Peru

Peru (spanisch República del Perú, amtlich Republik Peru) ist ein Staat im westlichen Südamerika und grenzt im Norden an Ecuador und Kolumbien, im Osten an Brasilien, im Südosten an Bolivien, im Süden an Chile und im Westen an den Pazifik. Hauptstadt ist Lima.

Die größten Städte sind Lima (7.363.069 Einw.), Trujillo (861.044), Arequipa (860.000), Callao (824.329), Chiclayo (634.600) und Iquitos (400.000).

Geografie und Landschaft

Peru liegt in drei unterschiedlichen Klimaregionen

Costa

Costa (Küste) – ca. 11 % der Staatsfläche.

Die Costa steht unter dem Einfluss des Humboldtstroms und ist eine Küstenwüste, in der nur entlang der aus den Anden kommenden Flüsse, in Flussoasen, Landwirtschaft möglich ist. Im Süden Perus, an der Grenze zu Chile, beginnt die trockenste Wüste der Erde, die Atacama-Wüste. Im südlichen Bereich der Costa bis zur Hauptstadt Lima sind Regenfälle im gesamten Jahresverlauf sehr selten.

Nördlich der Hauptstadt Lima nehmen Bodenqualität und Regenfall etwas zu, so dass Landwirtschaft dort auch außerhalb der Flussoasen möglich ist. Die Temperaturen schwanken zwischen 12 °C im Winter und 35 °C im Sommer. Größere Städte an der Küste nebst Lima sind (von Norden nach Süden): Tumbes, Sullana, Piura, Chiclayo, Trujillo, Chimbote, Huaral, Pisco, Ica, Nazca.

Sierra

Sierra (Anden, Hochland), ca. 15 % der Landesfläche.

Hinter der schmalen Küstenregion beginnt die Sierra. Sie besteht aus mehreren Bergzügen der Anden, die von Längstälern unterbrochen werden.  Einen typischen Querschnitt der Anden zeigt sich in der zentralen Region Ancash: Von West nach Ost sind das die „Schwarzen Kordilleren“ (Cordillera Negra, bis ca. 5.000 m), gefolgt vom Callejón de Huaylas (um 3.000 m). Der nächste Bergzug sind die “Weißen Kordilleren” (Cordillera Blanca), hier befindet sich der höchste Berg Perus, der Huascarán (6.768 m).

Die mittlere Jahrestemperatur in 3.300 m Höhe liegt bei 11 °C. Mitunter sind in der eher niederschlagsarmen Region heftige Regenfälle von Oktober bis April zu erwarten. Größere Städte in dieser Region sind (eine Auswahl, von Norden nach Süden): Cajamarca, Huaraz, Cerro de Pasco, Huancayo, Ayacucho, Cuzco, Puno, Arequipa. In der Nähe Cuzcos liegt auch die Inka-Ruinenstadt Machu Picchu.

Selva

Selva (Regenwald) und Montaña (Nebelwald), ca. 64 % der Landesfläche.

Östlich der Anden beginnt die Regenwaldregion („Selva“). Der Übergang ist fließend, da es einen tropischen Bergwald mit milderem Klima gibt. In der durch Tageszeitenklima bestimmten Region beträgt die Jahresmitteltemperatur ca. 26 °C und der Jahresniederschlag erreicht bis zu 3.800 mm.

Der peruanische Regenwald ist dicht und fast undurchdringlich. In der Selva entspringen auch weitere Quellflüsse des Amazonas. Die Flüsse, die von den Anden zum Amazonas strömen, sind die einzigen Verkehrsadern durch die weiten Waldgebiete.

Die einzigen größeren und auch für den Tourismus wichtigen Städte in dieser Region sind Iquitos und Puerto Maldonado. Iquitos ist von Lima aus nicht auf dem Landweg erreichbar, sondern nur mit dem Flugzeug oder dem Boot. Puerto Maldonado kann per Boot, Flugzeug (1 ½ h bis Lima; ½  h von Cuzco) und per LKW (24–60 h) von Cuzco erreicht werden. Weitere größere Städte in dieser Region sind (eine Auswahl, von Norden nach Süden) Tarapoto, Tingo María und Pucallpa. Bedeutend ist das größte Naturschutzgebiet Perus Pacaya-Samiria.

Wirtschaft

Peru hat eine gelenkte Volkswirtschaft, die in den letzten Jahren zunehmend dereguliert und privatisiert wurde. Das Land ist reich an Bodenschätzen, vor allem Gold und Kupfer, die durch internationale Konsortien ausgebeutet und exportiert werden. Zusätzlich spielen die Fischerei und Landwirtschaft eine wichtige Rolle. Neben Zuckerrohr wird viel Kaffee ausgeführt.

Reiseziele und Sehenswürdigkeiten

Ökotourismus bietet sich an, da es viel unberührte Natur gibt, vor allem im Regenwald im Osten des Landes.

  • Stadt Cuzco, 1983, UNESCO Weltkulturerbe
  • Inka-Bergfestung Machu Picchu, 1983, UNESCO Weltnaturerbe, -Kulturerbe
  • Heiligtum von Chavín de Huántar, 1985, UNESCO Weltkulturerbe
  • Nationalpark Huascarán, 1985, UNESCO Weltnaturerbe
  • Ruinenstadt Chan Chan, 1986, UNESCO Weltkulturerbe
  • Nationalpark Manu, 1987, UNESCO Weltnaturerbe
  • Lima: Altstadt  mit Franziskanerkloster, 1988, UNESCO Weltkulturerbe
  • Río-Abiseo-Nationalpark mit archäologischen Fundstätten, 1990, UNESCO Weltnaturerbe, -Kulturerbe
  • Linien und Bodenzeichnungen von Nasca und Pampas de Jumana, 1994, UNESCO Weltkulturerbe
  • Historisches Stadtzentrum von Arequipa, 2000, UNESCO Weltkulturerbe
  • Heilige Stadt Caral-Supe, 2009, UNESCO Weltkulturerbe
  • Titicacasee

Wandern

Die Anden bieten Wanderungen bei Huaraz und Cuzco sowie Machu Picchu, eine der beliebtesten archäologischen Stätten Südamerikas. 

Anreise und Verkehr

  • Straße und Auto: Das Land ist in einem dichten Straßennetz gut erschlossen, doch abseits der wichtigsten Verkehrsrouten sind die meisten Straßen nicht asphaltiert, rumplig und in der Regenzeit häufig unpassierbar.

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  • Cusco (auch Cuzco, auf Quechua Qusqu oder Qosqo) ist die Hauptstadt der gleichnamigen Region und der Provinz Cusco im Zentrum des peruanischen Andenhochlandes. Sie liegt in 3.416 m Höhe und hat etwa 320.000 Einwohner. 1983 wurde sie in die Liste der UNESCO-Welterbestätten aufgenommen.

  • Iquitos ist mit über 400.000 Einwohnern die größte Stadt in Perus tropischem Regenwald und die Hauptstadt der Region Loreto sowie der Provinz Maynas.

  • Machu Picchu (Quechua: Machu Pikchu für „alter Gipfel“) ist eine gut erhaltene Ruinenstadt der Inka, die in 2.360 m Höhe auf einer Bergspitze der Anden über dem Urubambatal in der peruanischen Region Cusco in 75 km nordwestlich der Stadt Cusco liegt. Die UNESCO nahm Machu Picchu 1983 in die Liste des Weltkulturerbes auf.

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