Rumänische Landschaft bei Dambovicioara Fotograf:
Soare
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Rumänien
Rumänien ist eine Republik im Südosten von Europa, die von der Pannonischen Tiefebene bis zum Schwarzen Meer reicht. Hauptstadt ist Bukarest.
Rumänien grenzt (von Süden im Uhrzeigersinn) an Bulgarien, Serbien, Ungarn, Ukraine und Moldawien. Rumänien ist Mitglied der Vereinten Nationen, der NATO und der Europäischen Union.
Geografie und Landschaft
Rumäniens Landschaft wird etwa zu je einem Drittel von Gebirge, Hochland und Ebene eingenommen. Die Karpaten trennen die drei historischen Regionen Moldau, Walachei und Siebenbürgen voneinander. Höchster Punkt Rumäniens ist der Moldoveanu mit 2.544 m. Das geografische Zentrum Rumäniens ist das Siebenbürgische Hochland (Transsilvanien), das vom Apuseni-Gebirge und vom Karpatenbogen umschlossen wird. Die Ostkarpaten bilden die Grenzen zum Moldauer Hochland, das im Nordosten Rumäniens liegt. Die Südkarpaten trennen Siebenbürgen von der Walachischen Tiefebene. Im Westen Rumäniens grenzen die Karpatenausläufer an die Pannonische Tiefebene. Hier befinden sich die historischen Regionen Banat (Südwesten), Kreischgebiet (Westen) und Maramures (Nordwesten). Der bedeutendste Fluss Rumäniens ist die Donau, die über 1.075 km durch oder an Rumänien entlang fließt. Sie bildet die rumänische Südgrenze und mündet im Donaudelta ins Schwarze Meer.
Klima und Wetter
Rumänien gehört zur gemäßigten Klimazone im Bereich der Westwindzone. Durch die natürliche Barriere der Karpaten unterscheiden sich die einzelnen Landesteile klimatisch voneinander. Siebenbürgen (westlich der Karpaten) ist noch vom maritimen Klima der atlantischen Winde geprägt. Die Karpaten verhindern jedoch, dass diese den Osten und Süden des Landes erreichen. In Moldau (östlich der Karpaten) herrscht ein kontinentales Klima. Diese Region ist kalten Luftströmen aus der Ukraine ausgesetzt. Die Walachei (südlich der Karpaten) hat mediterrane Einflüsse, sowie in stärkerem Ausmaß in der Dobrudscha.
Die jährlichen Durchschnittstemperaturen variieren innerhalb Rumäniens zwischen 11°C im Süden und 8°C im Norden. Im Winter betragen die durchschnittlichen Temperaturen 0°C an der Schwarzmeerküste und -15°C im Hochgebirge. Im Sommer steigen die durchschnittlichen Temperaturen in den tieferen Regionen des Lands auf mehr als 25°C. Die Niederschläge sind tendenziell am stärksten im Nordwesten Rumäniens und am schwächsten im Südosten. Die höchsten jährlichen Niederschlagsraten treten mit 1.500 mm im Hochgebirge auf, verglichen mit 400 mm an der Schwarzmeerküste.
Reiseziele und Sehenswürdigkeiten
Karpaten
Schwarzmeerküste
Siebenbürgen (Transsilvanien)
- Sibiu (Hermannstadt): 2007 Kulturhauptstadt Europas.
- Kirchenburgen in Siebenbürgen in Biertan (Birthälm), Câlnic (Kelling), Dârjiu (Ders), Prejmer (Tartlau), Saschiz (Keisd), Valea Viilor (Wurmloch) und Viscri (Deutsch-Weißkirch): seit 1993 UNESCO Weltkulturerbe.
- Sighisoara (Schäßburg): Historisches Zentrum, seit 1999 UNESCO Weltkulturerbe.
- Festungsanlagen der Daker in den Bergen von Orăștie (Broos): seit 1999 UNESCO Weltkulturerbe.
Moldau
- Sieben Kirchen in der Moldau (Malereien): Taierea capului Sfântului Ioan Botezatorul, Adormirea Maicii Domnului, Buna Vestire, Sfânta Cruce, Sfântul Nicolae, Sfântul Gheorghe (in Sucevita) und Sfântul Gheorghe (in Voronet): seit 1993 UNESCO Weltkulturerbe.
Maramures
- Holzkirchen in der Maramureș: seit 1999 UNESCO Weltkulturerbe.
- Wassertalbahn von Vișeu de Sus: eine mit Dampfloks betriebene Schmalspurbahn.
Walachei
- Archäologische Stätte von Histria, Europäisches Kulturerbe-Siegel.
- Bukarest: Palast der Phanariotendynastie der Cantacuzino, Rumänisches Athenäum, Europäisches Kulturerbe-Siegel.
- Kloster Horezu: seit 1993 UNESCO Weltkulturerbe.
- Târgu Jiu: Brâncuși-Ensemble, Europäisches Kulturerbe-Siegel.
Strände
Die Blaue Flagge ist ein Öko-Label, das jedes Jahr an Strände und Marinas vergeben wird, an denen in der vorangegangenen Saison ein konstant hoher Standard der Badewasserqualität eingehalten wurde.
- Schwarzes Meer: Constanta, Mamaia: Vega Summer Beach.
Anreise und Verkehr
- Flug: Es existieren zwei Flughäfen bei Bukarest, weiterhin je einer bei Arad, Baia Mare, Craiova, Sibiu, Târgu Mureș, Constanța, Cluj-Napoca, Timișoara, Oradea, Bacău, Suceava und Iași. Einheimische Fluggesellschaften sind TAROM, Carpatair und die Billigfluggesellschaft Blue Air.
- Bahn: Rumänien verfügt mit der Rumänischen Staatsbahn (CFR) über eines der längsten Eisenbahnnetze Europas. Große Teile des Streckennetzes und des rollenden Materials haben einen starken Modernisierungsbedarf, wobei es in den letzten Jahren punktuelle Verbesserungen gab.
- Straße: In Rumänien besteht seit Januar 2005 eine Vignettenpflicht für PKW und LKW auf allen Straßen. Die Vignetten („Rovinieta“) sind an den Grenzübergängen und den meisten Tankstellen von OMV, Rompetrol und Petrom erhältlich. Bei der Ausreise wird an der Grenze oft kontrolliert, ob die Rovinieta und der dazugehörige Kaufbeleg vorhanden und gültig sind. Der Preis der Vignette richtet sich seit 2008 nicht mehr nach der Abgaseinstufung (Euronorm), sondern wird pauschal erhoben. Die Preise für PKW betragen 2008 für die Jahresvignette 28 Euro, für eine 30-Tages-Vignette 7 Euro und für die 7-Tages-Vignette 3 Euro. Die Vignette wird bisher nicht gelocht oder gestempelt, daher muss der Kassenbeleg unbedingt aufgehoben werden. Es existieren mit der A1 und A2 zwei Autobahnen in Rumänien, doch sind weitere in Planung, um das Land stärker an die übrige EU anzuschließen.
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Die Walachei (rumänisch: Țara Românească oder Țara Rumânească, deutsch etwa „Rumänisches Land“) ist eine historische Region im Süden des heutigen Rumänien.
Die Walachei wird im Norden von den Südkarpaten und im Süden von der Donau, die gleichzeitig die Grenze zu Bulgarien ist, begrenzt. Der Fluss Olt teilt sie in die Große Walachei (rumänisch Muntenia) im Osten und die Kleine Walachei (rumänisch Oltenia) im Westen. Die größte Stadt der Walachei ist die rumänische Hauptstadt Bukarest.
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Die Transsilvanischen Alpen (rum. Carpații Meridionali) sind ein Teil der Karpaten in Rumänien und werden oft auch Südkarpaten genannt. Sie erreichen mit dem Moldoveanu bis zu 2.544 Meter. Das Gebirge trennt Siebenbürgen (nördlich) von der Walachei (südlich). Den Transsilvanischen Alpen schließt sich südwestlich das Banater Gebirge an, das noch als Teil der Karpaten bis nach Serbien reicht. Die östliche Begrenzung ist der Predeal-Pass.
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Siebenbürgen oder Transsilvanien (rumänisch Ardeal oder Transilvania nach lat. Transsilvania, ungar. Erdély) ist ein historisches und geografisches Gebiet im südlichen Karpatenraum im Zentrum Rumäniens mit einer abwechslungsreichen Geschichte.
Siebenbürgen ist in die folgenden rumänischen Kreise unterteilt:
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Das Bucegi-Gebirge (Butschetsch-Gebirge bzw. der Butschetsch, rumänisch Munții Bucegi, ungarisch Bucsecs-hegység) liegt südlich der Stadt Brașov am östlichen Rand der Südkarpaten in Rumänien. Es erstreckt sich hufeisenförmig südöstlich von Bran. Der höchste Gipfel des Gebirges ist die 2.505 m hohe Omu-Spitze.
Das gut erschlossene Gebirge mit einer Fläche von etwa 300 Quadratkilometern besitzt zahlreiche Berghütten und in der Umgebung des Kurortes Sinaia zahlreiche Seilbahnen und Skilifte.
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Bukarest ist die Hauptstadt Rumäniens mit knapp zwei Millionen Einwohnern.
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Bușteni ist eine Stadt mit rund 10.000 Einwohnern im Kreis Prahova, in den rumänischen Karpaten. Sie ist eine der bekanntesten Touristenstädte Rumäniens.
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Sinaia ist eine Stadt im rumänischen Kreis Prahova. Sie liegt ca. 50 km südlich von Brașov im Tal des Flusses Prahova in den Karpaten. Um Sinaia liegt ein beliebtes Skigebiet, das Bucegi-Gebirge. Von der Stadt (767–860 m) führt eine Seilbahn bis auf eine Höhe von 2.000 m, außerdem gibt es mehrere Skilifte.
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Brașov (deutsch Kronstadt, ungarisch Brassó) ist eine Großstadt in Rumänien mit etwa 280.000 Einwohnern. Die Stadt liegt im gleichnamigen Kreis im Burzenland im Südosten Siebenbürgens, Rumänien. Im Süden und Osten ist die Stadt von den Karpaten umgeben.
Sehenswürdigkeiten
Die historische Altstadt ist geprägt von spätmittelalterlichen Bürgerhäusern (so zum Beispiel das Hirscherhaus am Rathausplatz) und großzügigen, stilvollen Bauten des 19. Jahrhunderts.
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Sibiu (deutsch Hermannstadt, ungarisch Nagyszeben) ist eine Stadt im Kreis Sibiu in Rumänien und war 2007 Kulturhauptstadt Europas.
Die Stadt liegt am Zibin (Cibin), einem Nebenfluss des Alt, nahe den Südkarpaten. Südlich der Stadt erstreckt sich die Mărginimea Sibiului, eine traditionell rumänisch bewohnte Region der Vorkarpaten. Nördlich, nordwestlich, nordöstlich, im Südwesten und östlich der Stadt befindet sich der ehemalige „Königsboden“ - das historisch von Siebenbürger Sachsen besiedelte Gebiet.
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Constanța (deutsch Konstanza, auch Constantza, türkisch Kustendji, Kustendja, Köstence, Köstendsche) ist die wichtigste Seehafenstadt am Schwarzen Meer mit 302.171 Einwohnern.
Sie ist Hauptstadt des Kreises Constanța und die fünftgrößte Stadt Rumäniens.
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Kloster Horezu (auch Kloster Hurezi genannt) steht im Westen der Walachei (Rumänien) am Fuße der Karpaten. Das Kloster wurde 1690 von dem damaligen Fürsten der Walachei Constantin Brâncoveanu (1654–1714) gegründet. Die Rufe von Eulen (rumänisches “huhurezi”) die sich in den umliegenden Wäldern des Klosters aufhielten gaben vermutlich dem Kloster seinen Namen. Das im Brâncoveanu-Stil errichtete Kloster gehört seit 1993 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die auf einer Anhöhe gelegene Klosteranlage wurde seit dem Jahr 1827 mehrfach restauriert.
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Bran (dt. Törzburg, ung. Törcsvár) ist eine Gemeinde in Siebenbürgen, Rumänien, und liegt im Kreis Brașov. Der 30 Kilometer von der Stadt Brașov (dt. Kronstadt) entfernte Ort wurde durch sein Schloss, das oberhalb der Ortschaft liegt, bekannt.
Hoch auf einem steilen Felsen beherrscht das Schloss die zu seinen Füßen liegende Schlucht und die Straße, welche Siebenbürgen mit der Walachei verbindet. Der Bau wurde 1377 beschlossen und anschließend ausgeführt.
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Mamaia ist der bedeutendste Badeort an der rumänischen Schwarzmeerküste. Er gehört administrativ zu Constanța und liegt nordöstlich der Stadt auf einer rund 7 km langen und nur 300 m breiten Landzunge zwischen dem Schwarzen Meer und dem Süßwassersee Siutghiol.
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Die Holzkirchen in der Maramureș sind etwa 60 Kirchengebäude in der Region Maramureș, ca. 45 davon in Rumänien, ungefähr 15 in der Ukraine. Acht von ihnen, im rumänischen Kreis Maramureș gelegen, sind von der UNESCO zum Welterbe erklärt worden. Diese Kirchen stehen in den Ortschaften
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Die Wassertalbahn ist eine schmalspurige Waldbahnstrecke im Norden Rumäniens, die von Vișeu de Sus (dt. Oberwischau, Kreis Maramureș) in die Karpaten führt.
Die Bahn ist Eigentum des größten Arbeitgebers des Ortes Vișeu de Sus, des Sägewerkes R.G. Holz Company S.R.L.
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Vișeu de Sus (deutsch Oberwischau, ungarisch Felsővisó) ist ein Ort im nördlichen Rumänien im Kreis Maramureș. Die 1956 zur Stadt erhobene Gemeinde liegt am Zusammenfluss des namensgebenden Flusses Vișeu mit der Vaser. Sie umfasst außer der Stadt im engeren Sinne noch die Ortschaft Vișeu de Mijloc. im Jahr 2002 hatte Vișeu de Sus 15.944 Einwohner, Vișeu de Mijloc 3.223.
Bekannt ist der Ort besonders durch die Karpatenwaldbahn (Wassertalbahn), die von Vișeu de Sus auf einem etwa 40 km langen Schienennetz bis zur ukrainischen Grenze führt.