Traditioneller Markt Elfenbeinküste Fotograf: Lizenz: CC-by-sa-3.0
Traditioneller Markt Elfenbeinküste

Elfenbeinküste

Die Elfenbeinküste ist ein Staat in Westafrika. Seit 1983 ist Yamoussoukro die offizielle Hauptstadt, die frühere Hauptstadt Abidjan stellt aber weiterhin das wirtschaftliche Zentrum der Côte d’Ivoire dar.

Nationalfeiertag ist der Unabhängigkeitstag am 7. August, an dem die Unabhängigkeit von der ehemaligen Kolonialmacht Frankreich im Jahre 1960 gefeiert wird. Seit 2002 befindet sich das Land in einem bürgerkriegsähnlichen Zustand und ist in einen nördlichen und einen südlichen Teil gespalten. Der Tourismus hat ein hohes Potential in der Elfenbeinküste. Das Land hat 520 km Atlantikküste mit zahlreichen Stränden, zahlreiche Nationalparks mit seltener Flora und Fauna.

Geographie und Landschaft

Das Land ist von Süden nach Norden bestimmt durch die in Westafrika typischen Ökozonen, mit zunehmender Aridität (Trockenheit). An der Küste im Süden des Landes zunächst die tropische Regenwaldzone, nach Norden gefolgt von einer Übergangs- und schließlich der Savannenzone. Im Westen auf der Grenze zu Guinea befindet sich der Mount Nimba, der mit 1.752 m ü. NN der höchste Berg beider Staaten ist.

Sehenswürdigkeiten

  • Zahlreiche Ethnien mit einer vielfältigen Kultur, bieten für Touristen weitere Attraktionen.
  • Naturschutzgebiet Nimba-Berge: 1981, UNESCO Weltnaturerbe
  • Nationalpark Taï, 1982, UNESCO Weltnaturerbe, im Südwesten.
  • Nationalpark Comoé, 1983, UNESCO Weltnaturerbe, im Nordosten

Klima und Wetter

Das Klima ist tropisch entlang der Küste, halbtrocken im Norden.

Landwirtschaft

Die Elfenbeinküste ist das Land mit der größten Kakaoproduktion der Welt. 2002 wurden im Land 34,2 % der weltweiten Ernte produziert (eine Million Tonnen Kakaobohnen, die weltweite Ernte betrug 2,9 Millionen Tonnen Kakaobohnen). Zudem werden Kaffee, Ananas, Baumwolle und Holz exportiert. 52 % der Einwohner leben von der Landwirtschaft.

Anreise und Verkehr

  • Flug: Es existieren drei internationale Flughäfen in der Elfenbeinküste, in Abidjan, Yamoussoukro und Bouaké. Daneben gibt es regionale Flughäfen in 14 weiteren Städten und 27 Flugfelder.
  • Auto: Das Straßennetz der Elfenbeinküste war schon immer besser als jenes anderer westafrikanischer Staaten. Im Jahr 2000, hatte es eine Länge von 85.000 km, davon 75.500 km unbefestigt, 6.500 km asphaltierte Straßen und 150 km Autobahn.
  • Der öffentliche Verkehr wird fast zur Gänze auf der Straße abgewickelt, entweder in Linienbussen oder in Sammeltaxis, die in der Elfenbeinküste Taxi-Brousse heißen.
  • Bahn: Das Eisenbahnnetz hat eine Länge von 1260 km. Davon entfallen 1.156 km auf die Abidjan-Niger-Bahn (RAN), die das Land mit Ouagadougou, der Hauptstadt von Burkina Faso, verbindet. Diese während der Kolonialzeit erbaute Strecke hat besonders für die Binnenstaaten Burkina Faso, Niger und Mali eine hohe Bedeutung.
  • Hafen: In der Elfenbeinküste befinden sich zwei Seehäfen, der Port autonome d’Abidjan und der Port autonome de San-Pédro. Der Hafen von Abidjan ist der wichtigste und größte Westafrikas, und zweitgrößter des ganzen Kontinents.

Essen und Trinken

Die Küche der Elfenbeinküste ist aufgrund der vielfältigen ethnischen Zusammensetzung des Landes ebenfalls sehr facettenreich, hat aber viele Ähnlichkeiten mit der Küche der anderen westafrikanischen Staaten. In der Elfenbeinküste sind, wie in vielen anderen Westafrikanischen Staaten auch, Maquis sehr verbreitet, wo einfaches Essen in der Regel unter freiem Himmel serviert wird. Das Essen ist meist scharf bis sehr scharf gewürzt und wird mit den Fingern gegessen. Spezialitäten sind z. B. Attiéké, eine Art Kuskus  aus Maniok, oder Alloco, frittierte Kochbananenchips.

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