Pitcairninseln
Die Pitcairninseln (engl.: Pitcairn Islands) sind eine isoliert gelegene Inselgruppe im südöstlichen Pazifik. Politisch gehört sie zu den Britischen Überseegebieten. Lediglich die zweitgrößte Insel, Pitcairn, ist bewohnt.
Der Archipel besteht aus vier Inseln, die über mehrere hundert Kilometer verteilt sind. Die Hauptinsel Pitcairn ist wegen ihrer Einwohner bekannt, die großteils Nachfahren der Meuterer von der Bounty und ihrer tahitischen Frauen sind. Die übrigen drei Inseln der Gruppe sind unbewohnt.
Pitcairn ist das Land mit der kleinsten Bevölkerungszahl auf der Welt. Adamstown ist mit gerade einmal etwa 40 Einwohnern die kleinste Hauptstadt der Welt. Ihren Namen verdankt sie dem letzten überlebenden Bounty-Meuterer John Adams. Junge Inselbewohner suchen jedoch seit Jahrzehnten ihr Heil durch ihre Auswanderung nach Neuseeland, Australien und Großbritannien.
Es gibt auf den Inseln ausschließlich Satellitentelefone. Auch Funkverkehr ist populär. Es gibt eine Radiostation für die Kommunikation mit den Schiffen der Umgebung, wo auch Wetteraufzeichnungen getätigt werden. Satellitenempfang ermöglicht den Empfang australischer und neuseeländischer Programme. Der Magistrat finanziert eine satellitengestützte Internetverbindung, an die sich alle Haushalte anschließen können.
Tourismus
Pitcairn ist schwierig zu erreichen, da die Insel über keinen Flugplatz und keinen Hafen verfügt. Der nächstgelegene Flugplatz befindet sich ca. 500 Kilometer entfernt auf Mangareva (Gambierinseln), und auch das ist nur ein kleiner Regionalflugplatz. Versorgungsschiffe fahren unregelmäßig ab Neuseeland und nehmen Touristen nur in Ausnahmefällen mit. Kreuzfahrtschiffe suchen mehrmals im Jahr Pitcairn auf, sie liegen vor der Insel auf Reede, und die Pitcairner kommen, wenn das Wetter es erlaubt, mit ihren Booten an Bord, um Souvenirs zu verkaufen. Das Ausbooten von Passagieren ist wegen der starken Brandung oft zu gefährlich, sodass die meisten Schiffe nur die Insel umfahren. Eine weitere Möglichkeit, die Insel zu erreichen, ist das Chartern einer Hochseeyacht in Tahiti oder auf den Marquesas.
Zum Betreten der Insel ist die Erlaubnis des Magistrates erforderlich, die für Kreuzfahrttouristen problemlos erteilt, Besuchern, die länger bleiben wollen, jedoch meist verweigert wird. Man hat mit einigen „Aussteigern“ in den letzten Jahren schlechte Erfahrungen gesammelt. In Adamstown gibt es ein Regierungs-Gästehaus, das offiziellen Besuchern vorbehalten ist, andere Gäste müssen privat unterkommen.
Sehenswürdigkeiten
Hauptattraktion ist wohl die Insel Pitcairn selbst mit ihren Bewohnern und das Wissen, zu den wenigen Menschen zu gehören, die Pitcairn jemals betreten haben.
- 2005 wurde ein kleines Museum eingerichtet. Es zeigt fein gearbeitete Steinwerkzeuge aus der Zeit der polynesischen Besiedelung, einige Relikte der Bounty, persönliche Besitztümer der Meuterer, die Schiffsbibel der Bounty und eine Sammlung der begehrten Briefmarken.
- Oberhalb von Adamstown liegt in einem steilen Felsen Christians Cave, eine flache Höhle mit überwältigendem Blick über die Insel und das Meer. Hierhin soll sich Fletcher Christian zurückgezogen haben, um nach britischen Schiffen Ausschau zu halten.
- Am nördlichen Dorfrand befindet sich der kleine Friedhof, romantisch verwittert und mit blühenden Schlingpflanzen überwuchert. Außerhalb des Friedhofes, im Westen des Dorfes, liegt das Grab von John Adams, der neben seinen Frauen bestattet ist. Es ist das einzige erhaltene Grab eines Meuterers der Bounty.
- Der Hauptplatz, ein befestigter Platz in der Dorfmitte, wird umrahmt von der Kirche, der Post, dem Gemeindehaus und dem Gemeindesaal. Vor dem Gemeindehaus sind ein Anker und einer der Vierpfünder der Bounty ausgestellt. Eine weitere Kanone der Bounty befindet sich vor dem Haus des Pitcairners Len Brown.
Währung: Neuseeland-Dollar
Der Neuseeland-Dollar (New Zealand Dollar) ist die Währung von Neuseeland. Er ist außerdem die Währung in der neuseeländischen Kolonie Tokelau und in Niue, das in freier Assoziierung mit Neuseeland steht, sowie auf den Pitcairninseln.
Quelle: Wikipedia Wikipedia Lizenz: CC-by-sa-3.0
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