Sassanidischer Pferdekopf, Kerman, Iran Fotograf:
Jastrow
Lizenz: public domain
Iran
Der Iran (Persien) ist ein Staat in Vorderasien. Hauptstadt ist Teheran.
Mit rund 75 Millionen Einwohnern und einer Fläche von ca. 1,6 Mio. km² zählt Iran zu den 20 bevölkerungsreichsten und größten Staaten der Welt. Iran grenzt an sieben Staaten: im Westen und Nordwesten an den Irak, die Türkei, Aserbaidschan und Armenien, im Nordosten und Osten an Turkmenistan, sowie im Osten und Südosten an Afghanistan und Pakistan. Der heutige Iran hieß bis etwa 1935 Persien.
Geografie und Landschaft
Persien ist ein ausgesprochenes Gebirgsland, was das Klima – von den Wüsten abgesehen – auch für Europäer recht erträglich macht. Das Land durch mehrere fast parallele, nach Südosten streichende Gebirgsketten gegliedert, die im Zagros- und Kuhrud-Gebirge mehrmals über 4.000 m erreichen. Östlich dieser von fruchtbaren Tälern und Hochebenen durchzogenen Gebirge liegen die großen Wüsten Dasht-e-Kavir und Dasht-e-Lut, nahe der Landesmitte auch ausgedehnte Salzpfannen. Aufgrund der vermutlich noch anhaltenden Gebirgsbildung treten in Iran häufig Erdbeben auf.
Der höchste Berg von Iran ist der 5.671 m hohe Damavand (Demawend) im Elburs-Gebirge, ein erloschener, gletscherbedeckter Vulkan nordöstlich der Hauptstadt Teheran, von der er bereits erkennbar ist. Zum nur 60 km entfernten Kaspischen Meer hat er fast 6.000 m Höhenunterschied, ein Anstieg, der nicht einmal in den Chilenischen Anden zu finden ist.
Im Norden grenzt Iran auf einer Länge von 657 km an das Kaspische Meer, den größten See der Erde. Im Süden und Südwesten hat das Land eine ca. 2.000 km lange Küste zum Golf von Oman und zum Persischen Golf, die voneinander durch die Straße von Hormuz getrennt sind.
Klima und Wetter
Das Klima in Iran ist sehr vielfältig. Es überwiegen aride Klimaverhältnisse, doch treten insbesondere im Norden (Kaspisches Meer) und an einigen Gebirgen jährliche Niederschläge bis über 2.000 mm auf. Am trockensten sind die Salzseen im Landesinnern, während es an den südlichen Küsten nachts auch zur Bildung von Nebel kommen kann.
Reiseziele und Sehenswürdigkeiten
- Ruinenstadt Persepolis, 1979, UNESCO Weltkulturerbe
- Ruinenstadt Tschoga Zanbil, 1979, UNESCO Weltkulturerbe
- Königsplatz Meidan-e Shah von Isfahan, 1979, UNESCO Weltkulturerbe
- Archäologische Stätte Takht-e Sulaiman, 2003, UNESCO Weltkulturerbe
- Pasargadae, 2004, UNESCO Weltkulturerbe
- (R) Zitadelle von Bam, 2004, UNESCO Weltkulturerbe
- Soltanije mit Oljaytu-Mausoleum, 2005, UNESCO Weltkulturerbe
- Maymand, historisches Höhlendorf in Kerman, 2005, UNESCO Weltnaturerbe, -Kulturerbe
- Felsenrelief von Bisotun, 2006, UNESCO Weltkulturerbe
- Armenische Klöster in Iran: Kloster Sankt Thaddäus, Kloster Sankt Stephanos und Kapelle von Dzordzor, 2008, UNESCO Weltkulturerbe
- Historisches Bewässerungssystem von Schuschtar, 2009, UNESCO Weltkulturerbe
- Schreine und Grabmal des Scheich Safi ad-Din Ardabili in Ardabil, 2010, UNESCO Weltkulturerbe
- Historischer Basarkomplex von Täbris, 2010, UNESCO Weltkulturerbe
Quelle: Wikipedia Lizenz: CC-by-sa-3.0
-
Kerman ist eine Provinz im Südosten des Iran mit 2.652.413 Einwohnern (2006).
-
Die Provinz Fars mit der Hauptstadt Schiraz ist die zentrale Südprovinz des heutigen Iran und war schon vor 3.000 Jahren als Persis das Kernland des Perserreichs.
-
Ost-Aserbaidschan ist eine der 30 Provinzen und liegt im im Nordwesten Irans. Die Hauptstadt ist Täbris.
-
West-Aserbaidschan ist eine Provinz im Iran. Die Landschaft ist der des benachbarten Ostanatoliens sehr ähnlich, mit hohen Bergen und vielen weiten Hochebenen.
-
Teheran ist die Hauptstadt Irans mit fast 8 Millionen Menschen, in der Metropolregion 13 Millionen (2006). Sie beherbergt zahlreiche Universitäten, Museen sowie Baudenkmäler und ist das Industrie- und Handelszentrum Irans.
-
Die iranische Großstadt Schirāz (Schiras) ist die Hauptstadt der zentralen Südprovinz Fars und gehört zu den fünf größten Städten Irans. Schiraz ist eine der schönsten persischen Städte und wegen ihres milden Klimas für ihre Gartenkultur berühmt.
-
Isfahan ist die Provinzhauptstadt der gleichnamigen Provinz Isfahan im Iran. Der Imam-Platz mit seinen Gebäuden und dem Basar gehört zu den größten Sehenswürdigkeiten des Vorderen Orients und gehört zum UNESCO Weltkulturerbe.
-
Kerman ist eine iranische Stadt in der gleichnamigen Provinz Kerman.
-
Bam ist eine Stadt in der Provinz Kerman im Südosten des Iran mit etwa 50.000 Einwohnern (2003).
-
Täbris ist die Hauptstadt von Ost-Aserbaidschan im Iran mit 1.460.961 Einwohnern (2006).
-
Urmia ist die Hauptstadt der Provinz West-Aserbaidschan und liegt am Westufer des Urmia-Sees.
-
Maymand ist ein historisches, in den Fels gegrabenes Höhlendorf in der iranischen Provinz Kerman, 36 km von der Stadt Schahr-e Bābak entfernt.
-
Der Schāhzādeh-Garten (Bāgh-e Shāhzādeh (Prinzengarten) oder auch Bāgh-e Shāzdeh) ist ein Persischer Garten in der Provinz Kerman südöstlich der gleichnamigen Stadt und 6 km südlich des Dorfes Māhān. Der Garten bildet eine Oase inmitten der Wüste.
-
Māhān ist ein Dorf 35 km südöstlich von Kerman. Die Oase ist für ihre Grabstätte des Sufiführers Nemat Ollah-e Vali und für den 6 km südlich gelegenen Schahzadeh-Garten bekannt.
-
Kandovan ist ein kleines idyllisches Felsen-Dorf mit ca. 1.000 Einwohnern in der iranischen Provinz Ost-Aserbaidschan 55 km südlich der Provinzhauptstadt Täbris.
-
Die altpersische Residenzstadt Pasargadai liegt in 1.900 m Höhe im Zagrosgebirge auf einem Plateau in der Persis (Provinz Fars) und war die erste Residenz des Perserreichs unter den Achämeniden, etwa 130 km nordöstlich von Schiras.
-
Die altpersische Residenzstadt Persepolis war eine der Hauptstädte des antiken Perserreichs unter den Achämeniden und wurde 520 v. Chr. von Dareios I. gegründet. Persepolis ist UNESCO-Weltkulturerbe.
-
Naqsch-e Rostam (persisch: „Tafel des Rostam“) ist eine archäologische Stätte in der iranischen Provinz Fars, 6 km nördlich von Persepolis bei Schiraz. Hier befinden sich vier Gräber achämenidischer Großkönige sowie eine Reihe sassanidischer Felsreliefs.
-
Das Kloster Sankt Thaddäus ist ein ehemaliges armenisches Kloster in der Provinz West-Aserbaidschan, 20 km südlich von Maku in der Nähe von Chaldoran. 2008 wurde das Kloster zusammen mit anderen armenischen Klöstern im Iran von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt.
-
Nahe der Hauptstadt Urmia liegt der gleichnamige Urmia-See. Der See ist 140 Kilometer lang, 55 Kilometer breit und hat eine Fläche zwischen 5000 und 6000 km² je nach Jahreszeit (zehnmal größer als der Bodensee), bei einer durchschnittlichen Tiefe von nur rund sieben Metern.