Maya-Ruine Xunantunich Fotograf: Lizenz: CC-by-sa-2.0
Maya-Ruine Xunantunich

Belize

Belize ist ein Staat in Zentralamerika. Er grenzt im Norden an Mexiko und im Westen an Guatemala. Hauptstadt ist Belmopan.Im Osten von Belize liegt die Karibik. Nationalfeiertag ist der Unabhängigkeitstag, der 21. September. Seit 1981, dem Jahr der Unabhängigkeit, ist Belize Mitglied des Commonwealth of Nations. Es ist das einzige Land Zentralamerikas, das keinen Zugang zum Pazifik hat.

Dringend benötigte Devisen bringen jedes Jahr etwa 200.000 Touristen, vor allem aus den USA ins Land. Bei Tauchern und Surfern ist die Riffküste sehr beliebt, Kulturinteressierte besuchen die Maya-Ruinen bei Orange Walk. Bedeutsam ist auch der Kreuzfahrttourismus. Der weitere Ausbau des Tourismussektors wird durch das Fehlen großer Hotelkomplexe und eine unzureichende Infrastruktur behindert.

Die größten Städte in Belize sind: Belize City 61.461 Einwohner, San Ignacio 16.812 Einwohner, Orange Walk Town 15.298 Einwohner, Belmopan 13.381 Einwohner und Dangriga 10.750 Einwohner.

Geografie und Landschaft

Belize befindet sich im Südosten der Halbinsel Yucatán und ist bis auf die im Landesinnern gelegenen Maya Mountains mit bis zu 1.122 m hügelig bis eben. Das Land von der Größe Hessens ist nach El Salvador der zweitkleinste Staat des amerikanischen Kontinents. Belize besitzt trotz seiner kleinen Fläche sehr unterschiedliche Landschaften.

  • Norden: Die Nordhälfte von Belize ist flach. Das Land ist mit einer dünnen Schicht Boden bedeckt, auf dem Busch und dichter tropischer Hartholzwald wachsen.
  • Küste: Die Küstenregion ist sumpfig. Hier wachsen Mangroven und auf festerem Gelände Tussock-Gras, Zypressen und Ahorn.
  • Zentral-Belize: Zentral-Belize besteht aus Savannen mit sandigem Boden. Rund 48 Kilometer südwestlich von Belize City steigt das Land auf 460 bis 1.120 Meter an: Das Mountain Pine Ridge und die Maya Mountains liegen hier. Reichhaltige Niederschläge lassen zahlreiche Bäche entspringen, die in den Macal River fließen. Der Macal River und der Mopan River vereinen sich und bilden die Hauptzuflüsse des Belize River.
  • Süden: Im Süden von Belize fließen Flüsse auf ihren kurzen Wegen zur Karibik, gesäumt von überhängenden Kliffs und Höhlen. Die Flüsse haben mit ihrer Fracht aus Sand, Ton und Schlick über die Jahre den Küstengürtel so angereichert, dass hier erfolgreich Zitrusfrüchte und Bananen produziert werden. Bei einem jährlichen Niederschlag von rund 4.320 mm wächst im Süden von Belize ein Regenwald, in dem Farne, Palmen, Lianen und tropische Harthölzer beheimatet sind.

Klima und Wetter

Das Klima ist tropisch, mit vorherrschend von der Karibik her wehenden Winden. Die durchschnittliche Lufttemperatur beträgt 25,9 Grad Celsius. Die Luftfeuchtigkeit ist durch den Wind von See her gut zu ertragen. Der meiste Regen fällt zwischen Juni und Oktober, in dieser Zeit ist auch die Luftfeuchtigkeit am höchsten. Die Höchsttemperaturen übersteigen im Sommer selten 36 °C, im Winter fallen sie fast nie unter 16 °C, selbst nachts. Regelmäßig auftretende Naturkatastrophen sind Hurrikans und infolgedessen Überflutungen. Ein Wirbelsturm zerstörte 1970 die damalige Hauptstadt Belize City, daraufhin wurde Belmopan zur Hauptstadt.

Reiseziele und Sehenswürdigkeiten

Die Artenvielfalt in Belizes Flora ist überwältigend. Es gibt mehrere Tausend Pflanzenarten, darunter über 200 Orchideen und über 500 verschiedene Hölzer. Die Vegetation von Belize ist tropischer Regenwald, vereinzelte Kiefernsavannen und Sumpfland und hat fast durchgehend eine von Mangroven bewachsene Küste. Rund 50 % der Fläche Belizes stehen unter Naturschutz. Belizes Urwaldflächen stellen den größten zusammenhängenden Rest des tropischen Regenwaldes dar, der einst weite Teile Mittelamerikas bedeckte.

Natur

  • Barriereriff: Der Küste sind zahlreiche Korallenriffe, Sandbänke und Atolle vorgelagert. Das vor Belize liegende Riff ist nach dem Great Barrier Reef das zweitgrößte Korallenriff der Welt. Das Barriereriff zieht sich die gesamte Küste von Belize entlang und schützt eine Vielzahl von Kleinriffen, Sandbänken und über 1000 Inseln, die sogenannten Cayes. Seit 1996 gehört das Riff zum UNESCO Weltnaturerbe.
  • Blue Hole National Park: der Nationalpark liegt 25 km südöstlich von Belmopan. Er ist ein Naturreservat, das eine Anzahl seltener Fauna und Flora beherbergt.
  • Five Blues Lake National Park
  • Guanacaste Nationalpark
  • Laughing Bird Caye Nationalpark
  • Rio Bravo Naturschutzgebiet

Kultur

  • Maya-Ruinen bei Orange Walk. Dazu gehören die ältesten Maya-Ruinen des Landes, die Ruinen von Cuello, ebenso wie die Ruinen von Lamanai am Ufer des New River oder die Río Bravo Conservation Area im Westen des Distrikts Orange Walk.

Anreise und Verkehr

  • Flug: Der wichtigste internationale Flughafen ist der Philip S. W. Goldson International Airport in Ladyville außerhalb von Belize City. Im Land gibt es 43 Flughäfen, von denen 5 eine befestigte Landebahn besitzen.
  • Straße: Belize hat 2.872 km Straße, von denen 488 km befestigt, bzw. asphaltiert sind. Hauptstraßen verbinden die acht Städte des Landes. In der Regenzeit wird der Verkehr oft durch heftige Wolkenbrüche teilweise unterbrochen, besonders in der Nähe der Fährhäfen. Das Straßennetz ist nicht so gut wie das anderer mittelamerikanischer Länder, wird aber besonders im Norden ständig ausgebaut. Das Fahren über Land nach Einbruch der Dunkelheit sollte vermieden werden. An den Hauptstraßen, die Belize City mit Mexiko bzw. Guatemala verbinden und in größeren Städten, befinden sich Tankstellen. Es herrscht Rechtsverkehr.
  • Schiff: Die Zuckerfabriken betreiben einen Motorbootservice an der Küste, Fahrpläne gibt es nicht. Kleinere Motorboote verbinden die Cayes an der Küste mit Belize City.
  • Bus: Die kostengünstigste Art, in Belize zu reisen, ist Busfahren. Busse verkehren im Linienverkehr und sind im Vergleich zu anderen mittelamerikanischen Standards sauber, geräumig und effizient. 

 

Quelle: Wikipedia Lizenz: CC-by-sa-3.0

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