Der Fuji zur Zeit der Kirschblüte Fotograf: Lizenz: CC-by-sa-3.0
Der Fuji zur Zeit der Kirschblüte

Japan

Japan ist ein Staat vor der Ostküste des asiatischen Kontinents. Die Hauptstadt und größte urbane Siedlung Japans ist Tokio.

Im viertgrößte Inselstaat leben über 120 Millionen Einwohner. Damit liegt Japan an Platz zehn der bevölkerungsreichsten Länder der Erde. Der Staat Japan ist seit 1947 eine parlamentarische Monarchie, ohne dass die Verfassung jedoch einen Monarchen als Staatsoberhaupt festschreibt.

Japan ist ein Inselstaat und besteht im Wesentlichen aus einer Inselkette, die sich entlang der Ostküste Asiens erstreckt. Die Hauptinseln sind Hokkaidō im Norden, die zentrale und größte Insel Honshū, sowie Shikoku und Kyūshū im Süden. Dazu kommen 6.848 kleinere Inseln, die sich vor allem in der Seto-Inlandsee und als Ryūkyū-Inseln konzentrieren. Über dem gesamten Archipel verläuft eine Gebirgskette, die mehr als zwei Drittel der Landmasse Japans ausmacht. Der höchste Berg Japans ist der Fujisan auf der Hauptinsel Honshū mit 3.776 m über dem Meeresspiegel. Landwirtschaft, Industrie und Besiedlung sind auf rund 20 % der Landfläche beschränkt. Auf Grund des Mangels an Flachland werden Berghänge durch Terrassenfeldbau kultiviert. In den großen Ebenen haben sich die Hauptballungsgebiete entwickelt:

  • Kantō (mit Tokio und Yokohama) in der Kantō-Ebene
  • Keihanshin (Ōsaka, Kyōto und Kōbe) in der Ōsaka-Ebene
  • Chūkyō (Nagoya) in der Nōbi-Ebene
  •  Kitakyūshū-Fukuoka in der Tsukushi-Ebene.

Regionen

Japan wird in acht Regionen (jap. 地方, chihō) eingeteilt. Geordnet von Norden bis Süden gibt es folgende Regionen:

  • Hokkaidō (北海道): die Insel Hokkaidō sowie umliegende kleinere Inseln,
  • Tōhoku (東北): das nördliche Honshū,
  • Kantō (関東): das östliche Honshū,
  • Chūbu (中部), das zentrale Honshū
  • Kinki (近畿): West-Zentral-Honshū,
  • Chūgoku (中国): das westliche Honshū,
  • Shikoku (四国): die Insel Shikoku im Südosten
  • Kyūshū (九州): die Insel Kyūshū im Südwesten. Zur Region Kyūshū hinzuzurechnen sind noch die Nansei-Inseln zwischen Kyūshū und Taiwan die Teile der Präfektur Kagoshima und die gesamte Präfektur Okinawa umfassen. Okinawa ist die Hauptinsel des ehemaligen unabhängigen Reiches der Ryūkyū-Inseln und bezeichnet meist auch die Region. Die Inseln gehören erst seit 1879 zu Japan (1945 von den USA besetzt, 1972 wieder an Japan zurückgegeben).

Reiseziele und Sehenswürdigkeiten

Japan ist ein nahezu überall touristisch erschlossenes Land. Die meisten japanischen Tourismusangebote sind jedoch eher für innerjapanische als für ausländische Besucher konzipiert. Ausnahmen sind z. B. Kyoto, das westlichen Kulturtouristen das alte Japan in Tempeln, Museen und bei Veranstaltungen bietet, und Tokio, das eine Vielzahl von Einkaufs- und Vergnügungsmöglichkeiten bietet und unter anderem die neuen Reichen aus China und Russland anlockt.

  • Adelssitz Himeji-jo, 1993, UNESCO Weltkulturerbe
  • Buddhistische Heiligtümer von Horyu-ji (Ikaruga), 1993, UNESCO Weltkulturerbe
  • Zedernwald von Yakushima, 1993, UNESCO Weltnaturerbe
  • Buchenwald von Shirakami, 1993, UNESCO Weltnaturerbe
  • Historisches Kyoto (Kyoto, Uji und Otsu), 1994, UNESCO Weltkulturerbe
  • Historische Dörfer von Shirakawa-go und Gokayama, 1995, UNESCO Weltkulturerbe
  • Friedensdenkmal in Hiroshima, 1996, UNESCO Weltkulturerbe
  • Shinto-Schrein von Itsukushima, 1996, UNESCO Weltkulturerbe
  • Baudenkmäler und Gärten der Kaiserstadt Nara (Gango-ji, Palast Heijo, Kasuga-Taisha, Kasugayama-Urwald, Kofuku-ji, Todai-ji, Toshodai-ji, Yakushi-ji), 1998, UNESCO Weltkulturerbe
  • Schreine und Tempel von Nikko (Toshogu, Futarasan-Schrein, Rinno-ji), 1999, UNESCO Weltkulturerbe
  • Archäologische Stätten (Gusuku) des Königreichs der Ryukyu-Inseln, 2000, UNESCO Weltkulturerbe
  • Heilige Stätten und Pilgerstraßen in den Kii-Bergen, 2004, UNESCO Weltkulturerbe
  • Shiretoko, 2005, UNESCO Weltnaturerbe
  • Iwami-Ginzan und Kulturlandschaft (Oda, Präfektur Shimane), 2007, UNESCO Weltkulturerbe
      

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  • Die Insel Shikoku (jap. 四国, dt. vier Länder) ist die kleinste der vier Hauptinseln Japans.

    Der Shimanto-Fluß, nahe Nakamura
  • Kyūshū (jap. 九州, dt. „neun Provinzen“) ist mit einer Fläche von 35.640 km² und 13,44 Mio. Einwohnern (1995) die zweitbevölkerungsreichste und drittgrößte Insel Japans.

    Seilbahn zum Vulkan Aso
  • Der Shikoku-Pilgerweg (jap. 四国八十八箇所, shikoku hachijū hakkasho; zu Deutsch etwa: „88 Orte Shikokus“) mit seinen 88 heiligen Orten ist ein wichtiger buddhistischer Pilgerweg (Junrei) auf der japanischen Insel Shikoku.

    Der Danjogaran, der zentrale Punkt des Kōya-san
  • Honshū (jap. 本州, Hauptprovinz; früher auch Hondo genannt) ist die größte Insel Japans und wird auch als japanisches „Kernland“ bezeichnet.

    Tokio und der Fuji
  • Hokkaidō ([hokːaidoː], jap. 北海道, dt. „Nordmeerbezirk“) ist die zweitgrößte Insel Japans. Die größte Stadt, zugleich Sitz der Präfekturverwaltung, ist Sapporo.

    Numata andon Festival
  • Der Tōya-See (jap. 洞爺湖, Tōya-ko) ist ein vulkanischer Caldera-See im Shikotsu-Toya-Nationalpark in der Unterpräfektur Iburi auf Hokkaidō in Japan. Der Tōya ist der nördlichste See Japans, der nie zufriert und ist nach dem Mashū-See der zweitklarste See Japans.

    Sehenswürdigkeiten

    Museum: Auf Naka-no-shima (中島; 4,85 km²), einer Insel in der Mitte des Sees, befindet sich ein Waldmuseum.

    Landsat-Aufnahme des Tōya-Sees
  • Der Mashū-See (jap. 摩周湖, Mashū-ko) ist ein Caldera-See auf einem inaktiven Vulkan Mashū.

    Landsat-Aufnahme des Mashū-Sees
  • Die Shiretoko-Halbinsel (jap. 知床半島, Shiretoko-hantō), liegt im östlichsten Teil der japanischen Insel Hokkaidō und ragt in das Ochotskische Meer hinein. Die Gegend ist sehr abgelegen und zu großen Teilen nur zu Fuß oder mit dem Boot zu erreichen.

    Sikawild (Cervus nippon) im Shiretoko-Nationalpark
  • Der größte Teil des Gebietes wird vom gleichnamigen Daisetsuzan-Nationalpark eingenommen. Im Gebiet liegt auch der Oberlauf der Flüsse Ishikari-gawa (石狩川) und Chūbetsu-gawa (忠別川).

    Krater des Ohatidaira, Daisetsuzan-Nationalpark
  • Sapporo (jap. 札幌市, -shi, aus Ainu sat poro (pet), dt. „trockener, großer (Fluss)“[1]) ist die größte Stadt von Hokkaidō.

    Hokkaidō-jingū
  • Beppu (jap. 別府市, -shi) ist eine Stadt und ein bedeutender Badeort mit über 3.700 Thermalquellen und 168 öffentlichen Bädern auf der japanischen Insel Kyūshū in der Präfektur Ōita.

    Beppu Tower in Beppu Onsen
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