Malta
Die Republik Malta ist ein südeuropäischer Inselstaat im Mittelmeer. Der maltesische Archipel verteilt sich auf die drei bewohnten Inseln Malta (246 km²), Gozo (67 km²) und Comino (3 km²). Über 1 Million Touristen jährlich besuchen vor allem die Strände, die historischen Städte und die Felsenlandschaft oder belegen einen Sprachkurs in Englisch.
Malta wurde am 21. September 1964 vom Vereinigten Königreich unabhängig. Am 1. Mai 2004 wurde Malta Mitglied der Europäischen Union und ist seitdem ihr kleinster Staat. Zum 1. Januar 2008 wurde in Malta der Euro eingeführt. Hauptstadt ist Valletta.
Die zwei traditionellen Wirtschaftszweige sind Landwirtschaft und Fischerei. Dabei wird die Landwirtschaft hauptsächlich auf Gozo betrieben. Der größte Arbeitgeber des Landes sind die Malta Drydocks, die zweitgrößte Werft Europas. Der Tourismus spielt eine große Rolle (40% des Bruttosozialprodukts). Die meisten Urlauber kommen aus Großbritannien, Deutschland und Italien. Von 1965 bis heute hat sich die Zahl der Touristen etwa verzehnfacht.
Geografie und Landschaft
Die maltesischen Inseln liegen im Mittelmeer etwa 95 km südlich von Sizilien, 290 km östlich von Tunesien und 360 km nördlich von Libyen am östlichen Ende der Straße von Sizilien. Die Inseln sind Reste einer alten Landverbindung zwischen Afrika und Europa, die durch den etwa 11.000 v. Chr. begonnenen Meeresanstieg unterbrochen wurde. Die höchste Erhebung ist Ta’ Dmejrek in den Dingli Cliffs mit 253 m über NN. Es gibt weiterhin die unbewohnten Inseln: Cominotto (Kemmunett), Filfla (Filfola), St. Paul’s Islands und Fungus Rock.
Malta verfügt nur über spärliche Süßwasservorkommen. Mittlerweile wird die Trinkwasserversorgung aus vier Umkehrosmoseanlagen (Meerwasserentsalzungsanlagen) und einer Brauchwasseraufbereitungsanlage sichergestellt. Die Bewässerung der öffentlichen Anlagen und der Landwirtschaft erfolgt durch aufgefangenes Regenwasser und Grundwasserbrunnen. Zudem gibt es große Tanker, die mit Süßwasser nach Malta fahren und die Bevölkerung beliefern.
Klima und Wetter
Auf Malta herrscht Mittelmeerklima mit warmen, trockenen Sommern und feuchten, milden Wintern. Wie für Insellagen typisch, sind die täglichen Temperaturunterschiede meistens sehr gering (5–10 °C). Es fallen circa 500 mm Niederschlag pro Jahr, wobei 80 % auf die Zeit von Oktober bis März fällt. Die Wassertemperaturen liegen zwischen 14 °C im Winter und 25 °C im Sommer.
Reiseziele und Sehenswürdigkeiten
- Stadt Valletta: seit 1980 UNESCO Weltkulturerbe.
- Megalithische Tempel von Malta: Tempel von Ggantija, Hagar Qim, Mnajdra, Ta’ Hagrat, Skorba Tempel und den Tempel von Tarxien, UNESCO Weltkulturerbe.
- Hypogäum von Hal-Saflieni: Unterirdischer Kultraum, seit 1980 UNESCO Weltkulturerbe.
- Rabat: Katakomben, Europäisches Kulturerbe-Siegel.
Essen und Trinken
- Kinnie ist der Name einer auf Malta hergestellten Limonade, die unter anderem aus Blutorangen und Kräutern, insbesondere Wermutkraut hergestellt wird. Das bernsteinfarbene, alkoholfreie und kohlensäurehaltige Getränk hat einen bitter-süßen Geschmack.
- Cisk Lager: Ein weiteres bekanntes maltesisches Getränk ist das Lagerbier „Cisk Lager“.
Strände
Die Blaue Flagge ist ein Öko-Label, das jedes Jahr an Strände und Marinas vergeben wird, an denen in der vorangegangenen Saison ein konstant hoher Standard der Badewasserqualität eingehalten wurde.
- St Paul’s Bay: Bugibba Perched Beach.
- St.Julian’s: St George’s Beach.
Anreise und Verkehr
- Flug: Der Malta International Airport (IATA-Code: MLA, ICAO-Code: LMML) ist der einzige internationale Flughafen Maltas. Er liegt 8 km ausserhalb der Hauptstadt Valletta in der Nähe des Ortes Luqa.
- Auto: Auf maltesischen Straßen herrscht Linksverkehr. In den letzten Jahren wurde viel in den Ausbau des Straßennetzes investiert. Trotzdem befinden sich viele Nebenstraßen immer noch in relativ schlechtem Zustand.
Quelle: Wikipedia Lizenz: CC-by-sa-3.0











