Joya de Cerén

Joya de Cerén (sp.: Juwel von Cerén) ist eine archäologische Ausgrabungsstätte bei San Juan Opico in El Salvador und war ein präkolumbisches Dorf der Maya, das unter Schichten von Vulkanasche erstaunlich gut erhalten blieb.

Die Stätte gehört seit 1993 zum UNESCO-Weltkulturerbe und gilt als eine der wichtigsten archäologischen Stätten Mittelamerikas, da es im Gegensatz zu anderen Funden das Leben des einfachen Volkes zeigt. Es wird oft auch als amerikanisches Pompeji bezeichnet.

Etwa im Jahr 600 begrub eine Eruption eines nahegelegenen Vulkans das Dorf unter 14 Schichten Asche und schützte es so gegen Verwitterung. Man glaubt, dass die Bewohner ausreichend Zeit zur Flucht hatten, da keine Leichenüberreste gefunden wurden. Sie ließen bei ihrer hastigen Flucht aber ihre Habseligkeiten, Keramik, Möbel und sogar Speisereste zurück.

Wichtiger als die Gebäude sind jedoch die archäobotanischen Artefakte. Die niedrige Temperatur der nassen Asche der Loma Caldera sowie deren hohe Niederschlagsrate ermöglichte die Konservierung von Pflanzenmaterial. Wichtig ist in diesem Zusammenhang die Entdeckung von Maniokfeldern, da es sich hierbei um das erste Mal handelte, dass Maniok in einer archäologischen Ausgrabungsstätte in der neuen Welt gefunden wurde. Obwohl der Maniok schon lange verwest war, gelang es Wissenschaftlern der UC Boulder Gipsabdrücke aus den resultierenden Hohlstellen herzustellen. Die Bauern hatten den Maniok “nur Stunden” vor dem Ausbruch gepflanzt.

Quelle: Wikipedia Lizenz: CC-by-sa-3.0

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