Sangiovese-Trauben für die Herstellung des Chianti Fotograf: Lizenz: CC-by-sa-2.0
Sangiovese-Trauben für die Herstellung des Chianti

Italienischer Wein

Der Weinbau in Italien ist ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor. Italien gehört zu den wichtigsten europäischen Weinproduzenten.

Auf einer Fläche von mehr als 908.000 Hektar (2000) werden mehr als 60 Millionen Hektoliter Wein erzeugt. Jede der 20 italienischen Verwaltungsregionen hat ihre eigenen Rebflächen. Wein ist in Italien fester Bestandteil des Alltagslebens. Das Trio Brot, Oliven und Wein ist ein Synonym für mediterrane Lebensart geworden.

Italienischer Wein wird wie im übrigen Europa in Qualitätswein und Tafelwein aufgeteilt. Die einfachste Qualitätsstufe heißt Vino da Tavola (Tafelwein). Höher angesiedelt ist IGT (Indicazione Geografica Tipica), die in etwa dem französischen Vin de Pays vergleichbar ist. Unter der Deklarierung IGT findet sich ein breites Spektrum von belanglosen Tröpfchen bis hin zu höchstwertigen Weinen, denen eine DOC- oder DOCG-Klassifizierung zum Beispiel verwehrt bleibt, weil sie aus anderen als den hierfür vorgeschriebenen Trauben gekeltert sind. Bemerkenswert ist, dass, anders als in Deutschland, nicht die Mehrzahl der Weine einen Rang als Qualitätswein zuerkannt bekommen. Einfache Tafelweine oder IGT-Weine gelten in Italien als alltägliche Tischweine und jederzeit als akzeptabel.

Es folgt die Stufe DOC. Die nächsthöhere und höchste amtliche Qualitätsstufe heißt DOCG. In Italien gibt es über 200 Weine mit kontrollierter Herkunftsbezeichnung wie beispielsweise Chianti oder Soave. Daneben gibt es noch Klassifizierungen wie in Spanien, die auf die Lagerung hinweisen, so etwa die Prädikate Riserva oder Vecchio, die auf eine längere Fasslagerung als vorgeschrieben hinweisen. Das Wort Superiore bedeutet in der Regel einen Wein, der einen höheren Alkoholgehalt hat als der Standard DOC-Wein.

Zusätzlich gibt es Bezeichnungen wie “vino nobile di …” (z. B. Montepulciano- Ortsangabe, nicht Traube).

Generell verboten in Italien ist das Anreichern von Weinen mit Zucker (Chaptalisation), wie es in Deutschland oder im Bordeaux zugelassen ist. Zulässig ist jedoch das Anreichern schwacher Weine mit starkem Most, zum Beispiel aus Süditalien.
  

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  • Süditalien besteht aus den heutigen italienischen Regionen, die vor der Einigung Italiens im Jahr 1861 zum Königreich beider Sizilien gehörten. Es handelt sich um die Regionen Abruzzen, Molise, Kampanien, Basilikata, Apulien, Kalabrien und Sizilien. Auch die früher vom Haus Savoyen beherrschte Insel Sardinien gehört zum Mezzogiorno.

    Die Region Abruzzen kann nach rein geografischen Kriterien auch zu Mittelitalien zugerechnet werden. 

    Nationalpark Majella, Abruzzen
  • Sizilien ist die größte Insel im Mittelmeer. Sizilien liegt südwestlich vor der Stiefelspitze Italiens und ist der Überrest einer Landbrücke, die einst Europa und Afrika verband. Sizilien hat rund 5 Millionen Einwohner. Die Hauptstadt von Sizilien und gleichzeitig größte Stadt ist Palermo.

    Sizilien: Der Vulkan Ätna im Winter
  • Sardinien ist nach Sizilien die zweitgrößte Insel im Mittelmeer und bildet mit einigen ihr vorgelagerten Inseln die gleichnamige autonome Region Italiens. Ihre Hauptstadt ist Cagliari.

    Traditionelle sardische Trachten, Sardinien
  • Oberitalien, auch Norditalien genannt, ist der nördliche Teil der stiefelförmigen Halbinsel Italien, die in Oberitalien, Mittelitalien und Süditalien unterteilt wird. Die Großregion gilt als das Herz der italienischen Wirtschaft. Oberitalien umfasst den italienischen Alpenraum, die Poebene und den nördlichen Apennin bis zu den Grenzen der Toskana und Markens.

    Apennin, Oberitalein, aus der Luft betrachtet
  • Mittelitalien ist der mittlere Abschnitt der stiefelförmigen Halbinsel Italien, die in Oberitalien, Mittelitalien und Süditalien eingeteilt wird. Es erstreckt sich vom Apenninenkamm zwischen La Spezia und Rimini bis zur historischen Nordgrenze des Königreich Neapel.

    Blick von Südwesten auf Volterra, Mittelitalien
  • Die sizilianische Küche zählt zu den ältesten und vielseitigsten Regionalküchen Italiens.

    Pasta alla Norma, Sizilien
  • Sizilien, die Insel des Nero d’Avola, mit der Hauptstadt Palermo ist mit 133.518 ha Rebfläche die größte Weinregion Italiens.

    Marsalaweine aus Sizilien
  • In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich aus der Tradition der Straßensänger das Sizilianische Marionettentheater. Das Puppenspiel mit aufwendig gestalteten Marionetten wird vor allem in den größeren Städten bis heute aufgeführt. 2001 wurde es von der UNESCO in die Liste der Meisterwerke des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit aufgenommen.

    Festino di Santa Rosalia (Rosenwagen) in Palermo, Sizilien
  • Sardinien hat eine Rebfläche von 43.331 ha. Die südliche Lage im Mittelmeer sichert reichlichen Sonnenschein.

  • Cagliari ist die größte Stadt und Hauptstadt der Autonomen Region Sardinien in Italien.

    Cagliari , Meer beim Sella del Diavolo, Sardinien
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