Burkina Faso
Burkina Faso ist ein Staat in Westafrika. Das Land stand bis 1960 unter französischer Kolonialherrschaft und hieß mit Beginn der Unabhängigkeit bis 1984 Obervolta. Hauptstadt ist Ouagadougou.
Geographie und Landschaft
Der auf einem Hochplateau liegende Binnenstaat liegt in den Savannen des Sudan, hat im Norden Anteil am Sahel und grenzt an Mali, Niger, Benin, Togo, Ghana und die Elfenbeinküste. Burkina Faso gehört zu den ärmsten Ländern der Welt, zeichnet sich heute aber durch eine gewisse Stabilität und die kulturelle Vielfalt der friedlich zusammenlebenden Ethnien aus, wobei die Mossi etwa die Hälfte der Bevölkerung stellen. Regelmäßig wiederkehrende Dürreperioden sorgen oft für große Not der hauptsächlich als Bauern lebenden Bevölkerung.
Anreise und Verkehr
- Flug: Über zwei internationale Flughäfen ist das Land zu erreichen.
- Bahn: Burkina Faso besitzt eine Eisenbahnstrecke (Abidjan-Niger-Bahn), die in die ivorische Wirtschaftsmetropole Abidjan führt und bis zu den Unruhen dort eine der wichtigsten Lebensadern des Binnenstaates war. Es verkehren täglich Güter- und Personenzüge nach Abidjan. Die Strecke ist heute nur bis Ouagadougou befahrbar.
- Auto: Das Straßennetz verbindet Burkina Faso mit allen Nachbarländern über Asphaltstrecken.
Klima und Wetter
Burkina Faso unterliegt einem Wechsel aus Regen- und Trockenzeit. Von Nord nach Süd hat das Land Anteil an den Klimazonen Sahel, Sudan-Sahel und Sudan.
Die Sahel Klimazone umfasst etwa 25 % der Landesfläche und ist von Trockenheit geprägt. Die Niederschläge können auf unter 300 mm pro Jahr fallen, die Regenzeit zum Teil weniger als zwei Monate dauern. Die Hälfte des Landes hat einer Regenzeitdauer von 4 bis 5 Monaten (Sudan-Sahel-Klima). Etwa 6 Monate beträgt die Regenzeit in der im Süden gelegenen Sudan-Zone. Niederschläge von bis zu 1.300 mm pro Jahr sind hier keine Seltenheit.
Durchschnittstemperaturen bewegen sich zwischen 25° C und 30° C. März und April sind die heißesten Monate, Januar und Dezember die kältesten. In der Regenzeit strömen warmfeuchte Winde aus Südwest über das Land, während im Winter der trockenheiße Harmattan Sand und Staub aus der Sahara in Richtung Südwest weht.
Sehenswürdigkeiten
Durch die zunehmende Bevölkerung wurde der Lebensraum der Savannen bewohnenden Tiere stark eingeschränkt. Zum Schutz von Elefanten und anderem Großwild wurden Schutzgebiete ausgewiesen. Die bedeutenden Nationalparks des Landes sind der Arli-Nationalpark sowie der W-Nationalpark, in denen das für die Savannen typische Großwild beobachtet werden kann. Diese Reservate sind im Gegensatz zum kleineren Kaboré-Tambi-Nationalpark gut für Touristen erschlossen. Neben den Nationalparks bestehen besonders im Südosten und Norden weitere große Schutzgebiete, wie das réserve partielle de la faune du Sahel und das réserve de Pama.
- Arli-Nationalpark
- W-Nationalpark
- Kaboré-Tambi-Nationalpark
- Cascades de Karfiguéla: Reizvoll sind die Wasserfälle Cascades de Karfiguéla im Südwesten Burkina Fasos.
- Sanddünen von Oursi: im Norden.
- Mare aux Hippopotames: UNESCO-Biosphärenreservat.
- Ruinen von Loropéni: seit 2009 UNESCO Weltkulturerbe.
Quelle: Wikipedia Lizenz: CC-by-sa-3.0
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