Sisimiut (Holsteinsborg)

Sisimiut (dänisch Holsteinsborg) ist mit einer Bevölkerungszahl von 5.344 (2007) die zweitgrößte Stadt Grönlands.

Sisimiut liegt an der Westküste Grönlands. Etwa 100 Kilometer nördlich des Polarkreises liegt es auf halbem Weg zwischen den bevölkerungsreichen und reichen Gebieten um Nuuk und die Disko-Bucht. Insgesamt lebt in der Region Nuuk, Disko-Bucht, Sisimiut und Upernavik mehr als die Hälfte der grönländischen Bevölkerung.

Die Stadt liegt wie die meisten Städte Grönlands auf einer dem Inlandeis vorgelagerten Halbinsel. Dahinter thront der Hausberg der Stadt, der Nasaasaaq, der mit 784 Metern Höhe als Riegel zwischen der Stadt und dem Rest der Halbinsel liegt.

Sisimiut ist eine der wohlhabendsten und wirtschaftlich am weitesten entwickelten Städte Grönlands und ist im Land selbst berühmt für seine gute Lebensqualität. Sisimiut exportiert vor allem Kabeljau und Krabben, und dies vor allem nach Dänemark (wichtigster Handelspartner), aber auch in das Vereinigte Königreich und nach Skandinavien.

Sisimiut ist auch berühmt für das Kunsthandwerk der einheimischen Inuit, das es in vielen kleinen Läden entlang der Hauptstraße zu kaufen gibt.

Aktivitäten

Die Stadt ist Endpunkt (häufigere Gehrichtung) oder Anfangspunkt des in der Trekkingszene bekannten Arctic Circle Trails.

Klima und Wetter

In Sisimiut herrscht ein wärmeres Klima als in der Disko-Bucht-Region, das auch nur wenig kühler als das Nuuker Klima ist. Im Winter fallen die Temperaturen selten unter −15° Grad Celsius und im Sommer steigen sie kaum über 20° Celsius. Man muss allerdings jederzeit mit plötzlichen Wetterwechseln rechnen. Die Nähe des Meeres hat einen entscheidenden Einfluss auf das Klima: im Vergleich zu Gebieten die näher am Inlandeis liegen, ist das Klima hier an der Küste deutlich maritimer, mit geringeren Temperaturschwankungen und auch die Minima und Maxima sind deutlich weniger ausgeprägt als etwa 100 Kilometer weiter im Landesinneren. Gleichzeitig sind die Niederschlagsmengen jedoch deutlich höher als landeinwärts.

Wie in ganz Westgrönland muss man auch in Sisimiut mit starken Stürmen rechnen. Es handelt sich um Föhnwinde, die als Fallwinde über die Eisfläche des Inlandeises fegen und auf dem Weg westwärts zum Meer Geschwindigkeiten bis zu 200 Kilometer pro Stunde erreichen können.

Niederschläge sind selten in Sisimiut, im Sommer regnet es etwa an einem Tag im Monat, und im Winter schneit es höchstens zwei Mal im Monat. Dieser Schnee bleibt allerdings oft wochenlang liegen, und so ist Sisimiut im Winter praktisch immer zugeschneit. Nur im Frühling und Herbst (Mai oder September) kann es öfter regnen. Der erste Schnee fällt normalerweise Anfang/Mitte Oktober, und Tauwetter setzt Mitte/Ende April ein.

Sehenswürdigkeiten

  • Die Zimmermannsinsel (eigentlich eine Halbinsel) ist der Stadtteil, in dem sich noch Relikte und Häuser aus der Blütezeit des Walfangs befinden. Vor allem findet man dort schlichte, aber in gutem Zustand erhaltene Gebäude, wie das alte Speckhaus und die Böttcherei. Auf der Zimmermannsinsel befindet sich auch die Werft Sisimiuts, die erste Werft Grönlands.
  • Das alte Kolonialzentrum ist das Stadtzentrum, aber auch die Altstadt. Hier wurde Sisimiut 1764 gegründet, und hier befindet sich auch die älteste Kirche Grönlands (Steinkirchen gab es schon unter den Nordmännern unter Erik dem Roten um das Jahr 1000), die 1775 erbaut wurde, und von der Bevölkerung selbst bezahlt wurde. Vor der Kirche wurde eine Art Bogen aus den Kieferknochen eines 1902 im Fjord gestrandeten Grönlandwales aufgestellt.
  • Das südliche Sisimiut ist ein typisch grönländischer Stadtteil, mit kleinen und bunten Häusern. Da die Häuser an Legobausteine erinnern, trägt der südliche Teil von Sisimiut auch den Beinamen Legoland.

Anreise und Verkehr

Sisimiut verfügt über einen kleinen Flughafen, von dem aus Verbindungen zum Flughafen Kangerlussuaq gehen.
  

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  • Qeqqata Kommunia (deutsch: Mittelkommune) ist eine grönländische Großkommune mit einer Bevölkerungszahl von 9.627 (2008). Der Sitz der Kommunalverwaltung liegt in Sisimiut.

    Orte

    • Sisimiut
    • Maniitsoq
    • Kangerlussuaq
    • Sarfannguit
    • Itilleq
    • Kangaamiut
    • Napasoq
    • Atammik

     

  • Die Diskobucht (grönländisch: Qeqertarsuup Tunua, dän.: Diskobugt, engl: Disko Bay) in der Baffin Bay ist eine Bucht an der mittleren Westküste Grönlands bei der Diskoinsel.

  • Ilulissat (dän. Jakobshavn) ist die drittgrößte Stadt Grönlands. Die Kommune liegt in Westgrönland am Ostufer der Disko-Bucht und hat 4.512 Einwohner (2007).

    Ilulissat liegt rund 2 km nördlich von der Mündung des Ilulissat-Eisfjords (Jakobshavn Isfjord). Der Tourismus hat sich in den letzten 30 Jahren zu einem weiteren Standbein der lokalen Wirtschaft entwickelt. Ilulissat verfügt über zwei Fischfabriken, in denen insbesondere Krabben und Heilbutt verarbeitet werden. Da Ilulissat nördlich des Hundeäquators liegt, bevölkern mehr als 5.000 Schlittenhunde die Stadt.

  • Oqaatsut (Oqaitsut) ist eine grönländische Siedlung mit ca. 50 Einwohnern, die 18 km nördlich von Ilulissat liegt.

    Ihr englischer Name Rodebay („Rote Bucht“) geht auf die holländischen Walfänger zurück, die sich zu dieser Bezeichnung von der Färbung des Wassers nach erfolgreichem Walfang inspirieren ließen. Der grönländische Name „Oqaatsut“ bedeutet “die Kormorane” und deutet auf die steile Felswand an der Hafeneinfahrt hin, wo sich diese Vögel einst zu Hunderten aufhielten.

  • Aufgrund seiner gewaltigen Ausmaße und seiner großen Bedeutung für die Gletscherforschung wurde der Ilulissat-Eisfjord 2004 zum UNESCO-Weltnaturerbe erklärt.

    Der nach der benachbarten Stadt Ilulissat (dän. Jakobshavn) benannte Eisfjord (grönl.: Kangia) liegt 250 Kilometer nördlich des Polarkreises an der grönländischen Westküste. Er erstreckt sich über fast 100 km Länge und ist 7 km breit und bis zu 1.200 m tief.

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