Neuseeland
Neuseeland (englisch: New Zealand; maorisch üblicherweise: Aotearoa) ist ein geographisch isolierter Inselstaat im südlichen Pazifik. Er besteht aus der Nord-, der Südinsel sowie zahlreichen kleineren Inseln. Hauptstadt ist Wellington.
Neuseeland wird vielfach als „grüne Insel“ betrachtet, was vor allem an der dünnen Besiedlung, der Unberührtheit der Natur sowie der vielfältigen und einzigartigen Vegetation liegt. Neuseeland ist in 13 Regionen und 4 Unitary Authorities aufgeteilt:
- Nordinsel: Northland, Auckland, Waikato, Bay of Plenty, Gisborne, Hawke’s Bay, Taranaki, Manawatu-Wanganui, Wellington
- Südinsel: Tasman, Marlborough, Nelson, West Coast, Canterbury, Otago, Southland.
Nach Schätzungen der neuseeländischen Regierung hängt jede zehnte Arbeitsstelle im Land vom Tourismus ab. Die Grundlage des neuseeländischen Tourismus bilden die Vielfalt der Landschaften (Küsten, Seen und Fjorde, Hochgebirge und Gletscher, Vulkane und heiße Quellen), die üppige und fremdartige Vegetation im Bush- wie im Tussockgrass-Country, die Nationalparks auf Nord- und Südinsel, in den Waldgebieten wie im Hochgebirge, die gut ausgebaute Infrastruktur und die aufgeschlossenen Bewohner Neuseelands.
Neuseeland besuchen mehr als zwei Millionen Touristen pro Jahr. Obwohl der Abenteuertourismus immer noch eine bedeutende Rolle einnimmt, gibt es eine Tendenz zu einem „luxuriösen Neuseeland“. Bislang wurden von Qualmark, Neuseelands offiziellem Bewertungsservice für Unterkünfte, über 160 Hotels mit fünf Sternen ausgezeichnet.
Geografie und Landschaft
Die 113.729 km² große Nordinsel ist die am dichtesten besiedelte Insel Neuseelands. Auf ihr leben etwa drei Viertel der Einwohner und sowohl die Hauptstadt Wellington als auch die größte Stadt des Landes Auckland liegen auf der Nordinsel.
Auf der mit 151.215 km² etwas größeren Südinsel verlaufen parallel zur Westküste die Neuseeländischen Alpen, auch Südalpen genannt. Ihre höchste Erhebung ist der 3.754 m hohe Mount Cook. Insgesamt haben 17 Gipfel eine Höhe von über 3.000 m. Sowohl die nördlichsten als auch die südlichsten Gebiete der Insel bestehen aus Mittelgebirgen, die teilweise auf über 1.000 m Höhe ansteigen. Die Region West Coast zwischen Südalpen und der Tasman-See ist äußerst schmal und gehört zu den niederschlagsreichsten Gebieten der Erde. Aufgrund dessen schieben sich einige Gletscher der Südalpen, wie der Fox- und der Franz-Josef-Gletscher, durch sämtliche Vegetationszonen bis in die Regenwälder in Küstennähe. Im äußersten Südwesten liegen reich gegliederte Fjordlandschaften. Die großteils als Nationalparks unter Schutz stehen.
Klima und Wetter
Neuseeland liegt in den gemäßigten Breiten der Südhalbkugel, so dass das Klima mild ist. Die nördlichen Teile der Nordinsel werden von einem subtropischen Klima geprägt, während im Rest des Landes ein gemäßigtes Klima vorherrscht. Im Flachland schwanken die durchschnittlichen Temperaturen im Norden zwischen etwa 15 °C im Winter und 25 °C im Sommer. Auf der Südinsel liegen die Temperaturen etwa 5–10 °C darunter.
Neuseeland liegt in einer Zone starker westlicher Winde, den Brüllenden Vierzigern (englisch Roaring Forties). Diese Winde treffen in ihrer Bahn auf dem 40. Grad südlicher Breite nur dreimal auf Land: einmal auf die Südspitze Südamerikas, später teilweise auf Tasmanien und das dritte Mal auf Neuseeland. Dadurch bedingt regnen sich die hauptsächlich über der Tasmanischen See angesammelten Wassermassen an den Bergen der Südinsel ab. Der durchschnittliche Jahresniederschlag liegt an der Westküste der Südinsel bei 7000 mm pro Jahr, auf der Ostseite der Berge ist es erheblich trockener.
Insgesamt ist das Klima maritim geprägt. Einzig die östlich der Hochgebirge gelegenen Gegenden, wie zum Beispiel das Mackenzie-Becken und Central Otago auf der Südinsel oder die Rangipo Desert auf der Nordinsel, sind kontinental geprägt. Hier liegen die Sommertemperaturen nicht selten über 30 °C, und in den Wintermonaten fällt regelmäßig Schnee.
Reiseziele und Sehenswürdigkeiten
- Rotorua
- Waitomo Caves
- Coromandel Peninsula
- Fjordland mit dem Milford Sound
- Queenstown
- Auckland
- Bay of Islands
- Dunedin
- Hawke’s Bay
- Nationalpark Te Wahipounamu im Südwesten Neuseelands (zusammengesetzt aus dem Aoraki/Mount-Cook-Nationalpark, dem Tai-Poutini/Westland-Nationalpark, dem Mount-Aspiring-Nationalpark und dem Fiordland-Nationalpark), 1990, UNESCO Weltnaturerbe.
- Tongariro-Nationalpark: 1990, UNESCO Weltnaturerbe, -Kulturerbe
- Subantarktische Inseln Neuseelands (Snaresinseln, Bountyinseln, Antipoden-Inseln, Auckland-Inseln und Campbell-Insel), 1998, UNESCO Weltnaturerbe
Strände
Neuseeland hat zahlreiche schöne Traumstrände.
Die Blaue Flagge ist ein Öko-Label, das jedes Jahr an Strände und Marinas vergeben wird, an denen in der vorangegangenen Saison ein konstant hoher Standard der Badewasserqualität eingehalten wurde.
- Taranaki: Oakura.
Währung: Neuseeland-Dollar
Der Neuseeland-Dollar (New Zealand Dollar) ist die Währung von Neuseeland. Er ist außerdem die Währung in der neuseeländischen Kolonie Tokelau und in Niue, das in freier Assoziierung mit Neuseeland steht, sowie auf den Pitcairninseln.
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