Namibia
Namibia ist ein Staat im südlichen Afrika. Hauptstadt ist Windhoek.
Der Name des Staates leitet sich von der Wüste Namib ab, die den gesamten Küstenraum des Landes einnimmt. Er wurde bei der Unabhängigkeit als neutrale Bezeichnung gewählt, um keines der vielen namibischen Völker zu verärgern. Nationalfeiertag ist der 21. März, Tag der Unabhängigkeit (1990).
Geografie und Landschaft
Namibia wird im Osten Richtung Botswana von der Kalahari, im Süden nach Südafrika hin vom Oranje, im Westen vom Südatlantik und im Norden nach Angola hin vom Kunene und dem Okawango begrenzt. Im Nordosten erstreckt sich zudem ein etwa 450 km langer und bis zu 50 km breiter Landfinger zwischen den nördlich angrenzenden Ländern Angola und Sambia und dem südlich angrenzenden Botswana – der Caprivi-Zipfel.
Neben den Grenzflüssen gibt es noch zahlreiche weitere Flüsse, von denen aber außer Kwando und Kavango im Caprivi kein einziger mit Sicherheit ganzjährig Wasser führt.
Namibia ist mehr als doppelt so groß wie Deutschland. Namibia wird durch zwei Wüsten geprägt: im Westen durch die von der Kapprovinz bis nach Angola hineinreichende Namib und im Osten durch die Kalahari. Zwischen beiden Wüsten liegt das durchschnittlich 1.700 Meter hohe Binnenhochland. Der höchste Berg jedoch, der rund 2.600 Meter hohe Königstein im Brandbergmassiv, liegt nahe der Küste, etwa 200 km nördlich der Küstenstadt Swakopmund. Im Osten geht das Binnenhochland allmählich in das rund 1.200 Meter hoch gelegene, von Trockenvegetation bedeckte Kalahari-Hochland über.
Klima und Wetter
Das durchschnittliche Klima Namibias ist heiß und trocken. Dabei gibt es große Unterschiede zwischen den Landesteilen:
In der Namib sind Niederschläge äußerst selten. Es weht das ganze Jahr über ein warmer, kräftiger Wind. Sogar im Winter erreichen die Temperaturen oft 25 °C und mehr. In den heißesten Sommermonaten Dezember und Januar liegen die Temperaturen meist deutlich über 30 °C, während sie in den kältesten Monaten Juli bis August Nachts bis zum Gefrierpunkt sinken können, tagsüber dann aber wieder auf um die 25 °C steigen. Morgens und abends ist also besonders im Winter mit Temperatursprüngen von mehr als 20 °C innerhalb weniger Stunden zu rechnen. Im Binnenhochland kann es wegen der großen Höhe nachts sogar Frost und selten auch Schneefälle geben. Tagsüber ist es dort nicht ganz so heiß, wie in der Wüste. In der Kalahari verhält es sich ähnlich wie in der Namib. Die Niederschläge sind etwas häufiger aber immer noch selten.
Der Caprivi-Streifen erhält häufige Niederschläge, die ein ausgedehntes Flusssystem und einen dichten, tropischen Urwald entstehen lassen. Die Luftfeuchtigkeit ist hier, im Gegensatz zu den anderen Landesteilen, sehr hoch.
Die Atlantikküste wird durch den kalten Benguelastrom bestimmt. Dieser kühlt den Südwestwind stark ab, was infolge von Kondensation die Bildung von Regenwolken verhindert und regelmäßig einen dichten, anhaltenden Nebel in Bodennähe erzeugt. Die Temperaturen im Sommer sind angenehm kühl und in den Wintermonaten mitunter auch tagsüber empfindlich kalt. Die Wassertemperatur erreicht selten mehr als 15 °C.
Der größte Teil Namibias liegt im tropischen Sommerregengebiet, das heißt mit zwar unregelmäßigen, aber gelegentlich sehr heftigen Regenfällen zwischen November und April. Der äußerste Süden dagegen liegt im Winterregengebiet, so dass Regenfälle, wenn überhaupt, vor allem in den Monaten Juni und Juli auftreten. Bei aller Unregelmäßigkeit der Regenfälle nehmen diese ausgehend vom Süden mit unter 50 mm pro Jahr in Richtung Nordosten mit bis zu 600 mm pro Jahr deutlich zu, was allerdings regionale Trockenperioden von mehreren Jahren nicht ausschließt.
Tourismus
Namibia wurde wegen seiner vielfältigen Landschaft und wegen seines Tierreichtums bereits in den 1950er Jahren zu einem interessanten Reisegebiet, zunächst jedoch vor allem für die benachbarten südafrikanischen Touristen. Namibia hat ausgebaute internationale Flugverbindungen, ein bedarfsgerechtes Straßennetz und ist seit dem Ende der Apartheidspolitik wieder ein interessantes Reiseland. Aktuell stellt Europa nach Südafrika das größte, noch weiter wachsende Besucherkontingent des Landes.
Reiseziele und Sehenswürdigkeiten
Naturdenkmäler
Bogenfels - Cape Cross – Epupafälle – Feenkreis – Felsgravuren (Petroglyphen) von Twyfelfontein, 2007, UNESCO Weltkulturerbe
– Fingerklippe – Fish-River-Canyon – Giants Playground – Hoba (Meteorit) – Köcherbaumwald – Oranje River – Orgelpfeifen – Ruacanafälle – Sesriem-Canyon – Spitzkoppe – Versteinerter Wald – Welwitschia
Landschaften
Brandbergmassiv – Buschmannland – Damaraland – Diamantensperrgebiet – Erongo – Etosha-Nationalpark – Fish River Canyon – Hardap-Damm – Kalahari – Kaokoveld – Khomashochland – Lüderitzbucht – Mondlandschaft – Namib – Namib-Naukluft-Nationalpark – Naukluftberge – Omaheke – Skelettküste – Sossusvlei – Waterberg
Städte und Orte
Aus – Elisabethbucht – Grootfontein – Karibib – Lüderitz – Ondangwa – Okahandja – Oranjemund – Oshakati – Otjiwarongo – Rehoboth – Swakopmund – Solitaire – Tsumeb – Walvis Bay – Windhoek
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