Provinz Ciego de Ávila
Ciego de Ávila ist eine Provinz in Zentral-Kuba. Hauptstadt ist die gleichnamige Stadt Ciego de Ávila, welche an der Autobahn (carretera central) liegt. Die zweitgrößte Stadt ist Morón nahe der Nordküste.
Vor der Nordküste liegen die cayos der Inselgruppe Jardines del Rey (Teil eines 400 km langen Korallenriffs mit kleinen und kleinsten Inseln). Ihre ausgedehnte tropische Vegetation und Flachwassergebiete bieten Lebensraum für über 150 Vogelarten. Um Cayo Coco siedelt die größte Kolonie Flamingos. Ein großer Teil der Inseln ist heute als Naturschutzreservat ausgewiesen. An der Südküste gibt es Mangrovenwälder.
Zwischen Morón und der Nordküste gibt es mehrere Seen, der größte davon ist die Laguna de la Leche (Milchsee). Er ist zugleich das größte Süßwasserreservoir Kubas. Die eigenartige weiße Färbung des Wassers stammt von Kalkvorkommen.
Die Provinz ist weitgehend eben. Die einzigen deutlichen Erhebungen sind im Nordwesten bei Florencia (als Ausläufer der Gebirgskette ‘Altura del Nordeste’), sowie im Nordosten die Loma de Cunagua bei Bolivia. Im Zentrum liegt die Ebene Llanura de Júcaro - Morón. Die beiden größten Flüsse sind zur Südküste der Rio Majagua, sowie der Rio Chambas nach Norden.
Tourismus
Ursprünglich war die Region um Morón vor allem für Angler und Jäger ein bevorzugtes Reiseziel. Seit 1993 wurden die beiden größten Inseln Cayo Coco und Cayo Guillermo mit großen Hotelanlagen touristisch erschlossen. Verbindung zum Festland gibt es seit 1989 über einen 17 km langen Damm. Einheimische haben kaum Zutritt zu den Touristenresorts.
Seit ca. 2003 ist auf Cayo Coco ein Flughafen in Betrieb (Jardines del Rey, CCC), der auch aus Europa direkt angeflogen wird. Damit entfällt für Chartertouristen der lange Transfer von Ciego de Avila. Der dortige Flughafen Máximo Gómez (AVI) hat heute kaum noch Bedeutung.
Für Touristen aus Cayo Coco ist Moron für Tagesausflüge gut erreichbar. Interessant sind u.a. das Stadtmuseum, die Bahnstation der Ferrocarriles del Norte, oder Exkursionen zur Zuckerfabrik im nahe gelegenen Patria.
Im Municipio Bolivia befindet sich die Loma de Cunagua, ein weitgehend unberührtes Naturschutzgebiet. Die Hügellandschaft ist ein lohnendes Ziel für Naturbeobachtungen, mit Aussichtspunkten, Einrichtungen für Öko-Tourismus und Wanderpfaden unterschiedlichen Schwierigkeitsgrades.
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