errichtet. Diese Festung feuerte niemals einen Schuss im Kampf ab und besitzt einen wasserlosen Festungsgraben, eine Zugbrücke, Festungswälle und Kerker. Von der Festung aus hat man einen guten Blick auf den Hafen von Nassau.
  • Fort Montagu: Diese Festung wurde Ende Juli 1742 fertiggestellt. In der Festung befindet sich eine terrassenförmige Zisterne, die 30 Tonnen Wasser fasst und so gebaut ist, dass sie sämtlichen Regen aufnimmt, der innerhalb der Festung fällt und das überschüssige Wasser ableitet.
  • Pompey Museum: Das Gebäude wurde vor 1796 erbaut und nach einem Sklaven benannt, der in Steventon auf der Insel Exuma lebte. Bis in das späte 19. Jahrhundert fungierte das heutige zweistöckige Museum als Marktplatz. Unter den verkauften Waren befanden sich zu dieser Zeit auch Sklaven. Die Dauerausstellung ist den Erlebnissen der afrikanischen Sklaven auf den Bahamas gewidmet.
  • Queen’s Staircase: Die am meisten besuchte Sehenswürdigkeit in Nassau ist die 65-stufige, erst kürzlich renovierte Treppe der Königin. Sie entstand zwischen 1793 und 1794 durch Sklaven, die sie in soliden Kalkstein gehauen haben.
  • Strohmarkt: Nachdem in den 1940er Jahren die Schwammindustrie zusammengebrochen war, suchten viele Frauen nach einer neuen Einnahmequelle. Sie begannen, aus getrocknete Palmen- und Sisalblättern Körbe, Taschen und Puppen zu flechten. Bald machten viele auch Strohsouvenirs, die bei den Urlaubern gefragt waren. Nach dem Zweiten Weltkrieg machten immer mehr Amerikaner auf den Bahamas Urlaub und so stieg auch die Popularität von Strohsouvenirs. Der Strohverkauf ist eine der ältesten Industrien des Landes und besitzt noch heute Märkte in Nassau, Cable Beach, Paradise Island und anderen Inseln.
  • Kloster: In den 1920er Jahren wurde ein im 14. Jahrhundert in Frankreich errichtetes Mönchskloster durch den Zeitungsbaron William Randolph Hearst Stein für Stein in die USA importiert. In den 60ern wurde das Kloster dann von Huntington Hartford gekauft und auf der Spitze eines Hügels auf Paradise Island errichtet, von wo aus es den Hafen von Nassau überragt.

Veranstaltungen

Jedes Jahr findet am zweiten Weihnachtsfeiertag der Boxing Day, und am Neujahrstag das Junkanoo Kulturfest statt. Der Ursprung des Namens ist nicht bekannt, es gibt allerdings eine Reihe von Erklärungsversuchen dazu. Eine geht davon aus, dass dies eine Ableitung von “John Canoe” ist. John Canoe war ein afrikanischer Stammesführer, der als Sklave auf die Bahamas gebracht wurde und das Recht durchsetzte, auch weiterhin mit seinen Landsleuten auf traditionelle Weise feiern zu dürfen. So kann man heute auf dem gut organisierten Fest aufwendige Kostüme und traditionelle Trommelmusik bewundern.

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