Ostafrika
Unter Ostafrika werden die Länder Afrikas etwa östlich des Nils bzw. östlich des Ostafrikanischen Grabenbruchs zusammengefasst.
Reiseveranstalter beziehen sich bei Ostafrika oft nur auf die Safari-Gebiete Kenia, Uganda und Tansania. Auf Grund über 200 verschiedener Völkerschaften mit 4 Sprachfamilien und großen kulturellen und sozialen Unterschieden birgt Ostafrika ein hohes Konfliktpotential, was sich in vielen vergangenen und aktuellen Kriegen und Bürgerkriegen zeigt. Die Grenzen vieler Staaten wurden durch die Kolonialmächte willkürlich ohne Beachtung von Kultur- oder Völkergrenzen festgelegt, was die Entwicklung der Region erheblich gefährdet.
Die Staaten Tansania (Festlandsgebiet ohne Sansibar), Ruanda und Burundi bildeten die ehemalige Kolonie Deutsch-Ostafrika, Kenia wurde als Britisch-Ostafrika, Mosambik als Portugiesisch-Ostafrika bezeichnet. Äthiopien, Eritrea, Somaliland und Somalia wurden 1936-1941 zu Italienisch-Ostafrika zusammengefasst.
Tourismus
Tourismus hat in Ostafrika eine sehr lange Tradition. Die ersten Touristen kamen am Anfang des 20. Jahrhunderts und waren Reiche aus Europa und Amerika, die auf Großwildjagd gingen. Die Großwildjagd blieb bis in die 1960er Jahre exklusiv, wobei es hier aber schon zu einem gut ausgebautes Hotel- und Lodgennetz kam.
Der Massentourismus begann in den späten 1960er Jahren. Die Zahlen ausländischer Besucher stiegen von 1963 bis 1971 in Kenia von 110.000 auf 400.000. In den 1970er Jahren wurde die Großwildjagd verboten und von der „Jagd mit der Kamera“ abgelöst. ´
1988 verfügte Kenia über fast 30.000 Hotelbetten, damit waren 80.000 Arbeitsplätze direkt mit dem Tourismus verbunden. 1986 resultierten daraus Einnahmen von fast 350 Millionen US-Dollar, welche die zweitgrößte Devisenquelle nach Kaffee darstellten.
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