Rathaus auf der Piazza dell'Unità d'Italia, Triest Fotograf: Lizenz: CC-by-sa-3.0
Rathaus auf der Piazza dell'Unità d'Italia, Triest

Triest

Triest ist eine norditalienische Hafen- und Großstadt an der Adria an der Grenze zu Slowenien. Es ist Hauptstadt der autonomen Region Friaul-Julisch Venetien und der Provinz Triest und hat 208.600 Einwohner (2007).

Von 1382 bis 1918 gehörte Triest zu Österreich-Ungarn und war dessen bedeutendster Hafen. Hier liegt auch der Pegel, auf den sich Mitteleuropas „Höhen über Adria“ beziehen.

Klima und Wetter

Das Klima von Triest ist submediterran. Es zeichnet sich durch heiße, trockene Sommer und milde, regenreiche Winter aus. Im Sommer wird eine Durchschnittstemperatur von 25 °C, im Winter von 8 °C erreicht. Die sommerlichen Wassertemperaturen bewegen sich in Küstennähe von 24 °C bis zu 28 °C. Der jährliche Niederschlag beträgt ca. 1023 mm, die relative Luftfeuchtigkeit 64 %. In Triest herrscht an ca. 200 Tagen im Jahr Windstille. In der Stadt ist es somit im Vergleich zu anderen Meeresstädten nicht besonders windig.

Charakteristisch für das Klima von Triest sind die drei Winde Mistral, Bora und Scirocco. Im Sommer weht am häufigsten der Mistral, eine leichte Brise, die vom Meer Richtung Land weht, und warme Sommernächte abkühlt. Die manchmal im Winter aufkommende Bora ist ein kalter, trockener Fallwind aus Nordosten, der plötzlich beginnt und in starken Böen vom Land auf das offene Meer bläst. Er wird in der Bucht von Triest kanalisiert und erreicht dadurch in der Stadt hohe Windgeschwindigkeiten bis zu 100 km/h. Der Scirocco ist ein warmer, feuchter Ost-Südostwind, der von schweren Wolken und Regen begleitet wird.

Sehenswürdigkeiten

Das Herz der Stadt bildet die Piazza dell’Unità d’Italia („Platz der Einheit Italiens“). Dieser ans Meer grenzende rechteckige Hauptplatz wird auf drei Seiten von neoklassizistischen Prachtbauten umsäumt.

Anreise

Der internationale Flughafen von Triest (TRS) befindet sich 33 km nordwestlich von Triest bei der Gemeinde Ronchi dei Legionari in der Provinz Görz.

Essen, Trinken und Gastronomie

Kaffeehäuser

Unter venezianischem Einfluss entstanden in Triest traditionsreiche Kaffeehäuser. Die älteste urkundliche Erwähnung findet sich 1768 für das Kaffeehaus des Benedetto Capano in der heutigen Via San Nicolò. In späteren Jahrhunderten nahm diese alte Tradition auch habsburgische Einflüsse auf. Heutzutage kann man noch Kaffeehäuser aus dem 19. Jahrhundert besuchen:

  • Das Caffè Tommaseo am Lungomare ist seit 1830 in Betrieb und zählt damit zu den ältesten in ganz Italien.
  • In einem der Prachtbauten an der Piazza dell’Unità d’Italia, der Casa Stratti, befindet sich das Caffè degli Specchi, das bekannteste Kaffeehaus Triests, das im Jahre 1839 von dem Griechen Nicolò Priovolo eröffnete wurde.
  • In der Via Cesare Battisti befindet sich das Jugendstilcafé Antico Caffè San Marco, das 1914 eröffnet wurde.

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