Niger
Niger ist ein Staat in Westafrika. Wüsten, die sämtlich zur Sahara gehören, nehmen insgesamt etwa zwei Drittel der Staatsfläche ein. Hauptstadt ist Niamey.
Sein Name ist identisch mit dem des großen Stromes Niger, dessen Oberlauf den relativ dicht besiedelten Südwesten des Wüstenstaates durchfließt. Niger ist ein Binnenstaat mit Anteil an der Sahara, dem Sahel und dem Sudan und gehört zu den am wenigsten entwickelten Ländern der Welt. Die ehemalige französische Kolonie ist seit 1960 unabhängig. Nach einer Phase von Staatsstreichen und Aufständen der Tuareg scheint sich Niger politisch zu stabilisieren. Existenzbedrohend für den größten Teil der nigrischen Bevölkerung sind regelmäßig wiederkehrende Dürren und Nahrungsmittelknappheit.
Geographie und Landschaft
Im Zentrum Nigers liegt die Sandwüste Erg du Ténéré und das Gebirge Aïr, dessen höchster Gipfel der 2.022 Meter hohe Mont Idoukal-n-Taghès ist. Das Aïrgebirge (Massif Aïr))ist die südöstliche Fortsetzung des algerischen Hoggar bzw. Ahaggar-Gebirges. Im Westen, Süden und Osten ist der Aïr von weiteren Wüsten umgeben wie der Kaouar. Im Norden geht der Ténéré in das Djadoplateau über, im Nordosten ins Tibestigebirge.
Der Süden und Südosten von Niger ist Teil des Sahels (Sahel = arab. „Ufer“ der Wüste). Im Südosten liegt ein Teil des Tschadsees auf dem Gebiet des Niger, doch bei starker Trockenheit erreicht der See den Niger bereits nicht mehr.
Im Südwesten des Landes fließt der Niger, der drittgrößten Fluss Afrikas, auf 650 km durch das Land. Diese Region ist die einzige fruchtbare des Landes.
Klima und Wetter
Das Klima des Niger ist durchgehend heiß und trocken. Im Süden gibt es eine von Juni bis Oktober andauernde Regenzeit, während der beinahe der ganze Niederschlag des Jahres fällt, der im Mittel zwischen 400 und 700 mm beträgt. Davon wiederum fällt beinahe die Hälfte im August. Während bis in die Neunzigerjahre auch im Südwesten Regen fiel, blieb letzterer in jüngster Zeit in der Sahelzone meist aus. Im Norden des Landes gibt es kaum Niederschläge. Die Tagestemperaturen in den Wüstengebieten liegen im Januar durchschnittlich bei 17° C, im Juni bei 34° C. Im Süden werden im Januar 22 bis 24°C und im Juni 32 bis 34°C gemessen.
Reiseziele und Sehenswürdigkeiten
- Nationalpark W: 1954 wurde der länderübergreifende Nationalpark als einziger Nationalpark in Niger ausgewiesen. Seit 1996 UNESCO Weltnaturerbe.
- Wüste Ténéré: Aïr und Ténéré Naturreservat, seit 1991 UNESCO Weltnaturerbe.
Verkehr
- Auto: Das nigrische Straßennetz von insgesamt 10.100 km (1996) besteht aus 798 km befestigten und 9.302 km unbefestigten Straßen.
- Flug: Niger besitzt 27 Flugplätze mit 9 befestigten Landebahnen (1999).
- Schiff: Auf 300 km ist der Niger zwischen Dezember und April befahrbar.
Quelle: Wikipedia Lizenz: CC-by-sa-3.0
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