Bareina in der Sahara im Süden Mauretaniens Fotograf: Lizenz: CC-by-sa-2.0
Bareina  in der Sahara im Süden Mauretaniens

Mauretanien

Mauretanien liegt im nordwestlichen Afrika am Atlantik. Das Land ist fast dreimal so groß wie Deutschland. Hauptstadt ist Nouakchott.

Mauretanien zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. Die wichtigsten Wirtschaftszweige sind Landwirtschaft, Fischerei und der Erzbergbau.

Geographie und Landschaft

An die im Süden (zwischen Senegalmündung und Cap Timiris) flache Ausgleichsküste, im Norden buchten- und inselreiche Steilküste schließt landeinwärts ein ausgedehntes Tiefland an, das mit seinen Sanddünenfeldern den westlichen Rand der Sahara bildet. Ein kurzer Steilanstieg leitet zu dem weithin ebenen Hochland (300–500 m ü. M.) im zentralen Landesteil über. Hier liegen die Sandsteinplateaus von Adrar, Tagant und Affollé sowie einzelne Inselberge (darunter der Kédia d’Idjil, mit 915 m die höchste Erhebung des Landes).

Gegen Osten senken sich die überwiegend von Geröllfeldern bedeckten Hochflächen zu dem abflusslosen, sanderfüllten Becken El Djouf. Einziger ständig wasserführender Fluss Mauretaniens ist der Senegal, der die Staatsgrenze zum gleichnamigen Nachbarland bildet.

Klima und Wetter

Mauretanien hat größtenteils ein trockenheißes Wüstenklima. Abkühlung bringt nur der kalte Kanarenstrom vor der Küste, wodurch es im Küstengebiet häufig zu Nebelbildung kommt. In der Nordhälfte des Landes fallen die meisten Niederschläge im Winter, allerdings selten mehr als 100 mm pro Jahr, im äußersten Süden sind es 300–400 mm, hauptsächlich von Juli bis Oktober. Die durchschnittlichen Januartemperaturen liegen bei 20–24 °C, die Julitemperaturen bei 30–34 °C, wobei sommerliche Maximalwerte bis 50 °C erreicht werden.

Anreise und Verkehr

  • Flug: Die beiden Hafenstädte Nouakchott und Nouadhibou sowie die Wüstenstadt Atar verfügen über internationale Flughäfen.
  • Bahn: Die Eisenbahnlinie, die von einem Bergwerk bei F’dérik im Norden des Landes quer durch die Sahara zur Hafenstadt Nouadhibou führt, ist die wichtigste Verkehrsverbindung des Landes. Der hier verkehrende Zug war lange Zeit der längste und schwerste der Welt. Über 200 Waggons werden von bis zu vier Lokomotiven gezogen. Die Ladung: bis zu 21.000 Tonnen Eisenerz. Der größte Feind der Bahnstrecke ist der Sand.
  • Auto: Das weitmaschige Straßennetz ist rund 8.100 km lang (1.700 km asphaltiert)

Sehenswürdigkeiten

  • Nationalpark Banc d’Arguin: seit 1989, UNESCO Weltnaturerbe.
  • Nationalpark Diawling: 1990 ausgewiesen.
  • Karawanenstädte Ouadane, Chinguetti, Tichitt, Oualata: seit 1996, UNESCO Weltkulturerbe.
  • Karawanenstadt Aoudaghost: seit 2001, UNESCO Weltkulturerbe

 

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