Bukarest
Bukarest ist die Hauptstadt Rumäniens mit knapp zwei Millionen Einwohnern.
Die Stadt verfügt über mehrere Universitäten und Hochschulen, sowie zahlreiche Theater und Museen. Der französische Einfluss in der Architektur der Stadt brachten ihr den Beinamen Micul Paris (=Kleines Paris, auch “Paris des Ostens”) ein. In der Amtszeit des rumänischen Diktators Nicolae Ceauşescu wurden weiträumig historische Stadtviertel zerstört, um dem monumentalen Zuckerbäckerstil des Diktators Platz zu machen.
Bukarest liegt in 50 bis 100 Meter Meereshöhe im Zentrum der Walachischen Tiefebene 70 Kilometer nördlich der Donau und 280 Kilometer westlich des Schwarzen Meeres. Die Stadt wird von der Dâmboviţa durchflossen. Ihr Nebenfluss, die Colentina, bildet im Norden der Stadt eine Kette von neun natürlichen Seen.
Klima und Wetter
Das Klima ist gemäßigt kontinental. In den Sommermonaten liegt die durchschnittliche Temperatur über 20 °C. Die Wintertemperaturen bewegen sich häufig unter 0 °C, jedoch selten unter -10 °C. Der kälteste Monat ist der Januar, mit einer durchschnittlichen Temperatur von -5 °C. Der heißesten Monate sind der Juli und der August, mit einer jährlichen Durchschnittstemperatur von 27 °C. Berüchtigt ist im Winter der Crivăţ, ein kalter kontinentaler Wind, der aus nordöstlicher Richtung weht und Dauerfrost und Schneestürme mit sich bringt. Die Jahresniederschlagssumme in Bukarest liegt bei 579 Millimetern.
Sehenswürdigkeiten
Bukarest weist eine erstaunlich vielfältige Architektur auf. In kaum einer anderen europäischen Hauptstadt findet man auf engstem Raum ein derart buntes Stilgemisch. Nach dem türkischen Sultanat wandte sich die Architektur westlichen Bauarten zu. Vorbilder waren Paris und die österreichische Monarchie. Neben Palästen im französischen eklektisch-akademischen Stil des ausgehenden 19. Jahrhunderts stehen Villen im neurumänischen Brâncoveanu-Stil des beginnenden 20. Jahrhunderts, der orientalische und italienische Baumotive in sich vereinigt. Kleine ländliche Häuschen ducken sich zwischen Blöcken im Bauhaus-Stil der 30er-Jahre des 20. Jahrhunderts und typischen sozialistischen Plattenbauten aus den 1960er- und 1970er-Jahren. Hinzu kommt der protzige Zuckerbäckerstil, den der Ex-Diktator Nicolae Ceauşescu der Stadt in seinen letzten Amtsjahren aufgezwungen hat.
Quelle: Wikipedia Lizenz: CC-by-sa-3.0
