Reisbauer mit einem Teil seiner Ernte Fotograf: Lizenz: public domain
Reisbauer mit einem Teil seiner Ernte

Sierra Leone

Sierra Leone ist eine Republik in Westafrika am Atlantik. Die ehemalige britische Kolonie belegt seit Jahren den letzten Platz auf der Liste des UNDP, gleichbedeutend mit dem Status des am wenigsten entwickelten von 177 untersuchten Ländern. Nach einem Jahrzehnt blutigen Bürgerkrieges ist das Land nun mit seinem Wiederaufbau beschäftigt. Hauptstadt ist Freetown.

Der Tourismus in der Republik Sierra Leone spielt derzeit noch eine untergeordnete wirtschaftliche Rolle. Vor dem Bürgerkrieg war Sierra Leone ein Geheimtipp und wurde vor allem von französischen Touristen besucht (ca. 30.000 im Jahr). Es gab einige große Hotels nach internationalem Standard in Freetown sowie einige luxuriöse Lodges und Unterkünfte entlang der Freetown Peninsula.

Nach Ende des 10-jährigen Bürgerkrieges entwickelt sich der Tourismussektor zu einem der fünf wichtigsten Wirtschaftszweige und ist ein wichtiger Devisenbringer. Viele der alten Hotels werden zwar nicht mehr betrieben, es haben sich aber neue entwickelt. Insgesamt ist Sierra Leone dennoch ein vom Tourismus fast unberührtes Reiseziel. Das Land ist auch als die Karibik Afrikas bekannt.

Geographie und Landschaft

Sierra Leone grenzt im Norden an die Republik Guinea und im Südosten an Liberia. Im Süden und Südwesten liegt der Atlantische Ozean. Eine bis zu 110 km breite Ebene zieht sich an der Küste entlang. Auf der Freetown-Halbinsel erheben sich die Sierra Lyoa Mountains bis zu einer Höhe von 1.000 m. Einigen Küstenregionen sind bis zu 112 km lange Sandbänke  vorgelagert. Hinter der feuchten Küstenebene beginnt das z. T. landwirtschaftlich genutzte Waldgebiet, durch das die drei wichtigsten Flüsse fließen. Das Land steigt zu den östlichen Guinea Highlands an, einem Hochplateau mit Erhebungen von über 1.830 m in den Loma Mountains und Tingi Hills. Der höchste Berg ist der Bintumani  mit 1.948 m.

Klima und Wetter

Das Klima ist tropisch-feucht mit Niederschlägen bis zu 5.000 mm pro Jahr an den Küstenregionen und gehört damit zu den feuchtesten Regionen Westafrikas. Das Jahr unterteilt sich in eine Regen- und eine Trockenzeit. Da Sierra Leone nördlich des Äquators liegt, beginnt die Regenzeit Mitte Mai mit täglichen Gewittern und Regenfällen. In den Monaten August und September kann es auch schon mal ununterbrochen regnen.

Mitte Oktober beginnt die Trockenzeit, Niederschläge werden seltener. Im Dezember und Januar ist das Klima durch den Harmattan geprägt, einem Wind aus der Sahara, der Staub und erstaunlicherweise kühle Luft mit sich bringt. Februar, März und April sind die heißesten Monate mit seltenen Niederschlägen. Wegen des Harmattans sprechen die Einheimischen auch von drei Jahreszeiten: rainy season, harmattan season, dry season.

Anreise und Verkehr

  • Flug: Fast alle Reisende werden nach Sierra Leone über den Lungi International Airport nahe Freetown bzw. über den Hafen von Freetown einreisen. Der Lungi International Airport (FNA) befindet sich auf der gegenüberliegenden Seite des Sierra Leone River. Transfers sind per Fähre (45 Minuten), Luftkissenboot (20 Minuten), Helikopter (10 Minuten) sowie Bus (4 Stunden) möglich.
  • Schiff: Der Hafen ist der drittgrößte Naturhafen der Erde und soll schon 2008 wieder von großen Kreuzfahrtschiffen angefahren werden.

Unterkunft

Nach Ende des Bürgerkrieges haben sich einige neue Unterkünfte, vor allem in Freetown, etatabliert. Wenige entsprechen europäischem Standard. Momentan kann wohl die Country Lodge in Freetown, nicht nur aufgrund des exzellenten Restaurants, als beste Unterkunft des Landes bezeichnet werden.

Zudem gibt es saubere, einfache und zweckmäßige Unterkünfte auf Banana Islands (Banana Island Chalets) und im Tacugama Schimpansen-Schutzgebiet vor den Toren Freetowns sowie sehr einfache Zeltcamps im Outamba-Kilimi Nationalpark und auf Tiwai Island im Moa Fluss.

Sehenswürdigkeiten

  • Gola-Forest-Nationalpark
  • Kambui Hills Waldreservat
  • Kangari Hills Waldreservat
  • Mamunta Mayosso Wildschutzgebiet
  • Outamba-Kilimi-Nationalpark
  • Tacugama Schimpansen-Schutzgebiet
  • Tingi Hills Waldreservat
  • Western Area Waldreservat
  • Bunce Island

Quelle: Wikipedia Wikipedia Lizenz: CC-by-sa-3.0

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