Der Muratov, vom Zhabeskoto See aus gesehen, Pirin-Gebirge Fotograf: Lizenz: CC-by-sa-3.0
Der  Muratov, vom Zhabeskoto See aus gesehen, Pirin-Gebirge

Pirin-Gebirge und Nationalpark

Das Pirin-Gebirge (Bulgarisch: Пирин, antike Bezeichnung: Orbelos) ist ein Hochgebirge mit alpinem Charakter im Südwesten Bulgariens (Bezirk Blagoevgrad). Es erstreckt sich auf 40 km Länge von Nordwest nach Südost. Seine West-Ost-Ausdehnung beträgt 25 km. Das Pirin gipfelt im 2.914 m hohen Wichren (zweithöchster Berg Bulgariens).

Das Gebirge ist gleichzeitig Bulgariens größter Nationalpark. Der Nationalpark Pirin (bulg. Национален парк „Пирин“) wurde 1983 in die UNESCO-Liste des Weltnaturerbes aufgenommen. Er erstreckt sich über eine Fläche von 40.000 Hektar in einer Höhe von 950 bis 2.914 m. Die Landschaft ist durch Granitgestein, alte Scharzkiefernbestände und Trichterseen geprägt. In den niederen Regionen gibt es über 70 heiße Quellen. Im kristallklarem Wasser der 176 Seen glazialen Ursprungs leben teilweise Forellen. Das Piringebirge ist zu über 60 % mit Wäldern bedeckt, die sich aus dem Umland in drei voneinander zu unterscheidenden Gürteln in die Höhe ausbreiten:

  • bis in 1.400 m Höhe: Buchenmisch- und Tannenwald.
  • 1.400 bis 1.800 m: Tannen- und Fichtenwald.
  • bis 2.200 m: Kiefern, Fichten, Föhren.

Im Pirin wächst neben 500 Jahre alten Schwarzkiefern auch Bulgariens ältester Baum, die auf ca. 1.300 Jahre geschätzte Baikuschev-Panzerkiefer. 20 % der in Bulgarien auf der Roten Liste der gefährdeten Arten befindlichen Pflanzen sind hier anzutreffen. Die Stiftung Europäisches Naturerbe (Euronatur) betreibt im Nationalpark ein Projekt zum Schutz der Wölfe, wobei auch ein Großraubtierzentrum eingerichtet werden soll.

Aktivitäten

Zu den Aktivitäten, die im Park möglich sind, gehören Schifahren, Bergsteigen und Wandern. Es entwickelt sich auch ein Öko- und Weintourismus. Der Park empfängt jährlich zwischen 300.000 und 500.000 Besucher.

Sehenswürdigkeiten in der Umgebung

  • Bansko: Wintersport- und Höhenkurort mit seinem alpinen Skisportareal „Schiligarnika“, nördlich des Pirin-Gebirges 
  • Raslog: Stadt nördlich des Pirin-Gebirges.
  • Dobrinischte: Dorf nördlich des Pirin-Gebirges.
  • Sandanski: Kurort im Südwesten nahe der griechischen Grenze. Es ist die wärmste und sonnenreichste Stadt Bulgariens mit 25.000 Einwohnern.
  • Gotse Deltschew: Stadt zwischen Pirin-Gebirge und Rhodopen.
  • Melnik: Weinbauort und Zentrum der nationalen bulgarischen Wiedergeburt sowie die kleinste Stadt Bulgariens, im Süden des Pirin Gebirges,
  • Pirin: Dorf im Süden.

 

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