Skyline von Victoria, British Columbia Fotograf: Lizenz: Public domain
Skyline von Victoria, British Columbia

Victoria

Victoria ist die Hauptstadt der kanadischen Provinz British Columbia. Sie liegt am Südzipfel von Vancouver Island und hat ihren Ursprung in einem 1843 errichteten Handelsposten der Hudson’s Bay Company.

Der Ballungsraum Capital Regional District umfasst neben der eigentlichen Stadt Victoria (78.057 Einwohner im Jahr 2006) noch zwölf weitere Gemeinden, mit zusammen 330.088 Einwohnern.

Der Tourismus, der heute am schnellsten wachsende Erwerbszweig, spielte schon im 19. Jahrhundert eine bedeutende Rolle. Hierfür baute die Canadian Pacific Railway 1905 das Empress Hotel.

Victoria gilt zum einen als britischste Stadt Nordamerikas. Bau- und Lebensstil sind sehr von England geprägt, schon auf den ersten Blick erkennbar an den roten Doppeldeckerbussen. Weit über tausend Gebäude sind in einem Inventar des historischen Erbes erfasst. Ähnlich wie die Gärten, Landhäuser und Parks sind sie überwiegend vom britischen Baustil inspiriert. Das zeigt sich vor allem in Downtown. Zum anderen ziehen Musik und Theater zahlreiche Besucher in die Stadt, wobei dies überwiegend Kanadier und US-Amerikaner sind.

Geografie

Die Kernstadt Victorias (Downtown) liegt an einer kleinen Bucht auf der dem Pazifik abgewandten Südostseite von Vancouver Island, die der westkanadischen Provinz British Columbia vorgelagert ist. Dazu kommen die umgebenden sogenannten Nachbarschaften (neighbourhoods), die zusammen das Stadtgebiet ausmachen. Die Stadt wiederum bildet den Kern des Capital Regional District, zu dem der Ballungsraum zusammengefasst wurde. Der überwiegende Teil der Bewohner von Vancouver Island lebt hier.

Die Juan-de-Fuca-Straße trennt die Insel von den Vereinigten Staaten, deren Olympic Mountains von Victoria aus im Süden zu sehen sind. Östlich liegt die Straße von Georgia, in der sich Hunderte von Inseln befinden, die unter dem Namen Gulf Islands bekannt sind. Die umgebende Hügellandschaft schützt das Stadtgebiet vor den ergiebigen Regenfällen an der Westküste der Insel. Zugleich liegt der Ort so günstig, dass er von Stürmen nur selten erreicht wird.

Sehenswürdigkeiten

Die Innenstadt (Downtown) mit Fußgängerzone, Lokalen und Geschäften befindet sich östlich des Upper Harbour und des Inner Harbour, an dem sich die Sehenswürdigkeiten wie die Parlamentsgebäude und das Fairmont Empress Hotel befinden. Downtown steht überwiegend unter Denkmalschutz, vor allem die vor 1945 errichteten Gebäude. Aus den ehemaligen Lagerhäusern, Büros, Bars, Bordellen und Hotels sind, ebenso wie aus den Barackensiedlungen der Frühzeit Restaurants, Geschäfte, Pubs und Kunstgalerien geworden. Das ehemalige Gebäude des Provinzgerichts ist heute das Maritime Museum, in dem der Gerichtssaal von 1889 vollständig erhalten ist.

Im Inner Harbour legen Fähren an, wenn auch nur noch die kleinen Schiffe nach Port Angeles in Washington. Dabei macht ihm der eigentliche Stadthafen Fisherman’s Wharf erhebliche Konkurrenz.

Anreise und Verkehr

  • Flug: Der Flughafen Victoria International (IATA-Code:YYC, ICAO-Code:CYYJ), englisch Victoria International Airport ist ein internationaler Verkehrsflughafen in der Nähe von Victoria. Er wird besonders von Regionalfluggesellschaften angeflogen, da die vergleichsweise kurzen Start- und Landebahnen keine Großraumflugzeuge zulassen.
    • Wasserflugzeuge: Wasserflugzeuge verbinden den Inneren Hafen sowohl mit Seattle als auch mit dem Flughafen und dem Hafen von Vancouver.
  • Fähre: Fähren verbinden Victoria mit dem amerikanischen Bundesstaat Washington sowie mit der Wirtschaftsmetropole Vancouver. Dazu verkehren Hochgeschwindigkeits-Katamarane nach Seattle.
    • BC Ferries: Ablegestelle der Fähren von BC Ferries nach Tsawwassen südlich von Vancouver und zu mehreren Gulf Islands ist der Swartz Bay Ferry Terminal knapp 30 km nördlich des Ortskerns von Victoria.
    • Die Washington State Ferry hingegen hat ihre Anlegestelle in Sidney, von wo sie nach Friday Harbor, Orcas Island und nach Anacortes in Washington fährt.
    • Eine Autofähre vom Inneren Hafen fährt nach Port Angeles
    • Öffentlicher Nahverkehr: in Victoria verkehren Busse. Im Jahr 2000 führte Victoria als erste Stadt in Nordamerika den regulären Busbetrieb mit Doppeldeckern ein.
  • Bahn: Der Eisenbahnverkehr spielt, sieht man von der seit 1886 verkehrenden Esquimalt and Nanaimo Railway ab, fast keine Rolle mehr. Sie bietet eine Verbindung nach Nanaimo, Port Alberni und Courtenay, doch verkehrt der Zug nur einmal am Tag.
  • Fahrrad: Ein Radwegenetz wurde in den letzten Jahren aufgebaut, das etwa den Galloping Goose und den Lochside Regional Trail einbezieht.

 

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  • Der Pacific-Rim-Nationalpark liegt an der Westküste von Vancouver Island.

    Er besteht aus Long Beach, den Broken Group Islands und dem West Coast Trail. Seine Länge beträgt 130 km. Mittlerweile zieht er fast 1 Million Besucher pro Jahr an.

    Die dominante Baumart ist die Sitka-Fichte. In den Monaten März und Oktober kann man schon von der Küste Grauwale beobachten, die die Pazifikküste zwischen ihren Winter- und Sommerquartieren entlang ziehen. In den geschützteren Buchten leben auch Große Schwertwale (Orcas).

  • Ucluelet ist ein Ort an der Westküste von Vancouver Island. Die Siedlung liegt an der Südspitze der Esowista-Halbinsel.

    Ursprünglich lebte die Bevölkerung vom Fischfang, seit den 1990er Jahre hat Ökotourismus in der Region an Bedeutung gewonnen. Besondere Angebote sind Touren zum Whale Watching und Wanderungen in den Urwäldern des Ökosystems gemäßigter Regenwald im Clayoquot Sound. Der 20 km lange, durchgehende Strandabschnitt zwischen Ucluelet und dem benachbarten Tofino gehört als Long Beach zum Pacific-Rim-Nationalpark.

  • Tofino ist ein Ort an der Westküste von Vancouver Island in British Columbia.

    Tofino und das nahegelegene Ucluelet sind die dem Pacific-Rim-Nationalpark am nächsten gelegenen Orte. Im Sommer wird Tofino Anziehungspunkt für Surfer, Wanderer, Camper und „Whale Watcher“. Auch „Bear-Watching“ und Touren zu Hot Spring Cove werden angeboten. Die Einwohnerzahl steigt im Sommer auf das Zehnfache an und es kommt in den letzten Jahren immer wieder zu Engpässen in der Trinkwasserversorgung.

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