Tahiti
Tahiti, ältere Namen Otaheite, King George Island oder Sagittaria, ist eine Insel im Süd-Pazifik, die politisch zu Französisch-Polynesien gehört. Der wichtigste Wirtschaftsfaktor ist mittlerweile der Tourismus. Tahiti ist, neben Bora Bora, die touristisch am besten erschlossene Insel Polynesiens. Es finden sich Hotels aller Preisklassen, das Preisniveau ist allerdings außerordentlich hoch.
Tahiti hat eine Fläche von 1.042 km² und etwa 178.000 Einwohner (2007). Hauptstadt und größte Stadt der Insel ist Papeete. Tahiti zählt geografisch zu den Gesellschaftsinseln. Sie ist die größte und bevölkerungsreichste Insel des Archipels. Tahiti ist eine Doppelinsel aus Tahiti Nui (Groß-Tahiti) und dem kleineren und dünner besiedelten Tahiti Iti (Klein-Tahiti), die durch den Isthmus von Taravao verbunden sind.
Das zweite wirtschaftliche Standbein neben dem Tourismus ist der Handel mit Perlen. Vor der Insel selbst finden sich zwar keine Perlenfarmen, aber Tahiti hat sich in den letzten Jahren zum Zentrum des Handels mit schwarzen Perlen entwickelt. Das führt so weit, dass schwarze Perlen mittlerweile als „Tahitiperlen“ angeboten werden, obwohl sie tatsächlich von den Austral-, Gesellschafts- und Marquesas-Inseln sowie dem Tuamotu-Archipel stammen.
Mit zunehmender Beliebtheit der alternativen Kosmetik und Heilkunst gewinnen zwei weitere Erzeugnisse Tahitis an Bedeutung: Monoi-Öl, ein traditionelles Pflegemittel aus natürlichen Bestandteilen und der Saft der Noni-Früchte, dem gesundheitsfördernde Eigenschaften zugeschrieben werden.
Geografie und Landschaft
Die Landschaft ist von steilen Gipfeln geprägt, deren höchster, der Orohena auf Tahiti Nui, 2.241 m emporragt. Fließgewässer haben tiefe Täler eingegraben, die von schroffen Felsgraten begrenzt werden. Das Inselinnere ist dicht mit tropischer Vegetation bewachsen und wird von unbefestigten Wegen und Fußpfaden nur stellenweise erschlossen. Die Siedlungen befinden sich in dem schmalen Küstenstreifen, der Norden und Westen von Tahiti ist am dichtesten besiedelt. Das Inselinnere ist unbewohnt.
Klima und Wetter
Das Klima ist tropisch-feucht. Die Jahresdurchschnittstemperatur beträgt 26 °C, wobei sich die einzelnen Monate nur unwesentlich unterscheiden. Im Jahresmittel fallen 1.737 mm Regen (zum Vergleich: Köln 797 mm). Die regenreichsten Monate sind Dezember und Januar mit mehr als 300 mm Regen. Die Regenfälle sind aber, wie in den Tropen üblich, heftig und nur von kurzer Dauer. Eher trocken sind die Monate August und September mit durchschnittlich weniger als 50 mm Regen.
Strand
Entgegen der verbreiteten Meinung ist Tahiti keineswegs von weißen Stränden umgeben. Die Insel hat nur verhältnismäßig wenige natürliche Strände, die überwiegend aus schwarzem, basaltischen Sand bestehen und hauptsächlich entlang der Westküste verteilt sind. Die gepflegten, weißen Hotelstrände sind in der Regel künstlich angelegt.
Sehenswürdigkeiten
- Papeete: Die Stadt Papeete bietet keine besonderen Sehenswürdigkeiten. Interessant ist jedoch die Markthalle, in deren Erdgeschoss die Einheimischen ihren täglichen Bedarf an Nahrungsmitteln einkaufen.
- Matavai-Bucht: Die etwa 10 km von Papeete entfernte Matavai-Bucht, die bevorzugte Anlegestelle der frühen europäischen Besucher, wird von einem 1867 errichteten Leuchtturm überragt. In der Nähe befinden sich Gedenksteine für James Cook und die Missionare der London Missionary Society sowie ein öffentlicher Strand.
- Botanischer Garten von Papeari und Gauguin Museum: Der Botanische Garten mit einem reichhaltigen Bestand tropischer Blütenpflanzen und alter Bäume wurde in den 1930-er Jahren von dem amerikanischen Botaniker Harrison Smith angelegt. Inmitten der Anlage befindet sich das Gauguin Museum, das anhand von historischen Fotos und Schautafeln das Leben Gauguins in der Südsee zeigt. Das Museum enthält allerdings nur Reproduktionen seiner Gemälde.
- Fa´arumai-Wasserfall: Der Wasserfall ist von dichter tropischer Vegetation umgeben. Von hier aus sind zwei weitere Wasserfälle auf einem Fußpfad erreichbar.
- Marae Mahaiatea: Der Marae Mahaiatea war mit ca. 90 x 30 Metern einst die größte Kultplattform Tahitis. Er war in der Art einer Stufenpyramide in elf Terrassen angelegt und etwa 15 Meter hoch. Heute sind von der Anlage nur noch Reste zu sehen.
- Marae im Arahurahu-Tal: Dieser Marae wurde vorbildlich restauriert. Die großen Steinstatuen sind noch vorhanden. In jedem Jahr findet hier das Heiva-Festival statt, bei dem traditionelle sportliche Wettbewerbe, Tänze und Musik aufgeführt werden.
- Musée de Tahiti et des Îles: Das 1974 eröffnete Museum bei dem Örtchen Punaauia ist ein naturkundliches, ethnologisches und historisches Museum.
Anreise und Verkehr
- Flug: Im Norden von Tahiti-Nui, unweit der Stadt Papeete, liegt der Aéroport international Tahiti Faa’a.
- Schiff: Das große Hafenbecken kann auch größere Fracht- und Passagierschiffe aufnehmen. Die Anlegestellen für Kreuzfahrtschiffe befinden sich unmittelbar am Boulevard Pomaré in der Nähe des Stadtzentrums von Papeete.
Quelle: Wikipedia Lizenz: CC-by-sa-3.0
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