Libanon
Der Libanon ist ein Staat in Vorderasien am Mittelmeer. Hauptstadt ist Beirut.
Libanon grenzt an Syrien im Norden und Osten und an Israel im Süden. Da der Libanon für die letzten 50 Jahre eine sehr starke Landflucht aufweist, lebt der Großteil der Bevölkerung in Städten, vor allem in der Hauptstadt Beirut und Vororten. Dort leben mehr als die Hälfte der Libanesen, und noch ein größerer Anteil arbeitet hier. Das Land gliedert sich in 4 Landschaftszonen, die parallel zur Küste verlaufen:
- Der 225 km lange, schmale steile Küstenstreifen, welcher sich nur im Norden und Süden ausweitet.
- Das stark zerklüftete Libanon-Gebirge, das bis zu 3.000 m hoch ist.
- Die fruchtbare Bekaa-Ebene, die im Regenschatten des Libanon-Gebirges liegt, jedoch aufgrund von künstlicher Bewässerung sehr fruchtbar ist (Weinanbau, Getreide, Milchwirtschaft, Obst)
- Der trockene Antilibanon-Gebirgszug und der Hermon, der die Grenze zu Syrien bilden.
Klima und Wetter
An der Küste herrscht mediterranes Klima mit trockenen, warmen Sommern und feuchten, regenreichen Wintern. Im Gebirge herrscht ein Gebirgsklima mit Hauptniederschlag im Winter, der zumeist als Schnee fällt. An der Grenze zu Syrien bildet ein trockenes Steppenklima den Übergang zum Wüstenklima des südlichen Syriens und Jordaniens. In Beirut liegen die Temperaturen am Tag bei durchschnittlich 18 °C im Januar und bei 30°C im Juli und August. Im Dezember und Januar gibt es durchschnittlich 11 Regentage in Beirut, während der August trocken bleibt.
Reiseziele und Sehenswürdigkeiten
Die Architektur des Libanon zeigt seit der Renaissance einen starken italienischen Einfluss. Der Landesfürst Fakhr-al-Din II. (1572–1635) brachte in dieser Zeit ein ehrgeiziges Programm zur Entwicklung des Landes auf den Weg. Als die Osmanen Fakhr-al-Din 1613 in die Toskana ins Exil schickten, schloss er dort einen Bund mit den Medici. Nach seiner Rückkehr 1618 begann er, den Libanon zu modernisieren. Er förderte die Entstehung einer Seidenindustrie, den Ausbau der Olivenölproduktion und brachte viele italienische Ingenieure ins Land, die überall Herren- und Wohnhäuser zu bauen begannen.
Insbesondere die Städte Beirut und Sidon wurden im italienischen Stil erbaut. Diese Bauwerke, besonders die in Dair al-Qamar, beeinflussten den Baustil im Libanon bis in die Gegenwart. Das Erscheinungsbild vieler berühmter Straßen, wie die Rue Gouraud in Beirut, ist durch historische Häuser im italienischen Renaissance-Stil geprägt. Eines der schillerndsten jüngeren Beispiele für den Stil ist das im 19. Jahrhundert errichtete Gebäude des Sursock Museums.
- Ruinen von Anjar, 1984, UNESCO Weltkulturerbe
- Ruinen von Baalbek, 1984, UNESCO Weltkulturerbe
- Ruinen von Byblos, 1984, UNESCO Weltkulturerbe
- Ruinen von Tyros, 1984, UNESCO Weltkulturerbe
- Heiliges Tal Wadi Qadischa und Wald der Libanonzedern, 1998, UNESCO Weltnaturerbe, -Kulturerbe
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