Saint-Pierre
Saint-Pierre ist eine Küstenstadt im Nordwesten der französischen Karibikinsel Martinique.
Die Stadt liegt 31 km nördlich der Inselhauptstadt Fort-de-France. Die ehemals blühende und wohlhabende Ansiedlung war selbst über mehrere Jahrhunderte Hauptstadt und darüber hinaus Kolonisationskeim der ganzen Insel. Die Stadt hat sich nach dem Wiederaufbau zu einem beliebten touristischen Reiseziel entwickelt.
Geschichte
Am Morgen des 8. Mai 1902 vernichtete ein Ausbruch der Montagne Pelée die Stadt innerhalb weniger Minuten vollständig. Von den zu jener Zeit 28.000 Einwohnern überlebten lediglich drei die hereinbrechende Glutwolke. Die Ruinen brannten noch mehrere Tage lang bis auf die Grundmauern nieder. Auf Grund der enormen Hitzeentwicklung war es in dieser Zeit zunächst nicht möglich, sich Saint-Pierre zu nähern.
Mehrere Jahrzehnte lag die Stadt in Schutt und Asche, bevor man mit dem Wiederaufbau begann. Die Stadt hat heutzutage nur noch ein Sechstel der Bevölkerung, die sie vor dem Vulkanausbruch hatte, ist allerdings mittlerweile ein äußerst beliebtes Touristenziel und lebt nahezu ausschließlich von diesem Wirtschaftszweig. Sie ist als „Stadt der Kunst und Geschichte“ (frz.: „Ville d’art et d’histoire“) bekannt.
Sehenswürdigeiten
- Handelskammer: Das naturgetreu wiedererrichtete Gebäude der Handelskammer gehört zu den schönsten Architekturbeispielen der Insel.
- Église-de-la-Nativité: Geburtskirche
- ehemalige Kathedrale Notre-Dame-de-l’Assomption: im Quartier du Mouillage
- Musée Franck A. Perret: Museum, das über die vulkanologische Geschichte informiert und Fundstücke des zerstörten Saint-Pierres ausstellt.
- Ruinen: die Ruinen unter anderem des Theaters, der Fortkirche und des Pflegeheims sind zu besichtigen.
Quelle: Wikipedia Lizenz: CC-by-sa-3.0
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