Das National Folk Museum of Korea im Gyeongbokgung Palast, Seoul Fotograf: Lizenz: CC-by-sa-3.0
Das National Folk Museum of Korea im Gyeongbokgung Palast, Seoul

Südkorea

Die in Ostasien gelegene Republik Korea, allgemein Südkorea genannt, nimmt den südlichen Teil der Koreanischen Halbinsel ein. Hauptstadt ist Seoul.

Die einzige Landgrenze, mit 243 km Länge, besteht zum nördlichen Nachbarn Nordkorea. Die beiden Nachfolgestaaten Koreas wurden 1948 im aufkommenden Kalten Krieg gegründet, der folgende Koreakrieg zementierte die Teilung. Im Westen grenzt Südkorea an das Gelbe, im Süden an das Ostchinesische und im Osten an das Japanische Meer.

 

Südkorea ist politisch gegliedert in:

  • Seoul.
  • 6 selbstständige Großstädte: Busan, Daegu, Daejeon, Gwangju, Incheon, Ulsan.
  • 9 Provinzen: Chungcheongbuk-do, Chungcheongnam-do, Gangwon-do, Gyeonggi-do, Gyeongsangbuk-do, Gyeongsangnam-do, Jeju-do, Jeollabuk-do, Jeollanam-do.

Geografie und Landschaft

Südkorea stößt an drei Seiten ans Meer: Im Osten an das Japanische Meer (in Südkorea auch als „Ostmeer“ (동해; Donghae) bezeichnet, siehe auch Namensstreit um das Japanische Meer), im Süden an die Koreastraße, im Westen an das Gelbe Meer. Die Küstenlinie ist insgesamt 2.413 Kilometer lang.

Die Küsten im Westen und Süden weisen als Ria viele Buchten und Halbinseln auf, denen rund 4.400 mittelgroße und kleinere Inseln vorgelagert sind. Davon sind weniger als 500 bewohnt. An der Westküste lag auch das zweitgrößte Wattenmeer der Erde mit dem Namen Saemangeum. Der buchtenarmen und vielerorts steilen Ostküste sind nur wenige und sehr kleine Inseln bzw. Felsen vorgelagert.

Die mit Abstand größte Insel heißt Jejudo. Sie liegt 150 Kilometer südlich der Südwestküste des Festlands, ist 1845,6 Quadratkilometer groß und bildet mit einigen kleinen Inseln die Provinz Jeju-do. 

Klima und Wetter

Südkorea liegt in der gemäßigten Klimazone, man unterscheidet dort vier verschiedene Jahreszeiten. Ausgenommen hiervon sind einige subtropische Täler an der Südküste von Jejudo sowie einige Höhenregionen über 1.700 Meter.

Der Frühling beginnt meist zwischen Ende März und Anfang April und ist mild und recht sonnig. Die Winde tragen dann oft feinen gelben Wüstenstaub aus der Wüste Gobi nach Südkorea. Im Sommer führen Südwinde heiße, feuchte Luft von den Philippinen herbei. Die sommerliche Monsunzeit, in Südkorea Jangma (장마) genannt, beginnt meist Ende Juni oder Anfang Juli. Ein Großteil der jährlichen Niederschläge geht in dieser Zeit auf Südkorea nieder. Regen wechselt dabei mit klaren Tagen. Dem folgt ein sehr heißer Mittsommer, der vor allem durch die hohe Luftfeuchtigkeit nur schwer erträglich ist. Die Tageshöchsttemperatur übersteigt dann oft 30 °C, begleitet von einer Luftfeuchtigkeit von 80–95 %.

Mitte September setzt der Herbst ein, wenn die Winde wieder aus Nordwest wehen. Die trockene Kontinentalluft sorgt für viel Sonne, während die Temperatur langsam zu sinken beginnt. Der Winter ist in Südkorea sehr kalt und trocken. Die Winde aus Sibirien bringen selten Schnee. Ab Januar sorgt eine besondere Klimakonstellation für ein eigentümliches Temperaturschema, bei dem sich drei kalte Tage mit vier etwas milderen abwechseln.

Reiseziele und Sehenswürdigkeiten

  • Grottentempel Seokguram und der Tempel Bulguksa in Gyeongju, 1995, UNESCO Weltkulturerbe
  • Tripitaka Koreana samt der Lagergebäude im Tempel Haeinsa in der Provinz Gyeongsangnam-do, 1995, UNESCO Weltkulturerbe
  • Jong-myo-Schrein in Seoul, 1995, UNESCO Weltkulturerbe
  • Palast Changdeokgung in Seoul, 1997, UNESCO Weltkulturerbe
  • Die Hwaseong-Festung in Suwon, 1997, UNESCO Weltkulturerbe
  • Dolmenstätten von Gochang, Hwasun und Ganghwado, 2000, UNESCO Weltkulturerbe
  • Die historische Stätten von Gyeongju (Daeneungwon, Cheomseongdae, Banwolseong und Hwangnyongsa), 2000, UNESCO Weltkulturerbe
  • Jeju-Vulkaninseln und Lavatunnel (Geomunoreum, Seongsan Ilchulbong und der Berg Hallasan), 2007, UNESCO Weltnaturerbe
  • Königliche Gräber der Joseon-Dynastie (18 Standorte, viele davon im Umkreis von rund 40 Kilometer um Seoul), 2009, UNESCO Weltkulturerbe
  • Historische Dörfer Hahoe und Yangdong, 2010, UNESCO Weltkulturerbe

Anreise und Verkehr

Flug

Flüge aus Europa kommen Seouls Incheon International Airport (ICN) an. Der Flughafen ist modern und man findet sich leicht zurecht. Duty Free Shopping beim Rückflug ist nur für Zigaretten interessant, alles andere gibt es billiger in Seoul. Der alte internationale Gimpo Airport (GMP) wird für Inlandsflüge und teils für Flüge ins benachbarte Asien genutzt.

Der 2001 nahe Seoul eröffnete Incheon International Airport ist der internationale Flughafen Südkoreas. Beinahe alle internationalen Flüge des Landes enden oder starten hier. Er liegt etwa 50 Kilometer westlich der Hauptstadt auf einer zu Incheon gehörenden Insel und ist über eine Autobahn sowie eine große Anzahl Shuttlebusse mit Seoul verbunden. Außerdem ist der IIA seit 2008 direkt an das Netz der Seoul Metro angebunden. Der Flughafen ersetzt den 18 Kilometer von Seoul entfernten Flughafen Gimpo als internationalen Knotenpunkt des Landes, hier werden heute vor allem nationale Flüge bedient. Praktisch jede Stadt mit Flughafen in Südkorea wird von hier angeflogen.

Der Flughafen Gimpo (Offizielle Bezeichnungen: 김포국제공항; Gimpo International Airport) ist der zweitgrößte Verkehrsflughafen in Südkorea. Er befindet sich im äußersten Westen der Hauptstadt Seoul südlich des Flusses Hangang nahe Gimpo und war bis zur Eröffnung des Flughafens Incheon im Jahr 2001 der bedeutendste des Landes, seither dient der Flughafen Gimpo nur noch als nationaler Flughafen.

Internationale Flüge gibt es auch nach Busan und Jeju. 

Flugzeit

Die Flugzeit von Frankfurt nach Incheon beträgt rund 10,5 Stunden, zurück eine Stunde mehr. Flüge ab Frankfurt gibt es mit Lufthansa, Korean Air (KAL) und Asiana. Preiswertere Tickets bieten oft Air France über Paris (CDG) oder KLM über Amsterdam (AMS). Emirates bietet meist günstigere Preise an, die Flugzeit beträgt aber ganze vier Stunden mehr plus der zusätzlichen Aufenthaltszeit für den Anschlussflug in Dubai.

Verkehr

Bahn: Das Eisenbahnnetz ist sehr ausgedehnt und verbindet alle größeren Städte zwischen Seoul und Busan. Am 30. März 2004 fuhr der Korea Train Express (KTX) über die erste koreanische Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Seoul und Busan. Südkorea war damit das erste asiatische Land, das die französische Technologie des TGV (Hochgeschwindigkeitszug) einsetzte.

Bus: Seoul ist über ein ausgedehntes Netz an Express- und Intercity-Bussen an beinahe jede Stadt in Südkorea angebunden.

Express-Busse: Die meisten Express-Busse fahren vom Gangnam Express Bus Terminal im Süden der Stadt Seoul, etwa ein Dutzend Linien fährt das Dong Seoul Bus Terminal im Osten an, einige wenige auch das Seoul Sangbong Bus Terminal im Norden der Stadt. Von den etwa 70 Zielen, die mit Express-Bussen von Seoul aus erreicht werden können, werden die wichtigen im Takt von 10 bis 20 Minuten angefahren, die meisten aber mindestens im Stundentakt. Neben den üblicherweise von circa 6:00 bis 21:00 Uhr verkehrenden Linien gibt es auch einige spezielle Nachtlinien, die bis 2:00 Uhr morgens betrieben werden.

Intercity-Busse: Diese Busse sind etwas billiger und fahren deutlich mehr Ziele an, als die Express-Busse, sind aber üblicherweise keine direkten Linien und brauchen länger.

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  • Seoul (서울) ist die Hauptstadt Südkoreas.

    Das Namdaemun Tor in Seoul bei Nacht
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