Färöer - Blick vom Kliff Beinisvørð entlang der Westküste Suðuroys nach Norden Fotograf:
Arne List
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Färöer
Die Färöer-Inseln sind eine im Mittelalter entdeckte und besiedelte Inselgruppe im Nordatlantik zwischen Schottland, Norwegen und Island. Mit Ausnahme von Lítla Dímun sind alle 18 Inseln permanent bewohnt. Hauptort ist Tórshavn.
In der Ausgabe November/Dezember 2007 des National Geographic Traveler wurde eine Liste der besten Reiseziele der Welt in der Kategorie “Inseln” veröffentlicht. Die Färöer rangieren auf Platz 1, gefolgt von den Azoren und den Lofoten.
Die Zahl der Übernachtungen in den Hotels und Gästehäusern setzte sich 2003 wie folgt zusammen: 24.405 Gäste kamen aus dem Inland (27,1 %), aus Dänemark 31.571, gefolgt von Norwegen (11.104), Island (5.253), Großbritannien und Irland (4.820) und Deutschland (4.149).
Wichtigster Erwerbszweig der knapp 50.000 Färinger ist seit Ende des 19. Jahrhunderts die Fischerei. Vorher war es die Landwirtschaft mit dem Export von färöischen Wollprodukten.
Geografie und Landschaft
Der Archipel hat 18 Insel und 750 Schären. Die zerklüftete und oft senkrecht aus dem Meer ragende Küste erstreckt sich über 1.289 km. Die durchschnittliche Höhe beträgt 300 Meter über dem Meer. Bei klarer Sicht kann man die Inseln vom höchsten Berg Slættaratindur (882 m) komplett überblicken. Insgesamt gibt es auf den Färöern 10 Berge über 800 m.
Mit Kap Enniberg besitzen die Färöer das höchste Kliff der Welt (754 m), das senkrecht aus dem Meer ragt. Kein Punkt auf den Färöern ist mehr als 5 km vom Meer entfernt. Fast alle Orte der Färöer liegen an geschützten natürlichen Häfen, in Fjorden und Buchten. In Tälern und auf Hochebenen ist es oft sumpfig. Das Land durchziehen viele Bäche, die häufig als Wasserfall zu Tal oder direkt ins Meer stürzen.
Die Färöer werden in 6 Regionen gegliedert.
- Norðoya sýsla
- Eysturoyar sýsla
- Streymoyar sýsla
- Vága sýsla
- Sandoyar sýsla
- Suðuroyar sýsla
Klima und Wetter
Das Wetter auf den Färöern ist feucht und wechselhaft. Am selben Tag können strahlender Sonnenschein und dichtester Nebel aufeinander folgen, und das Wetter kann an verschiedenen Orten auf dem Archipel völlig unterschiedlich sein. Durch die Lage am Golfstrom herrschen auf den Färöern milde Temperaturen. Die Durchschnittstemperatur im Sommer beträgt 11° C, im Winter 3° C. Die Häfen sind ganzjährig eisfrei, und gelegentlicher Schnee im Winter bleibt in den bewohnten niederen Lagen nicht lange liegen. Die Luft ist klar, und es herrscht ein frischer Wind meist aus Südwest. Auf Sturm und Regen muss man eingestellt sein, doch komplett verregnete Tage sind selten.
Anreise und Verkehr
- Schiff: Die Norröna ist eine Autofähre der färöischen Reederei Smyril Line. Die Norröna verkehrt 2009 in der Winter- und Nebensaison wöchentlich auf der Linie Esbjerg (Dänemark)-Tórshavn (Färöer), und in der Sommersaison zwischen Hanstholm (Dänemark), Tórshavn und Seyðisfjörður (Island). Sie ist die einzige Autofähre vom europäischen Festland nach den Färöern und Island.
- Flug: Flughafen Vágar (IATA-Code: FAE) ist der einzige Flughafen der Färöer. Er befindet sich auf der westlichen Insel Vágar und ist Heimat der färöischen Fluggesellschaft Atlantic Airways. Nächster Ort mit Einkaufs- und Übernachtungsmöglichkeiten ist Sørvágur (1,5 km westlich). Tórshavn und Vágar sind seit 2002 durch den Vágartunnel verbunden, der die Fahrtzeit mit dem Auto auf eine Stunde verkürzt.
- Flug, Hubschrauber: Atlantic Airways bietet einen Hubschrauber-Liniendienst von Tórshavn zu den entlegensten Orten des Archipels an.
Die Färöische Krone (färöisch: króna) ist die Währung der Färöer. Eine Krone ist in 100 oyrur unterteilt. Es handelt sich um keine unabhängige Währung, sondern um dänische Banknoten, die mit Motiven aus der Tier-und Pflanzenwelt der Färöer-Inseln bedruckt werden. Sie ist 1:1 an die Dänische Krone gekoppelt.
| Färöer | Währung |
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Die Nordinseln bezeichnen eine Gruppe aus sechs Inseln: Borðoy, Fugloy, Kalsoy, Kunoy, Svínoy und Viðoy. Zentrum der Nordinseln ist die Stadt Klaksvík.
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Eysturoy (Ostinsel) ist die zweitgrößte Insel der Färöer. Sie liegt, durch einen Sund getrennt, östlich der Hauptinsel Streymoy.
Mit Streymoy zusammen bildet sie das Zentrum der Färöer. Das Ballungsgebiet um Runavík ist dort die größte urbane Siedlung, gefolgt von Fuglafjørður. Für ihre landschaftlichen Reize bekannt sind die beiden nördlichen Orte Eiði und Gjógv. Der höchste Berg der Insel und auch der Färöer ist der Slættaratindur mit einer Höhe von 882 m. Die Insel hat insgesamt 66 Gipfel.
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Streymoy (Strömungsinsel oder Strominsel) ist die Hauptinsel der Färöer und zugleich die bevölkerungsreichste. Im Süden an der Ostküste liegt die Hauptstadt Tórshavn.
Zur Region der Hauptinsel zählen die vorgelagerten Inseln Nólsoy im Osten, und Hestur und Koltur im Westen.
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Suðuroy (‚Südinsel‘, dänisch: Suderø) ist die südlichste und viertgrößte Insel der Färöer.
Aufgrund seiner Größe und markanten Landschaft ist Suðuroy auch ein beliebtes Urlaubsziel der Färinger selbst. Die spektakuläre Westküste auf dem Landweg dorthin ist besonders leicht zugänglich.
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Sandoyar sýsla: Südlich von Streymoy liegt die Insel Sandoy, die ihren Namen von den relativ seltenen Sandstränden auf den Färöern hat. Zu dieser Region zählen die kleinen Eilande Skúvoy und Groß-Dimun.
Sandoy (dänisch Sandø, deutsche Bedeutung Sandinsel) ist die fünftgrößte Insel der Färöer. Die Insel hat 19 Gipfel, deren höchster der Tindur mit 479 m ist.
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Vágar auch Vágoy (dänisch Vågø, deutsche Bedeutung: „Buchten-insel“) ist die drittgrößte Insel der Färöer im Nordatlantik. Vágar liegt westlich der Hauptinsel Streymoy. Hier befindet sich der internationale und einzige Flughafen der kleinen Inselnation. Die beiden größten Binnenseen der Färöer finden sich auch auf Vágar
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Eiði (dänisch: Ejde) ist ein Ort mit 650 Einwohnern (2007) im äußersten Nordwesten Eysturoys mit malerischer Lage in einer dramatischen Landschaft.
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Skúvoy (wörtlich: Skuainsel - nach der Möwenart Skua - Stercorarius skua) ist eine der 18 Inseln der Färöer und gehört zur Region der Insel Sandoy.
Die Kommune Skúvoy umfasst neben dem Ort Skúvoy auch den einsamen Ort Dímun auf Groß-Dimun mit seinen 5 Einwohnern (2002). Auf der Insel gibt es eine Schule, einen Laden und ein Postamt, jedoch keine Gaststätte.
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Mykines (dänischer Name Myggenæs) ist die westlichste Insel der Färöer und bekannt als Vogelparadies.
Die Insel liegt westlich vor der Insel Vágar. Auf Mykines gibt es nur einen Ort, das gleichnamige Dorf (zur Unterscheidung auch Mykines-Dorf, färöisch Mykines bygd genannt).
Noch bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts hinein war Mykines eine der größten Kommunen der Färöer. Durch die isolierte Lage wurde die Insel aber immer mehr aufgegeben, sodass ganzjährig nur noch ein knappes Dutzend Einwohner dort leben.
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Das Sørvágsvatn bzw. Leitisvatn ist mit 3,56 km² der größte Binnensee der Färöer und liegt im Süden der Insel Vágar. Die Straße 40 führt an einer Teilstrecke direkt am nördlichen Ostufer entlang.
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Bøur (dänisch: Bø) ist ein Ort der Färöer im Westen Vágars mit 71 Einwohnern (2007)
Bøur liegt an der Nordseite des Sørvágsfjørður und gilt als eines der schönsten Dörfer des Landes, schon alleine wegen seiner Aussicht auf den bizarren Tindhólmur, Gáshólmur und die beiden „drangar“ (herausragende Felsen in der See) einem der elf Holme der Färöer. Der Blick wurde in zahlreichen Kunstwerken verewigt.
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Tórshavn ist die Hauptstadt der Färöer und liegt an der Ostküste Streymoys. Als das politische, wirtschaftliche und geistige Zentrum des Landes bietet die Stadt weit mehr Infrastruktur, als man in einer vergleichbar großen mitteleuropäischen Kleinstadt erwarten würde.
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Fuglafjørður (wörtlich: Vogelfjord) ist eine Kleinstadt am gleichnamigen Fjord an der Ostküste von Eysturoy. Mit seiner 1.500 Einwohner hat Fuglafjørður diverse Geschäfte und Dienstleistungsangebote. Die Touristinformation von Fuglafjørður ist in der Stadtbücherei untergebracht.
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Der kleine Ort Tjørnuvík liegt an der Ostküste Streymoys. Bekannt ist Tjørnuvík für seinen kleinen Sandstrand und dem oft fotografierten Blick auf die beiden Naturdenkmäler Risin und Kellingin. Eine bessere Perspektive haben Fotografen nur noch von einem Boot aus.
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Leynar (dänischer Name: Lejnum) ist ein Ort der Färöer im Westen Streymoys mit 113 Einwohnern (2007). Leynar besitzt einen kleinen Sandstrand, den Leynarsandur, der im Sommer bei schönem Wetter ein beliebter Badestrand der Einheimischen ist. Durch den Ort fließt der Wildbach Leynará, und in der Nähe befindet sich der idyllische See Leynavatn, der unter Anglern sehr beliebt ist. Bei Leynar befindet sich das östliche Ende des Vágartunnels.
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Kvívík (dänischer Name: Kvivig) ist ein Ort der Färöer an der Westküste der Hauptinsel Streymoy.
Ausgrabungen von zwei Langhäusern, eines war ein Wohnhaus das andere ein Stall, ab 1941 konnten belegen, dass der Ort seit der Wikingerzeit auf den Färöern bewohnt ist. Kvívík zählt damit zu den ältesten Orten des Archipels. Weitere Ausgrabungen folgten, wo eine ganze Reihe von Gegenständen gefunden wurden, die heute im Nationalmuseum in Tórshavn ausgestellt werden.
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Við Gjógv (dänisch: Gjov) ist ein Ort an der Nordostküste Eysturoy mit 46 Einwohnern (2007) und eines der beliebtesten Fotomotive durch seinen kleinen natürlichen Hafen in einer Felsspalte.
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Funningur (dänisch: Funding) ist wahrscheinlich der älteste Ort der Färöer und liegt an der Nordwestküste Eysturoys. Der Ort hat 75 Einwohner (2007).
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Norðragøta (dänischer Name: Nordregøte) ist ein Ort mit 567 Einwohnern (2007) an der Ostküste der Insel Eysturoy.
Die Kommune befindet sich am Ende des Fjords Gøtuvík.
Sehenswürdigkeiten
In einem färöischen Dorf haben alte Häuser gewöhnlich ihren eigenen Namen. Die Häuser in dem unter Denkmalschutz stehenden Ortsteil Gøtas tragen die Namen Blásastova, Húsini hjá Glyvra Hanusi, Jákupsstova und Húsini hjá Peri. Die Gruppe der alten Häuser umfasst außerdem den alten Heuspeicher, sowie die alte Dorfkirche.
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Der Slættaratindur (wörtlich „flacher Gipfel“) ist mit 882 Metern der höchste Berg der Färöer.
Er liegt im Norden der Insel Eysturoy. Zwischen Eiði, Gjógv und Funningur führt eine steile Passstraße über den 392 m hohen Eiðiskarð, der direkt unterhalb des Slættaratindurs liegt.