Währung Tschechien: Krone
Die Tschechische Krone (Koruna česká) ist seit dem 8. Februar 1993 (kurz nach der Teilung der Tschechoslowakei und der Gründung Tschechiens am 1. Januar 1993) die Währung Tschechiens.
- Münzen: 10, 20, 50 Heller (alle drei eingezogen), 1 Krone, 2, 5, 10, 20 und 50 Kronen.
- Banknoten: 50, 100, 200, 500, 1.000, 2.000 und 5.000 Kronen.
- Unterteilung: 1 Krone (Kč) = 100 Heller (haléřů)
- ISO-Code: CZK
Im Einzelhandel wird trotzdem weiterhin in 10-Heller-Schritten gerechnet, allerdings bei Barzahlungen auf volle Kronen kaufmännisch ab- oder aufgerundet. Die 50-Kronen-Münze wurde geprägt, um die währungstechnische Loslösung Tschechiens von der Slowakei zu beschleunigen – es war nicht möglich, in kurzer Zeit 50-Kronen-Scheine zu drucken. Nachdem genügend 50-Kronen-Scheine gedruckt worden waren, wurden die Münzen eingezogen, blieben jedoch gültig. Seit einigen Jahren werden sie zurück in den Umlauf gebracht, weil es sich durch die steigenden Löhne und Preise nicht mehr lohnt, neue Banknoten zu drucken (deren Kaufkraft ist niedriger geworden, zurzeit ungefähr 2 Euro, sie werden viel benutzt und dadurch zu schnell verschlissen). Ein weiterer Grund ist die mögliche Übernahme des Euros als offizielle Währung durch Tschechien. Die 50-Kronen-Münze war 1994 in der Umfrage World Coins in der Kategorie Kursmünze als Münze des Jahres 1993 (schönste Münze der Welt) ausgewählt worden.
Tschechien wollte den Euro ursprünglich 2010 einführen. Es ist aber derzeit nicht Mitglied im „Eurowarteraum“ WKM II. Mit dem Beitritt zur Europäischen Union ist Tschechien die Verpflichtung eingegangen, den Euro zu übernehmen. Diese Verpflichtung ist jedoch an keinen zeitlichen Rahmen gebunden. Derzeit steht das Land einer baldigen Euroeinführung eher verhalten gegenüber, vor allem aus politischen Gründen – die stärkste Regierungspartei der jetzigen Koalition ist eher dagegen. Durch starke Währungsschwankungen der Krone gegenüber dem Euro, die Einführung des Euros zum 1. Januar 2009 in der Slowakei sowie die geplante Euro-Einführung zum 1. Januar 2012 in Polen erhöhte sich jedoch der Druck von Seiten der Wirtschaft auf die Regierung, einen konkreten Beitrittstermin anzustreben.
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