Pakistan
Pakistan ist ein Staat in Südasien. Hauptstadt ist Islamabad.
Pakistan grenzt an den Iran im Südwesten, Afghanistan im Westen und Norden, China im Nordosten und Indien im Osten. Im Süden hat Pakistan eine 1046 Kilometer lange Küste am Arabischen Meer. Der Staat Pakistan entstand 1947 aus den mehrheitlich muslimischen Teilen Britisch-Indiens, während die Gebiete mit hinduistischer oder sonstiger Bevölkerungsmehrheit sowie der größte Teil des überwiegend muslimischen Kaschmir im heutigen Indien aufgingen. 1956 rief sich Pakistan zur ersten Islamischen Republik der Erde aus. Der ehemalige Landesteil Ostpakistan ist seit 1971 als Bangladesch unabhängig.
Geografie und Landschaft
Die Nord-Süd-Ausdehnung des Landes beträgt etwa 1.500 km. Im äußersten Norden Pakistans treffen mit dem Hindukusch, dem Karakorum und dem Himalaya die drei höchsten Gebirgszüge der Erde zusammen und schirmen das Land von Zentralasien ab. Der Hindukusch erstreckt sich von der afghanischen Grenze im Westen bis zum Oberlauf des Indus im Osten und erreicht mit dem Tirich Mir eine Höhe von knapp 7.700 m. Im stark vergletscherten Karakorum, nördlich des Indus, liegt der K2, mit 8.611 Metern Höhe die höchste Erhebung Pakistans und der zweithöchste Gipfel der Erde. Südlich des schmalen Hochtals des oberen Indus hat das Land einen kleinen Anteil am Himalaya mit dem Nanga Parbat (8.125 m). Fünf der weltweit 14 Achttausender liegen auf pakistanisch kontrolliertem Gebiet.
Die Ebene des Indus, die sich südlich an die Hochgebirgsregion anschließt, nimmt mehr als ein Drittel der Landesfläche ein. Nachdem der Indus die Hochgebirgsregion des äußersten Nordens verlassen und sich nach Süden gewendet hat, durchquert er zunächst die Potwar-Hochebene zwischen den Städten Peshawar und Faisalabad, die sich im Süden noch einmal zur über 1.100 Meter hohen Salzkette auftürmt und dann in das Tiefland des Punjab abfällt. Nur der westliche Teil des „Fünfstromlandes“ Punjab mit den Flüssen Satluj, Chanab, Jehlam und Ravi gehört zum Einzugsgebiet des Indus in Pakistan. Niedrige, doab genannte Erhebungen trennen die flachen Schwemmlandtäler der punjabischen Flüsse voneinander. Südlich der Panjnad-Mündung durchquert der stark mäandrierende Indus eine breite Aufschüttungsebene im Südpunjab und in der Region Sindh. Schließlich mündet er in einem rund 8.000 km² großen Delta ins Arabische Meer.
Im Westen Pakistans schirmen die jeweils bis zu 3.500 Meter hohen Ketten des Suleiman- und des Brahuigebirges sowie das maximale Höhen von 2.200 Metern erreichende Kirthargebirge das Industiefland vom durchschnittlich 600 Meter hohen, abflusslosen Hochland von Belutschistan an der Grenze zu Iran ab. Auch Belutschistan durchziehen mehrere Bergketten, die teils bis zu 3.000 Meter aufragen. Den südlichen Abschluss Belutschistans bildet das Makrangebirge, das steil zur Makranküste am Arabischen Meer abfällt.
Im Osten begrenzt die Wüste Thar, südlich des Punjab, die Indusstromebene. Im äußersten Südosten hat Pakistan Anteil am Salzsumpf des Rann von Kachchh.
Klima und Wetter
In Pakistan herrscht überwiegend arides subtropisches Kontinentalklima. Im Tiefland schwanken die Mitteltemperaturen des kältesten Monats Januar zwischen 12 Grad Celsius im Norden und 16 Grad im Süden, nur an der Küste liegt das Monatsmittel auch im Winter um 20 Grad. In den Sommermonaten Mai bis September wird es, mit Ausnahme der höheren Lagen, überall im Land unerträglich heiß. Die durchschnittlichen Temperaturen liegen dann in der Regel über 30 Grad. Vereinzelt können im Binnenland sogar Höchstwerte von bis zu 50 Grad auftreten. Auch die Verteilung der Niederschlagsmengen ist höchst ungleichmäßig. Allgemein nehmen sie von Norden nach Süden ab. Ergiebige Regenfälle erhält nur das Himalayavorland im äußersten Norden des Punjab, wo teils über 1.000 mm im Jahr gemessen werden. Lahore erhält nur rund 500 mm, der südliche Punjab und der Sindh weniger als 200 mm. Die Niederschläge fallen fast ausschließlich während des kurzen Südwestmonsuns im Juli und August, der Rest des Jahres ist trocken.
Extreme Trockenheit herrscht auch in Belutschistan. Im westlichen Hochland betragen die Jahresniederschlagsmengen nicht einmal 100 mm. Im Winter gibt es oft Nachtfröste, die Durchschnittstemperaturen des Januars liegen nur um 10 Grad. Im Sommer werden dennoch ähnlich hohe Werte wie in der Indusebene erreicht. Nur in den höheren Lagen ist es entsprechend kühler, in den Randgebirgen zwischen der Hochebene von Belutschistan und dem Industiefland auch etwas feuchter mit 200 bis 300 mm Regen im Jahr. Belutschistan erhält den Großteil seiner spärlichen Niederschläge im Winter. Der Sommermonsun bringt Ostbelutschistan nur minimalen, dem Westen der Region gar keinen Regen.
Die Hochtäler im äußersten Norden Pakistans unterscheiden sich klimatisch stark von anderen Landesteilen. Temperaturen im Minusbereich sind im Winter auch tagsüber keine Seltenheit. Obwohl die Sommer warm sind, fehlt die extreme Hitze der Tieflandsklimate. Die jährlichen Regenfallmengen sind im Himalaya mit teils über 1.500 mm am höchsten und nehmen nach Norden und Westen ab.
Reiseziele und Sehenswürdigkeiten
- Ruinenstadt Moenjo-Daro, 1980, UNESCO Weltkulturerbe
- Buddhistische Ruinen von Takht-i-Bahi, 1980, UNESCO Weltkulturerbe
- Ruinenstadt Taxila, 1980, UNESCO Weltkulturerbe
- Festung und Shalimar-Gärten in Lahore, 1981, UNESCO Weltkulturerbe
- Ruinen und Totenstadt Thatta, 1981, UNESCO Weltkulturerbe
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