Weißensee
Der Weißensee ist ein See in Kärnten am Fuß der Gailtaler Alpen in Österreich, nördlich von Hermagor. Er liegt auf 930 Metern Höhe über dem Meeresspiegel und ist damit der höchstgelegene der großen Kärntner Badeseen.
Der Weißensee ist 11,6 km lang, an der breitesten Stelle misst er 900 Meter, an seiner tiefsten 99 Meter. Sein 23 km langes Ufer ist nur zu einem Drittel bebaut (Westteil des Sees sowie die Ortsee am Ostufer), der Rest steht unter Natur- und Landschaftsschutz. Am Seeufer führt keine Durchgangsstraße entlang, nur ein schmaler, teils steiler Pfad verbindet den Ronacherfels (östliches Ende der Fahrstraße) mit dem Ostufer (Campingplatz).
Der See ist wegen seiner hervorragenden Wasserqualität ein gutes Fischgewässer. Mit Sichttiefen von bis zu 6 Metern ist der Weißensee auch ein ideales Badegewässer mit bis zu 24° C Wassertemperatur. Zur Erhaltung der Wasserqualität ist auf dem See die Nutzung von Verbrennungsmotoren ausschließlich der Linienschiffahrt, der Polizei und Wasserrettung, sowie der Land- und Forstwirtschaft gestattet.
Tourismus
Den See umgibt ein mehrere hundert Kilometer langes Netz von Wander- und Mountainbike-Wegen aller Schwierigkeitsgrade. Einige Berggipfel (Latschur im Norden, Golz im Süden, Reißkofel im Westen) sind vom See aus über bewirtschaftete Almen und Hütten zu erreichen. Auch Camping ist möglich.
Wintersport
Im Winter bietet der See mit einer bis zu 60 cm dicken Eisdecke die größte Eisfläche der Alpen, auf der auch Eislaufmarathons durchgeführt werden. Die Eisdecke ist oft so tragfähig, dass Holztransporte mit LKW über den See hinweg durchgeführt werden können. Bei Techendorf am Südufer des Sees gibt es ein kleines Skigebiet mit Sessellift und einigen Skipisten; rund um den See werden Langlaufloipen gespurt.
Angeln
Schon seit dem Mittelalter ist der Weißensee für seine See- und Lachsforellen bekannt, in der Neuzeit wurde durch künstlichen Besatz mit anderen Fischarten wie Flussbarsch, Karpfen oder Hecht die Attraktivität als Angelgewässer gesteigert. Durch den entstehenden Konkurrenzdruck starben aber einige ursprüngliche Arten wie Gründling oder Elritze aus. Das Aussterben der Seeforelle wurde durch Besatzmaßnahmen verhindert – nicht zuletzt zur Erhaltung der touristischen Attraktivität des Sees.
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