Gabun
Gabun liegt in Zentralafrika. Es grenzt an Kamerun, Äquatorialguinea und die Republik Kongo, sowie an den Golf von Guinea. Hauptstadt ist Libreville.
Geographie und Landschaft
Gabun liegt an der westlichen Atlantikküste Zentralafrikas, von wo aus es sich in östliche Richtung bis kurz vor das Kongobecken erstreckt. Die Küstenlänge beträgt 885 km. Das westliche Küstentiefland steigt nach etwa 200 Kilometern stufenförmig bis zur Niederguineaschwelle im Osten an. Größter Fluss des Landes ist der Ogooué, der sich mit seinen zahlreichen Nebenflüssen tief in das Gelände des Hochlands eingeschnitten hat. Die höchsten Erhebungen im Nordosten und Süden reichen bis knapp über 1.000 m ü.d.M.. In Gabun wurde der erste bekannte natürliche Kernreaktor, der Naturreaktor Oklo entdeckt.
Sprache
Die Bewohner Gabuns sprechen hauptsächlich unterschiedliche Bantu-Sprachen. Die Amtssprache Französisch wird lediglich von rund einem Drittel der Gesamtbevölkerung beherrscht.
Wirtschaft
Reiche Naturschätze sowie eine liberale Wirtschaftspolitik begünstigten die wirtschaftliche Entwicklung Gabuns. Das Bruttosozialprodukt betrug 2007 7887 Euro je Einwohner. Gabun ist somit eines der reichsten Länder Subsahara-Afrikas. Dennoch lebt etwa 80% der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze. Etwa ein Drittel der Bevölkerung lebt in extremer Armut und im Human Development Index rangiert das Land auf Platz 119 von 177 Ländern. Über 90% des Bruttoinlandsprodukts wird von nur 10% der Bevölkerung verbraucht.
Die wichtigsten Handelspartner sind die USA und Frankreich. Es sind nach Angaben des neuen Präsidenten Ali Bongo konkrete Projekte zum Ausbau des öffentlichen Verkehrswesens, des überregionalen Straßennetzes und zur nachhaltigen Landwirtschaft vorhanden und teilweise bereits in Ausführung.
Kultur
Zahlreiche Völker des Gabun sind weltberühmt für ihre Schnitzkunst, besonders die Fang, die Kota, die Punu und die Tsogo.
Aus dem Gebiet der Kota im Osten des Landes stammt ein spezieller Typ von Reliquiarfiguren, welcher den Urahn des jeweiligen Klans versinnbildlichen. Sie bestehen zumeist aus einem Holzkern, aus dem ein ovales Gesicht, teilweise ohne Mund, skulpiert und dann mit Folie und Lamellen aus Edelmetallen (meist Kupferfolie) beschlagen wird. Über dem Kopf befindet sich oft ein mondsichelförmiger Aufssatz, der Hals ruht auf einem Hochkant gestellten Rechteck. Diese Reliquiarfiguren waren Vorbilder für den Maler Pablo Picasso.
Reiseziele und Sehenswürdigkeiten
- Ökosystem und Überreste der Kulturlandschaft Lopé-Okanda (Nationalpark Lopé), seit 2007 UNESCO Weltnaturerbe -Kulturerbe.
Quelle: Wikipedia Lizenz: CC-by-sa-3.0
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