Basotho-Rondavel (Rundhütte) Fotograf: Lizenz: CC-by-sa-2.0
Basotho-Rondavel (Rundhütte)

Lesotho

Das Königreich Lesotho, früher Basutoland, ist eine parlamentarische Monarchie im südlichen Afrika.

Lesotho ist eine Enklave in Südafrika, wird also vollständig von seinem einzigen Nachbarland umschlossen. Lesotho gehörte aber zu keiner Zeit politisch zu Südafrika. Aufgrund seiner besonderen Höhenlage wird das Land auch „Das Königreich im Himmel“ genannt. Hauptstadt ist Maseru.

Tourismus

Lesotho ist seit den 1980er Jahren bemüht, das Land verstärkt für den Tourismus zu erschließen. Der Schwerpunkt liegt hier auf den Maloti-Bergen mit vielfältigen Wander- und Reitmöglichkeiten. Seit kurzem gibt es im Mahlasela-Tal im Butha-Buthe-Distrikt wieder einen Skilift und eine Abfahrtspiste. Dies soll zum größten Skiresort Afrikas ausgebaut werden.

Sehenswürdigkeiten

Die wichtigsten Touristenziele des Landes sind:

  • Drakensberge und der Sani-Pass im Nordosten des Landes
  • Sehlabathebe-Nationalpark im Südosten des Landes
  • der Ort Malealea mit umliegender Landschaft im Distrikt Mafeteng
  • Thaba Bosiu: die alte Festung der Basotho östlich von Maseru

Geografie

Das Königreich Lesotho gehört zu den kleineren Ländern Afrikas und hat mit 30.355 km² etwa die Größe Belgiens. Der westliche Teil Lesothos liegt auf einem Hochplateau, dem sogenannten Highveld (in Lesotho wegen seiner relativen Lage innerhalb des Landes „Lowlands“ genannt), welches das Hauptsiedlungsgebiet des Landes ist und größtenteils aus Sandstein besteht. Die Höhe der „Lowlands“ beträgt 1.400 bis 1.700 m, die Landschaft ist von Flusstälern und Tafelbergen durchzogen.

Die östlichen Hochflächen und Berge („Highlands“) liegen teilweise über 2.000 m hoch und sind aus Basalt, der durch vulkanische Eruptionen vor etwa 170 bis 150 Millionen Jahren entstand. Die „Highlands“ sind durch tiefe Flusstäler und zahlreiche Bergketten gekennzeichnet. Sichelförmig wird das Land von den Drakensbergen (in Lesotho Maloti-Berge genannt) durchzogen. Der höchste Berg ist der Thabana Ntlenyana mit 3482 m. Der tiefste Punkt des Landes liegt am Zusammenfluss des Oranjes (in Lesotho Senqu genannt) und des Makhaleng-Flusses auf etwa 1.400 m.

In Lesotho entspringen die beiden südafrikanischen Flüsse Oranje und Caledon, die entlang der Flussläufe tiefe Canyons gebildet haben. An den Abbruchkanten des Basaltgesteins, findet man zahlreiche Wasserfälle, von denen der Maletsunyane-Wasserfall bei Semonkong mit etwa 192 m der höchste ununterbrochene Wasserfall im südlichen Afrika ist.

Klima

Das Klima ist durch die hohe Lage des Landes gemäßigt warm. Im Winter, zwischen Juni und August, wird es oft sehr kalt, und in den Höhenlagen im Osten kann Schnee fallen. Tagsüber ist es aber auch im Winter sonnig, während des gesamten Jahres hat Lesotho im Schnitt etwa 300 Sonnentage. In den Sommermonaten zwischen November und März ist es in Lesotho heiß. An etwa 100 Tagen im Jahr, überwiegend im Sommer, gibt es Gewitter. Durch die Höhenlage können die Temperaturen während des Tages sehr stark schwanken (zwischen -15°C nachts im Winter und bis über 30°C während des Tages im Sommer). In der Hauptstadt Maseru beträgt die durchschnittliche Jahrestemperatur 15° C. In den Hochgebirgslagen der Drakensberge ist ganzjährig Schneefall möglich. Etwa 85 % der jährlichen Niederschläge – im Landesdurchschnitt etwa 600 bis 800 mm – fallen während des Sommers, weshalb die Landschaft in den trockenen Wintermonaten ausgedörrt ist.

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