Sizilien: Der Vulkan Ätna im Winter Fotograf: Lizenz: CC-by-sa-2.0
Sizilien: Der Vulkan Ätna im Winter

Sizilien

Sizilien ist die größte Insel im Mittelmeer. Sizilien liegt südwestlich vor der Stiefelspitze Italiens und ist der Überrest einer Landbrücke, die einst Europa und Afrika verband. Sizilien hat rund 5 Millionen Einwohner. Die Hauptstadt von Sizilien und gleichzeitig größte Stadt ist Palermo.

Weitere große Städte sind Catania, Messina und Syrakus. Vom italienischen Festland ist Sizilien durch die Straße von Messina getrennt, einer Meerenge, die an der schmalsten Stelle etwa 3 km breit ist. Die Entfernung nach Malta beträgt 95 km, nach Tunesien 160 km.

Haupterwerbsquelle der Sizilianer ist der Dienstleistungssektor, knapp 70 % der Arbeitsplätze fallen in diesen Bereich. Hierzu trägt der wachsende Tourismus bei. Daneben bietet das milde Klima günstige Bedingungen für die Landwirtschaft. Im hügeligen, wasserarmen Landesinneren wird extensive Landwirtschaft in Form von Weidewirtschaft, Weizen- und Bohnenanbau betrieben. In den ebeneren Gebieten und an der Küste werden vor allem Zitrusfrüchte, Weinreben, Mandeln, Oliven, Gemüse und Baumwolle angebaut. Sizilien erwirtschaftet 70 % der gesamtitalienischen Erträge an Zitrusfrüchten, 60 % der Mandelernte und 25 % der Weintraubenernte. Die Produktion von Wein und Olivenöl ist ein weiterer wichtiger Wirtschaftszweig.

Geografie und Landschaft

Über 80 % der Fläche Siziliens sind Berg- oder Hügelland. Ebene Gebiete gibt es im Süden und im Hinterland von Catania. Der höchste Berg Siziliens ist der Ätna (3345 m), der zugleich der größte und aktivste Vulkan Europas ist. Weitere aktive Vulkane sind Stromboli und Vulcano auf den im Nordosten vorgelagerten Liparischen Inseln. Bekannt ist der Fluß Alcantara (52 km) wegen seiner Schluchten, den Gole dell’Alcantara, die er durch die Lava des Ätna gegraben hat. Der einzig natürliche See ist der kreisrunde Lago di Pergusa im Zentrum der Insel. Er ist vulkanischen Ursprungs.

Vor der Nordküste liegen die Äolischen oder Liparischen Inseln, im Nordwesten die Insel Ustica. Die Westspitze wird von den Ägadischen Inseln gesäumt. Zwischen der Südküste Siziliens und der tunesischen Küste liegen die Insel Pantelleria und die Pelagischen Inseln.

Klima und Wetter

Auf Sizilien herrscht mediterranes Klima mit heißem, trockenem Sommer und mildem, feuchtem Winter. Im Inselinneren ist es im Vergleich zu den Küstengebieten etwas kühler. Hier liegen die Durchschnittstemperaturen bei 19°C im Sommer und 5° C im Winter. An den Küsten betragen die Temperaturen im Sommer durchschnittlich 26°C, im Winter 10°C. Im Süden werden durch den aus der Sahara wehenden Scirocco Werte über 40°C erreicht.

Von Mai bis September fällt bis auf kurze Regenschauer kaum Niederschlag. Oktober bis Februar sind die regenreichsten Monate, wobei in den Gebirgen im Norden mehr Niederschlag fällt als in den südlicheren Gebieten. Unter den großen Städten an der Küste ist Messina die niederschlagreichste Stadt. Catania, das im Regenschatten des Ätna liegt, ist die Stadt mit der geringsten Niederschlagsmenge. Oberhalb von 2.000 m kann es in den Wintermonaten scharfen Frost und Schnee geben.

Reiseziele und Sehenswürdigkeiten

  • Römische Villa (Villa Romana del Casale) mit ihren Mosaiken (Provinz Enna), seit 1997 UNESCO Weltkulturerbe.
  • Agrigent: Archäologische Stätten, seit 1997 UNESCO Weltkulturerbe.
  • Äolische Inseln (Liparische Inseln): seit 2000 UNESCO Weltnaturerbe.
  • Val di Noto: Spätbarocke Städte, seit 2002 UNESCO Weltkulturerbe.
  • Syrakus und die Nekropolis von Pantalica: seit 2005 UNESCO Weltkulturerbe.
  • Ätna: Vulkan.
Die schönsten Dörfer Italiens (I borghi più belli d’Italia)
  • Brolo
  • Castelmola
  • Cefalù
  • Geraci Siculo
  • Montalbano Elicona
  • Novara di Sicilia
  • Sperlinga
  • San Marco d’Alunzio

Strände und Baden

Die Küste Siziliens ist etwa 1.000 km lang. Im Norden und Osten steigt das Land steil aus dem Meer auf. Unterbrochen werden diese Felsküsten von zahlreichen Buchten mit Sandstränden. Gegen Süden hin fällt Sizilien flach ab und es gibt größere Sandstrände. 

Die Blaue Flagge ist ein Öko-Label, das jedes Jahr an Strände und Marinas vergeben wird, an denen in der vorangegangenen Saison ein konstant hoher Standard der Badewasserqualität eingehalten wurde.

  • Fiumefreddo di Sicilia: Fiumefreddo-Marina di Cottone.
  • Menfi: Lido Fiori Bertolino, Porto Palo Cipollazzo.
  • Pozzallo: Pietrenere, Raganzino.
  • Ragusa: Marina di Ragusa.
      

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  • Die Pelagischen Inseln (Isole Pelagie) sind eine Inselgruppe im Mittelmeer zwischen Tunesien, Malta und Sizilien. Sie sind vulkanischen Ursprungs. Die Inselgruppe besteht aus den Inseln Lampedusa, Linosa und Lampione.

    Die Unechte Karettschildkröte (Caretta caretta) legt ihre Eier auf Lampedusa ab
  • Die Liparischen Inseln oder auch Äolischen Inseln (italienisch Isole Lipari oder Isole Eolie) sind eine Inselgruppe im Tyrrhenischen Meer, 30 km – 80 km nördlich von Sizilien. Zur Inselgruppe zählen sieben bewohnte Inseln mit etwa 14.000 Einwohnern. Die Inseln sind vulkanischen Ursprungs und wurden 1997 von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt.

    Blick von Vulcano auf Lipari, Salina und Panarea
  • Palermo ist die Hauptstadt der Autonomen Region Sizilien und der Provinz Palermo.

    Archäologisches Regionalmuseum, Palermo, Sizilien
  • Messina ist die drittgrößte Stadt Siziliens und zugleich Verwaltungssitz der Provinz Messina. Durch die Nähe zum italienischen Festland wird Messina auch das Tor Siziliens genannt.

    Hafen von Messina, Sizilien, bei Nacht
  • Catania ist nach Palermo die zweitgrößte Stadt Siziliens und die Hauptstadt der Provinz Catania. Catania ist eine der spätbarocken Städte des Val di Noto, die von der Unesco zum UNESCO-Welterbe erklärt worden sind.

    La Pescheria (Fischmarkt),Catania, Sizilien
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