Teide (Teneriffa) und die Caldera, Blick vom Guajara Fotograf:
Jens Steckert
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Kanaren
Die Kanarischen Inseln sind eine geographisch zu Afrika, politisch aber zu Spanien gehörende Inselgruppe im Atlantik, etwa 100 bis 500 km westlich von Marokko. Die Kanaren bestehen aus den 7 Hauptinseln Lanzarote, Fuerteventura, Gran Canaria, Teneriffa, La Gomera, La Palma, El Hierro und weiteren Nebeninseln.
Die Kanaren werden jährlich von knapp 10 Millionen Touristen besucht. Die wichtigsten touristischen Zentren befinden sich auf Teneriffa, Gran Canaria, Fuerteventura und Lanzarote. Die meisten Touristen kommen aus Großbritannien, gefolgt von Deutschen, Holländern und Iren.
Anreise und Verkehr
Flug: Der Archipel ist etwa vier Flugstunden von Zentraleuropa entfernt. Jede Insel besitzt einen eigenen Flughafen, wobei die Flughäfen Teneriffa Süd und Gran Canaria zu den verkehrsreichsten Spaniens zählen.
Klima und Wetter
Das mediterran-subtropische Klima der Kanaren ist das ganze Jahr über angenehm, was dem Archipel den Beinamen Inseln des ewigen Frühlings eingebracht hat. Der kühle Kanarenstrom, ein Teil des Golfstroms, gleicht die Temperaturen aus, und die Passatwinde halten die heißen Luftmassen aus der nahen Sahara fern. Ein besonderes Wetterphänomen ist Calima, ein heißer Ostwind aus der Sahara. Während einer Calima Wetterlage steigt die Temperatur sprunghaft um 10 °C und die Luft wird extrem trocken. Der Wind bringt neben feinem Sand, der den Himmel verdunkelt und die Sicht auf 100 bis 200 Meter senkt, auch afrikanische Wanderheuschrecken sowie andere Insekten mit sich.
Man kann eine Trockenzeit im Sommer und eine regenreichere Zeit im Winter unterscheiden. In den Küstenregionen liegen die Durchschnittstemperaturen im Sommer kaum höher als 25 °C, im Winter um 17 °C. Der Nordostpassat verursacht im Nordosten der höheren Inseln eine starke Wolkenbildung an den Gebirgen, so dass es dort deutlich feuchter und kühler ist als im Süden.
Vertikale Klimazonen reichen von den trocken-heißen Küstenregionen über die feucht-kühle und deshalb oft bewaldete Zone, bis hin zu kühl-trockenen Zonen mit Hochgebirgsklima. Wenig Einfluss hat der Passat auf die flachen östlichen Inseln Lanzarote und Fuerteventura, auf denen ein arides (trockenes) Klima herrscht.
Sehenswürdigkeiten
Insgesamt gibt es auf den Kanaren 146 Naturschutzgebiete, darunter sind elf Naturparks.
- Teneriffa: Nationalpark Teide, seit 2007 UNESCO Weltnaturerbe.
- Teneriffa: San Cristóbal de La Laguna, seit 1999 UNESCO Weltkulturerbe.
- Lanzarote: Timanfaya-Nationalpark.
- La Palma: Caldera de Taburiente.
- La Gomera: Nationalpark Garajonay, seit 1986 UNESCO Weltnaturerbe.
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La Palma, ist die nordwestlichste der sieben großen Kanarischen Inseln im Atlantischen Ozean. Aufgrund seiner Entstehung und Lage bietet La Palma eine einmalige Natur und Landschaft. Seit Mitte der 1990er Jahre kommen Jahr für Jahr etwas mehr als 140.000 Touristen (davon mehr als 100.000 Deutsche) nach La Palma.
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La Gomera ist nach El Hierro die zweitkleinste der sieben Kanarischen Inseln im Atlantischen Ozean. La Gomera hat 22.622 Einwohner (2008), was einer Bevölkerungsdichte von 60,2 Einwohnern pro km² entspricht.
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Teneriffa ist die größte Inseln der Kanaren. Der Fremdenverkehr konzentriert sich vor allem auf die Nordküste um Puerto de la Cruz, Santiago del Teide und den Süden bei Los Cristianos. Los Cristianos und Playa de Las Américas im Süden Teneriffas sind ausgeprägte Touristenzentren.
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Mit über 800.000 Einwohnern, von denen etwa 378.000 in der Hauptstadt Las Palmas de Gran Canaria leben, ist Gran Canaria die bevölkerungsreichste Insel der Kanaren. Jährlich besuchen etwa 2,2 Millionen Menschen Gran Canaria, vor allem die touristischen Zentren im Süden der Insel mit den Orten Maspalomas, Playa del Inglés und San Agustín.
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Fuerteventura ist nach Teneriffa die zweitgrößte Insel der Kanaren. Der Hauptwirtschaftszweig ist der Tourismus. Von sanftem, naturnahem Tourismus im Inselinneren bis hin zu stark frequentierten Hotelketten für Massentourismus im Küstenbereich findet man alles.
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El Hierro ist die westlichste und kleinste der sieben großen Kanarischen Inseln. El Hierro wurde im Jahr 2000 von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärt. Vom Massentourismus ist die Insel bislang verschont geblieben. Die Bettenzahl soll auf höchstens 2.000 auf der gesamten Insel ausgebaut werden.
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Teneriffa hat zahlreiche Sehenswürdigkeiten zu bieten.
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Die gesamte Insel Lanzarote wurde 1993 von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärt.
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Santa Cruz de La Palma ist die Hauptstadt der Kanarischen Insel La Palma. Der Altstadtkern von Santa Cruz ist zum kunsthistorischen Baudenkmal erklärt worden.
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Arrecife ist die politische und wirtschaftliche Hauptstadt der Kanareninsel Lanzarote. Sie löste 1852 die alte Hauptstadt Teguise im Landesinneren ab. Arrecife beherbergt mit 59.040 Einwohnern (2008) knapp die Hälfte aller Lanzaroteños.