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Bauer in Indonesien

Indonesien

Indonesien ist der größte Inselstaat der Welt mit ca. 225 Millionen Einwohner. Er wurde am 17. August 1945 proklamiert und am 27. Dezember 1949 von den Niederlanden unabhängig. Die Hauptstadt Jakarta hat etwa 18 Mio. Einwohner und liegt auf der Insel Java, auf der mehr als die Hälfte der Einwohner des Landes leben.

Geografie

Die Landfläche Indonesiens verteilt sich auf 17.508 Inseln, von denen rund 6.000 bewohnt sind.  Nördlich von Indonesien liegen Malaysia, Singapur, die Philippinen und Palau, östlich Papua-Neuguinea und Osttimor, südlich Australien und der Indische Ozean, letzterer liegt auch westlich von Indonesien. Gegen die Malaiische Halbinsel mit dem westlichen Malaysia und Singapur wird Indonesien durch die Straße von Malakka abgegrenzt und in Richtung philippinische Inseln durchläuft die Grenze die Celebessee.

Das indonesische Inselreich durchzieht eine große Anzahl von Meerengen, flachen Nebenmeeren und Seebecken.  Zu Indonesien gehören die Großen (außer dem Nordteil Borneos) und die Kleinen Sunda-Inseln (außer Osttimor) sowie die Molukken. Außerdem gehört die Westhälfte Neuguineas (West-Papua, ehemals Irian Jaya) zu Indonesien.

Klima und Wetter

Indonesien zählt zu den größten Regenwaldgebieten der Welt. Auf Borneo, Sumatra, Westjava, Papua, den Molukken und Sulawesi gibt es immerfeuchtes Tropen-Klima. Temperaturen schwanken im Jahresverlauf kaum und liegen im Mittel zwischen 25 °C bis 27 °C. Die Niederschlagsmenge eines Jahres liegt zwischen 2.000 mm und 4.000 mm.

Auf dem übrigen Java, den kleinen Sundainseln und den Aruinseln bestimmt der Monsun das Klima. Er sorgt für gleich bleibend hohe Temperaturen, die aber innerhalb von 24 Stunden Schwankungen von 6 °C bis 12 °C unterliegen können. Der Nordostmonsun führt vorwiegend trockene Luft mit sich und löst dadurch eine Trockenzeit (Wintermonsun genannt) aus.

In dieser niederschlagsarmen Zeit werfen die Bäume ihre Blätter ab und durchlaufen eine Art Ruhephase, in der die sogenannten Monsunwälder (lichte, grüne Wälder mit einer ausgeprägten Krautschicht) entstehen. Der Südwestmonsun nimmt über dem warmen Meer Feuchtigkeit auf und führt über dem Festland zu hohen Niederschlägen, die am Tag bis zu 50 mm erreichen können und oft zu Überschwemmungen führen

Tourismus

Der Tourismus ist für das Land eine wichtige Einnahmequelle. Allein Bali wird jedes Jahr von ca. 4 Millionen Touristen besucht, die vornehmlich aus Australien, den USA und Europa stammen. Allerdings hat der Tourismus in Indonesien durch die Bombenanschläge auf Bali (2002 und 2005) und wiederholte Terrorwarnungen insbesondere durch australische Behörden, in den letzten Jahren deutliche Einbußen erlebt.

Reiseziele und Sehenswürdigkeiten

  • Bali und Insel Lombok
  • Java zieht mit der buddhistische Tempelanlagen von Borobudur (seit 1991 UNESCO Weltkulturerbe) und dem Hindutempel von Prambanan (seit 1991 UNESCO Weltkulturerbe) und der für Batik bekannten Stadt Yogyakarta Touristen an. Die Vulkane Bromo, Tankubanbrahu und Kawah Putih sind erschlossen. Badeorte wie Pangandaran an der Westküste, sowie kulturell interessante Orte wie Bandung und Cirebon und das durch hinduistische Tempel geprägte Dieng-Plateau werden von Touristen besucht. Auch die auf Java gelegene Hauptstadt Jakarta ist trotz der unüberschaubaren Größe und des unsicheren Rufs ein touristisches Ziel. Nationalpark Ujung Kulon auf Java mit dem Vulkan Anak Krakatau (seit 1991 UNESCO Weltnaturerbe)
  • Sumatra hat kulturell sehr viel zu bieten. Daneben sind auch die artenreichen tropischen Regenwälder mit dem Nationalpark Gunung Leuser, dem Nationalpark Kerinchi-Seblat und dem Nationalpark Barisan Selatan (seit 2004 UNESCO Weltnaturerbe) beliebte Tourismusziele. 
  • Komodo-Nationalpark: seit 1991 UNESCO Weltnaturerbe.
  • Sulawesi: Nordsulawesi insbesondere das Gebiet um Manado (v. a. Bunaken und die Lembeh-Straße) und die Togian-Inseln sind als Taucherparadies bekannt. Das Toraja-Hochland im Südwesten Sulawesis hingegen vor allem für seinen Totenkult.
  • West Paupua: Für West Papua, bekannt für seine Vielzahl an teilweise noch sehr abgeschieden und traditionell lebenden ethnischer Gruppen, ist eine besondere polizeiliche Erlaubnis (Surat Jalan) nötig, um Ziele im Landesinneren besuchen zu können. Sämtliche Orte der Reise müssen genau eingetragen sein. Reisende sind verpflichtet, sich mit diesem Formular am Zielort bei der örtlichen Polizei zu melden. Journalisten erhalten seit 2003 keine Einreisegenehmigung für West Papua.
  • Paläontologische Stätte Sangiran: seit 1996 UNESCO Weltkulturerbe.
  • Nationalpark Lorentz: seit 1999 UNESCO Weltnaturerbe.

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  • Die Kleinen Sunda-Inseln sind eine Inselgruppe  im Indonesischen Archipel. Zusammen mit den Großen Sunda-Inseln bilden sie die Sunda-Inseln.

    Rinjani, der höchste Berg auf den Kleinen Sunda-Inseln
  • Lombok ist eine Insel Indonesiens und gehört zu Gruppe der Kleinen Sunda-Inseln in der Provinz Nusa Tenggara Barat. Auf der 4.725 km² großen Insel leben 2,4 Millionen Menschen. Die Hauptstadt Mataram hat ungefähr 360.000 Einwohner. Die Erschließung Lomboks durch den Tourismus als weniger überlaufene Alternative zu Bali begann um 1980.

    Indonesischer Honigfresser (Lichmera limbata)
  • Sumbawa ist eine der Kleinen Sunda-Inseln mit ca. 1.000.000 Einwohner und gehört zur Republik Indonesien. Die Insel ist 280 km lang, 90 km breit und erstreckt sich in west-östlicher Richtung.

    Tanzvorführung in Bima, Sumbawa
  • Der Tambora (auch Temboro) ist ein aktiver Stratovulkan auf der östlich von Java gelegenen indonesischen Insel Sumbawa.

    Krater des Tambora
  • Die Molukken, in kolonialer Zeit auch als Gewürzinseln bekannt, sind eine indonesische Inselgruppe zwischen Sulawesi  und Neuguinea.

    Vulkan Gamalama auf Ternate, Molukken
  • Java (auch Jawa) ist eine der vier Großen Sunda-Inseln von Indonesien neben den weiteren Hauptinseln Sumatra, Borneo (Kalimantan) und Sulawesi.

    Vulkan Bromo, im Hintergrund rechts der Vulkan Semeru (höchster Berg Javas)
  • Der Tangkuban Perahu ist ein inaktiver Vulkan nördlich von Lembang bei Bandung auf der Insel Java. Der Name bedeutet übersetzt „gekentertes Boot“, was auf die längliche, an einen umgedrehten Schiffsrumpf erinnernde Silhouette  des Vulkans zurückzuführen ist.

    Krater des Tangkuban Perahu
  • Flores (port. für „Blumen“) ist eine der Kleinen Sunda-Inseln. Die Insel hat etwa 1 Million Einwohner.

    Caci Krieger, Ruteng, Flores
  • Labuan Bajo (Labuhan Bajo) ist eine Hafenstadt am westlichen Ende der indonesischen Insel Flores.

    Labuan Bajo auf Flores
  • Borneo ist eine Insel im Indonesischen Archipel. Nach Grönland und Neuguinea ist Borneo die drittgrößte Insel der Welt.

    Orang-Utan (Pongo pygmaeus) in Zentral-Borneo
  • Sulawesi (früher Celebes) ist eine indonesische Insel zwischen Borneo und Neuguinea.

    Tokalalaea Megalith in Zentral-Sulawesi
  • Manado ist die Hauptstadt der nordindonesischen Provinz Sulawesi Utara auf der Insel Sulawesi  in der Bucht von Manado und ist von Bergland umgeben. Der 1623 gegründete Ort hat 600.000 Einwohner.

    Ban Hin Kiong, Chinesischer Tempel in Manado
  • Die Togian-Inseln (indonesisch: Pulau Togian) sind eine Inselgruppe in dem tiefen Einschnitt der Tomini-Bucht zwischen dem nördlichen und östlichen Festlandarm von Sulawesi, Indonesien.

    Taipih-Insel in den Togian Inseln
  • Bali ist eine seit 1949 zu Indonesien gehörende Insel. Auf Bali leben 3,3 Millionen Einwohner (2004). Die Hauptstadt ist Denpasar.

    Der Meerestempel Pura Tanah Lot
  • Denpasar ist eine Stadt im Süden der indonesischen Insel Bali. Die mit 491.500 Einwohnern (2002) größte Stadt der Insel ist gleichzeitig die Hauptstadt der Provinz Bali. Denpasar hieß bis 1906 Badung.

    Kembasari Shopping Center, Denpasar Barat
  • Komodo ist eine Insel in Indonesien  mit einer Fläche von 390 km² und über 2000 Einwohnern. Sie gehört zu den Kleinen Sunda-Inseln und ist Teil des Nationalparks Komodo. Besonders bekannt ist der hier beheimatete Komodowaran. Daneben sind die Gewässer um die Insel ein beliebtes Tauchrevier.

    Komodo/Flores: Schiffsübernachtung inmitten der Inselwelt
  • Der Nationalpark Komodo (indonesisch. Taman Nasional Komodo) umfasst die drei größeren Inseln Komodo, Rinca und Padar, sowie zahlreiche kleinere Inseln mit einer Landfläche von insgesamt 603 km², bei einer Gesamtfläche des Nationalparks von 1.817 km². Der Park wurde 1991 von der UNESCO als Weltnaturerbe anerkannt.

    Komodowaran (Varanus komodoensis)
  • Bandung (bis 1972: Bandoeng), genannt „Stadt der Blumen“, ist die Provinz-Hauptstadt von Jawa Barat (Westjava) und mit fast 3 Millionen Einwohnern Indonesiens  viertgrößte Stadt nach Jakarta, Surabaya  und Medan. In Kolonialzeiten war Bandung wegen seines europäischen Ambiente und seiner Kultur als „Paris von Java“ bekannt. Bandung teilt mit Miami seine tropische Art-Deco-Architektur aus den 1920ern.

  • Pangandaran ist ein Bade- und Fischerort an der Südküste, östlich von Bandung. Er wird hauptsächlich von Javanern aus Bandung oder Yogyakarta besucht, ist aber auch ein beliebtes Ziel internationaler Rucksacktouristen.

  • Jakarta ist die Hauptstadt der Republik Indonesien. Mit 8,6 Millionen Einwohnern (2008) in der eigentlichen Stadt ist sie die größte Stadt des Landes und mit 18,6 Millionen Einwohnern (2008)  in der Metropolregion der größte Ballungsraum des Landes.

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