Honduras
Honduras ist ein Staat in Zentralamerika. Das Land grenzt an Guatemala, Nicaragua, El Salvador und mit seiner Nordküste an die Karibik. Die Südküste liegt am Nordpazifik. Hauptstadt ist Tegucigalpa.
Etwa 48 Prozent des Landes sind von Wald bedeckt (2000). Eichen- und Kiefernwälder bedecken die kühleren Hochländer, im Flachland herrschen Gräser vor. Mangroven und Palmen finden sich in den Küstengebieten.
Sicherheit
Honduras ist, zumindest was die Städte betrifft, eines der unsichersten Länder Lateinamerikas. Die Zeitungen sind tagtäglich voll von Meldungen über Morde, Überfälle, Vergewaltigungen, Einbrüche, Entführungen usw. Allerdings sind innerhalb der Städte vor allem die Armenviertel von der Gewalt betroffen. In den reicheren Vierteln gibt es viele staatliche und private Sicherheitsleute.
Geografie und Landschaft
Honduras liegt an der breitesten Stelle der mittelamerikanischen Landbrücke. Im Norden reicht das von Flüssen, Sümpfen und Lagunen durchsetzte Küstentiefland 70 km ins Landesinnere hinein. Im Süden liegt der Pazifik. Durch das vorwiegend gebirgige Land verläuft von Ost nach West ein Bergmassiv, das von mehreren Flüssen durchzogen wird. Die höchste Erhebung des Landes ist der Cerro de Celaque mit 2.870 m Höhe. Dem Golfo de Fonseca im Südwesten sind zahlreiche vulkanische Inseln vorgelagert. In den Tälern an der Karibikküste befinden sich zahlreiche Bananenplantagen. Der Großteil der Bevölkerung lebt im Westteil des Landes und in der Cortés Gegend nördlich des Yojoa Sees.
Klima und Wetter
Honduras hat tropisches Klima, das in den höheren Lagen im Landesinnern gemäßigt ist. Im immerfeuchten karibischen Tiefland liegt die durchschnittliche Jahrestemperatur bei rund 25 °C. Im wintertrockenen pazifischen Raum beträgt das Jahresmittel etwa 29 °C, in den gemäßigten höheren Lagen circa 20 °C. Die Niederschlagsmenge nimmt generell von Nord nach Süd ab. In den Gebirgstälern liegt das Jahresmittel bei 1.016 mm, entlang der Nordküste bei 2.540 mm. Die Trockenzeit dauert von November bis Mai. Die Regenzeit beginnt im Mai und endet im Oktober. An der karibischen Küste jedoch regnet es das ganze Jahr über.
Reiseziele und Sehenswürdigkeiten
- Ruinen der Maya von Copán, 1980, UNESCO Weltkulturerbe
- Biosphärenreservat Río Plátano: Das rund 5.000 Quadratkilometer große Biosphärenreservat Río Plátano ist der bedeutendste Nationalpark Honduras und gehört zu den letzten noch intakten Regenwaldgebieten Zentralamerikas.Seit 1982 gehört es zum UNESCO Weltnaturerbe.
- Islas de la Bahía : das nach dem australischen Barrier-Riff weltweit bedeutendste Korallenriff-Ökosystem um die dem honduranischen Festland vorgelagerten Karibikinseln.
Anreise und Verkehr
- Flug: Der gebirgige Charakter des Landes macht das Flugzeug zu einem wichtigen Transportmittel. Drei internationale Flughäfen und über 100 kleine Flugplätze sind in Betrieb. Die Inlandsfluggesellschaften Isleña Airlines, Aero Honduras, Atlantic Honduras und Sosa Airlines verbinden Tegucigalpa täglich mit den Provinzstädten des Landes. Die anderen größeren Flughäfen sind San Pedro Sula (SAP) und La Ceiba (LCE) und Roatan Island Airport (RTB). Isleña Airlines und Sosa Airlines bieten Flüge auf die Insel Utila vor der Karibikküste an. Es gibt über 30 Flugplätze für Geschäfts- und Charterverkehr. Auch abgelegene Regionen werden regelmäßig von Leichtflugzeugen angeflogen.
- Straße: Das Straßennetz ist rund 13.603 Kilometer lang, davon sind 20 Prozent befestigt. Die Panamericana (160 Kilometer in Honduras) verbindet das Land mit Nicaragua, Guatemala und El Salvador. Wetterfeste Straßen führen von Tegucigalpa nach San Pedro Sula, Puerto Cortés, La Ceiba und den wichtigsten Städten an der Karibikküste und am Golfo de Fonseca im Süden. Von Fahrten nach Einbruch der Dunkelheit wird abgeraten. Abseits der Überlandstraßen ist die Benutzung von geländegängigen Fahrzeugen ratsam.
- Busse: Fernbusse, die Hauptverkehrsmittel, verkehren regelmäßig zwischen den größeren Städten. Rechtzeitige Buchung wird empfohlen, Fahrpreise sind sehr günstig.
- Taxi: Taxis haben keine Taxameter, innerhalb der Städte gelten Einheitstarife. Sie sind nicht immer in sicherem Zustand. Auf längeren Strecken sollte man den Fahrpreis im Voraus vereinbaren. Es gibt auch Sammeltaxen, sogenannte Colectivos.
- Schiff: Von La Ceiba und Puerto Cortés gibt es mehrmals wöchentlich Verbindungen zu den Islas de la Bahía. Vereinbarungen müssen mit den Bootseigentümern getroffen werden.
Währung Honduras: Lempira
Der Lempira ist seit dem 3. April 1926 die Währung von Honduras.
Quelle: Wikipedia Lizenz: CC-by-sa-3.0
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